Santorini-Beben ohne Ende: Kreuzfahrtschiff ändert Kurs – 900 Urlauber umgeleitet
VonVeronika Arnold
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Die Erdbeben-Serie auf Santorini hat nun auch Konsequenzen für hunderte Kreuzfahrer. Werden vorerst keine Luxus-Schiffe mehr auf der griechischen Urlaubsinsel anlegen?
Chania – Die Erdbeben-Serie auf Santorini nimmt kein Ende. Am Montag (10. Februar) kam es erneut zu mehreren Erschütterungen auf der griechischen Mittelmeerinsel. Jetzt waren erstmals auch Kreuzfahrtschiff-Touristen von den Folgen der Erdstöße betroffen.
Erdbeben auf Santorini: Kreuzfahrtschiff mit 900 Passagieren muss Kurs ändern
Rund 900 Passagiere des Luxusliners „Viking Star“ erreichten am Montag nicht wie geplant Santorini. Stattdessen steuerte das Kreuzfahrtschiff der Reederei Viking Ocean Cruises den Hafen von Chania auf Kreta an, wie der griechische Nachrichtensender ERTnews berichtete. Die anhaltenden Erdbeben, die das Urlaubsparadies seit Wochen erschüttern, sind der Grund für die kurzfristige Routenänderung.
Zwangspause für Santorinis Massentourismus: Kreuzfahrt-Auftakt abgesagt
Eigentlich hätte die „Viking Star“ die Kreuzfahrtsaison auf Santorini eröffnen sollen. Besonders in den Sommermonaten strömen Touristenscharen von den Ozeanriesen auf die Insel. Im August des letzten Jahres wurde mit über 15.500 Besuchern an einem einzigen Tag ein Rekord aufgestellt. Der Massentourismus bringt die Insel und ihre Bewohner jedoch an ihre Belastungsgrenze. Aufgrund der enormen Menschenmengen verhängte der Stadtrat im vergangenen Jahr sogar einen Lockdown. Die Inselverwaltung plant, die Zahl der Kreuzfahrttouristen auf 8000 pro Tag zu begrenzen.
Erdbeben-Gefahr auf Santorini weiter hoch: Vorerst keine Kreuzfahrtschiffe mehr?
Es ist ungewiss, ob in naher Zukunft überhaupt noch Kreuzfahrtschiffe anlegen werden, da die Erde weiterhin mehrmals stündlich bebt, teils mit einer Stärke von 5. Experten können nicht vorhersagen, wann und wie dieses Phänomen enden wird. Die Gefahr eines größeren Bebens rund um die Urlaubsinsel besteht weiterhin, warnen Seismologen und Geologen. Diese Woche bleiben die Schulen auf Santorini sowie auf den benachbarten Inseln Ios, Anafi und Amorgos auf Anordnung der Regierung geschlossen. Ein Großteil der Bevölkerung, insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen, hat die Insel verlassen und sich auf dem Festland in Sicherheit gebracht.
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