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Eine Corona-Erkrankung kann eine Menge an Symptomen mit sich bringen. Eine Begleiterscheinung von Omikron bleibt jedoch meist unerkannt – obwohl sie dominiert.
Berlin – Eine Corona-Erkrankung kann eine derart breite Palette an Corona-Symptomen mit sich bringen, dass eine spezifische Zuordnung zu einer Infektion bisweilen schwerfällt. Eine Infektion mit der Subvariante Omikron bringt laut einer aktuellen Studie aus Großbritannien in zwei Dritteln der Fälle vor allem ein Symptom mit sich. Bemerkenswert: Dabei handelt es sich um keine Begleiterscheinung, die bisher als besonders charakteristisches Merkmal bekannt war.
Corona in Deutschland: Ein Omikron-Symptom dominiert bei Infizierten laut britischer Studie
Nicht nur bei Corona in Deutschland gibt es im Rahmen einer Infektion mit der Subvariante Omikron ein extrem dominantes Symptom. Tim Spector, Mit-Urheber einer britischen Studie zu Corona, erklärte dem Independent: „Im Moment beginnt Covid bei zwei Dritteln der Menschen mit Halsschmerzen“. Interessant dabei: Halsschmerzen gehörten bisher nicht zu den als besonders weit verbreitet geltenden, beziehungsweise besonders charakteristischen Begleiterscheinungen. Bei den Symptomen, die bisher vor allem bei anderen Varianten prominent waren, kommt die Studie ebenfalls zu einer interessanten Erkenntnis: Symptome wie Fieber oder Geruchsverlust seien „wirklich selten“, so Spector.
Ein großes Problem an derartigen, als unspezifisch empfundenen Symptomen ist, dass Menschen nach einer Infektion oft nicht testen würden und das Virus so weitergäben. Auf diese Weise können die Infektionszahlen deutlich steigen. Spector nimmt dabei besonders ältere Menschen in den Blick, er sagte der Zeitung: „Fieber und Geruchsverlust sind heutzutage sehr selten - daher denken viele alte Menschen vielleicht nicht, dass sie Covid haben. Sie würden sagen, es sei eine Erkältung und sich nicht testen lassen.“ In Deutschland fordern derweil mehrere Länder ein Ende der Isolationspflicht von der Ampel, Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erteilte dem bisher jedoch eine klare Absage. Lauterbach sieht viel mehr den Beginn einer Herbst- und Winterwelle.
Corona in Deutschland: Nasenspray gegen Corona und neue Symptome – Forschung und Virus in Bewegung
Bei Corona in Deutschland tut sich viel, ebenso weltweit: Virus, Forschung und Politik sind in Bewegung. Immer wieder tauchen neue Symptome oder Subvarianten auf, neue Regeln werden erlassen. Derzeit ist es noch vor allem die Omikron-Subvariante Omikron BA.5, die als Pandemietreiber wirkt, mit Sorgen beobachtet die Forschung indes auch die Untertypen Omikron BQ.1.1 und BA.2.75.2. Beide Varianten weisen Immunflucht auf. Bei Omikron BA.5 hatte es im Verlauf des Sommers weitere Erkenntnisse über ein Corona-Symptom gegeben, das aufgrund seiner geringen Spezifität vor allem in den warmen Tagen immer wieder unerkannt blieb: Nachtschweiß. Dies ist nur eines von vielen Symptomen unter Omikron.
Doch auch die Forschung steht nicht still, sondern forscht an immer mehr neuen Impfstoffen – und Impfmethoden. Derzeit setzen viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Entwicklung von Nasensprays gegen Corona, auch Karl Lauterbach scheint Hoffnungen zu hegen. Lauterbach glaubt, man sei mit den Corona-Regeln Deutschland auf die anrollende Welle vorbereitet – die Isolationspflicht soll dennoch vorerst bleiben. Während der Gesundheitsminister wegen der aktuellen Infektionszahlen noch die Maskenpflicht in Innenräumen fordert, stellt Justizminister Marco Buschmann (FDP) bereits ein Ende aller Maßnahmen für das nächste Jahr in Aussicht.
Corona in Deutschland: Immer mehr Menschen Corona positiv, Inzidenz steigt
In Deutschland sind derweil immer mehr Menschen Corona positiv, das Virus ist erneut auf dem Vormarsch. Mit Stand von fünf Uhr morgens am Donnerstag, 6. Oktober 2022 gab das RKI die aktuelle Inzidenz mit 462,4 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 414,0 gelegen – einen Monat zuvor bei 219,1. Wichtig hierbei: Aufgrund der aktuell geringen Zahl an PCR-Testungen sind die Corona-Zahlen höchstwahrscheinlich deutlich zu niedrig angesetzt. Dennoch: Corona in Deutschland ist verschiedenen Aussagen aus der Politik zufolge nichtsdestotrotz unter Kontrolle – auch in Niedersachsen glaubt man, gut auf mögliche Szenarien vorbereitet zu sein.
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