Metropole der Gegensätze

Panama-Stadt: Die Hauptstadt von Panama

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Panama-Stadt, Hauptstadt von Panama.

Panama-Stadt ist eine Metropole der Gegensätze. Sie vereint Altes und Neues und gilt in wirtschaftlicher Hinsicht sogar als Weltstadt.

Panama-Stadt ist eine sehr moderne Hauptstadt mitten im Dschungel. Sie ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. In Panama ist sie die größte Metropole und in wirtschaftlicher Hinsicht gilt sie sogar als Weltstadt. Ihre wirtschaftliche Vormachtstellung verdankt sie unter anderem dem Panama-Kanal, aber auch der liberalen Steuerpolitik des Landes. Dadurch haben sich viele internationale Banken in der Metropole angesiedelt. Die Hauptstadt hat eine bewegende Geschichte. Heute vereint sie Altes und Neues und gilt als Stadt der Gegensätze. So findet man in ihr moderne Wolkenkratzer genauso wie Kopfsteinpflasterstraßen und Gebäude in Kolonialzeit-Architektur.

Geographische und klimatische Daten

Panama-Stadt ist auf der Nordhalbkugel der Erde am 9. Breiten- und am -80. Längengrad zu finden. Der Äquator ist 1.002 Kilometer entfernt. Die Stadt liegt östlich des Panamakanals an der pazifischen Küste und befindet sich 17 Meter über dem Meeresspiegel. Die Metropole erstreckt sich auf einer Fläche von 275 Quadratkilometer. In Panama-Stadt herrscht ein tropisches Klima. Die durchschnittliche Temperatur liegt zwischen 32 und 34 Grad Celsius, der Tiefstwert liegt bei 18 Grad Celsius. Von Mai bis Dezember herrscht in Panama-Stadt Regenzeit. Abgesehen von der Regenzeit gibt es zwischen den Jahreszeiten keine großen Unterschiede. Als beste Reisezeit gelten die Monate von Mitte Dezember bis Mitte April. Es gilt die Eastern Standard Time. Die Sommerzeit wird nicht berücksichtigt.

Demographische Daten

Panama-Stadt ist mit 813.097 Einwohnern nicht nur Hauptstadt, sondern auch die größte Metropole des Landes. In ihr lebt zirka ein Drittel der Landesbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.750 Personen pro Quadratkilometer. Die Hauptstadt nimmt stetig an Größe zu. Viele Menschen zieht es auf der Suche nach Arbeit in die Metropole. Die Urbanisierungsrate beträgt 2,3 Prozent pro Jahr. Wegen der Zuwanderung aus vielen Teilen der Welt ist die Hauptstadt Panamas ein sehr multikultureller Ort. Die Ureinwohner heißen Panameños. Das Christentum ist am weitesten verbreitet.

Verkehr

Die Stadt ist von überall am amerikanischen Kontinent leicht zu erreichen. Fast alle Länder bieten täglich Direktflüge in die Metropole an. Von Europa fliegt die Air France alle 11 Stunden die Hauptstadt an. Der Internationale Flughafen ist 30 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der nationale Flughafen liegt bei der früheren US-Militärbasis Albrook. Zudem gibt es eine Bahnstrecke, welche Panama-Stadt mit Colon verbindet. Zu guter Letzt ist die Stadt auch per Schiff gut erreichbar. Innerhalb des Landes ist die Stadt leicht mit Bussen oder Inlandsflügen erreichbar. Das öffentliche Verkehrsnetzt in Panama-City ist gut ausgebaut. Es gibt Busse und seit dem Jahr 2014 eine Metro. Auch Taxis sind ein beleibtes Verkehrsmittel. Sie stehen 24 Stunden zur Verfügung, können bestellt oder an der Straße herbeigewunken werden.

Skyline

Durch die liberale Steuerpolitik haben sich in der Metropole große internationale Banken angesiedelt. In kaum einem anderen Ort gibt es heute so viele Bankfilialen wie in Panama-Stadt. Mit der Entwicklung zum Finanzzentrum wuchs die Metropole rasant an. Ab den 2000er Jahren kam es zu einem Bauboom. Es entstanden zahlreiche neue Gebäude, die aus Platzmangel möglichst hoch gebaut wurden. Insgesamt gibt es 250 Wolkenkratzer. Heute stehen im Zentrum von Panama-Stadt acht der zehn größten Bauwerke Lateinamerikas. Dazu zählen:

  • F&F Tower mit 242,9 Meter
  • JW Marriott Panama mit 284,4 Meter
  • Torre Vitri 281 Meter
  • Bicsa Financial Center mit 267 Meter
  • The Pint mit 266 Meter

Zwischen 2005 und 2015 hat sich der Quadratmeterpreis vervierfacht. Die Arbeiterklassen werden dadurch tendenziell in die Außenbezirke gedräng.t

Leben und Verwaltung

Die Amtssprache ist Spanisch. Der in der Stadt verwendete Dialekt enthält einige englische Wörter. Englisch ist in der Hauptstadt eine populäre Fremdsprache. Auch in einigen Schulen wird auf Englisch unterrichtet. Daneben sind einige indigene Sprachen verbreitet. Bezahlt wird in Balboa oder in US-Dollar. Das Durchschnittsgehalt beträgt 777,56 US-Dollar und die Arbeitslosenquote ist mit 4,5 Prozent sehr gering. Panama-Stadt ist in 24 Corregimientos unterteilt. Regiert wird die Metropole von einem Bürgermeister. Ab dem Jahr 2014 war José Isabel Blandón im Amt. Er wurde durch José Isabel Blandón Figueroa am 5. Mai 2019 abeglöst (2022).

Geschichte

Panama-Stadt, heute eine Weltmetropole, war ursprünglich ein kleines Fischerdorf der Ureinwohner. Es lag an der Mündung des heutigen Rio Abajo, zirka 10 Kilometer von der heutigen Hauptstadt entfernt. Die Stadt wurde am 15. August 1519 von dem spanischen Gouverneur Pedro Arias de Avila gegründet. In der spanischen Kolonialzeit diente der Ort als Stützpunkt der Expeditionen nach Zentral- und Südamerika. Nachdem das Inkareich in Perú entdeckt wurde, erlebte Panama einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Stadt wurde zum wichtigsten Umschlagplatz der erbeuteten Reichtümer. Der Wohlstand kam den Bewohnern zugute.

Im Jahr 1671 wurde die Stadt von dem britischen Piraten Henry Morgan überfallen. Panama-Stadt, als auch die Schiffe, welche von Peru heimkehrten, wurden komplett geplündert. Nach drei Wochen verließ Henry Morgan Panama-Stadt in Schutt und Asche. Die Ruinen aus jener Zeit sind heute als Panamá Viejeo bekannt.

Nach dem Überfall errichteten die Spanier die Stadt neu. Wegen der permanenten Raubüberfälle begannen sie mit dem Bau einer großen Befestigungsanlage. Die ständigen Überfälle der Piraten verursachten der Spanischen Krone jedoch so hohe Verluste, dass die Handelsrouten nach Panama-Stadt eingestellt wurden, bevor diese fertig war.

Der Ort, welcher vom Handel abhängig war, stürzte in eine schwere wirtschaftliche und politische Krise. Erst mit dem Ausbruch des Goldrausches im 19. Jahrhundert erlebte Panama-Stadt wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zudem wurde 1859 die interozeanische Eisenbahn erbaut und im Jahr 1914 der Panama-Kanal eröffnet. Beide Bauprojekte hatten einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Panama-Stadt bietet in puncto Sehenswürdigkeiten viele spannende Kontraste an. Es gibt alte Ruinen, die koloniale Altstadt, eine atemberaubende Skyline, aber auch tropischen Regenwald und wunderschöne Strände. Selten liegen so viele Gegensätze wie alt und modern, Großstadt und Natur sowie Arm und Reich so dicht beieinander wie in der Hauptstadt Panamas. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen:

  • Altstadt
  • Panama Viejo
  • Panamakanal

Die Altstadt ist sehr touristisch und sehr bunt. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1673 zurück, als Panama-Stadt neu errichtet wurde. Sie erinnert an Cubas Hauptstadt Havanna und wurde im Jahr 1997 zum Weltkulturerbe ernannt. Zu sehen gibt es renovierte bunte koloniale Gebäude, zerfallene Ruinen, historische Plätze, Kirchen, Bars und Nobelhotels. Es gibt viele internationale Restaurants sowie Geschäfte. Das Nachtleben ist pulsierend und die Gassen sind schmal. In der Altstadt befindet sich auch der Präsidentenpalast, in dessen oberen Stockwerken der Präsident lebt. Vor dem Präsidentenpalast leben afrikanische Reiher. Sie waren ein Geschenk zum Abschluss der Renovierungsarbeiten im Jahr 1922.

Bei Panama Viejo handelt es sich um die ursprünglich Hauptstadt Panamas, welche von Piraten geplündert und niedergebrannt wurde. Sie ist heute eine Ruinenstadt. Die Ruinen sind eine interessante Sehenswürdigkeit und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Zu sehen gibt es die Überreste mehrere Häuser, Klöster, Kirchen und eines Turmes. Auch ein Museum befindet sich auf dem Gelände.

In Panama-Stadt berühmt und sehenswert ist natürlich auch der Panamakanal. Der Kanal ist 83 Kilometer lang. Er wurde im Jahr 1914 eröffnet und prägte die Geschichte des Landes enorm. Der Kanal hat drei Schleusenanlagen. In Panama-Stadt ist es möglich, die Miraflores-Schleuse zu besichtigen. Dort gibt es eine Aussichtsterrasse, von welcher die großen Containerschiffe beobachtet werden können. Für Touristen wurde auch ein Museum mit weiteren Informationen, ein Restaurant und ein Besucherzentrum errichtet.

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