Erdbeben-Serie auf Santorini nimmt kein Ende: Einwohner haben jetzt die nächste Sorge
VonKarolin Schaefer
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Die Erdbeben auf Santorini setzen sich fort. Es gibt noch keine Entwarnung für die Ferieninsel. Die Einheimischen befürchten bereits ein neues Szenario.
Santorini – Die Erdbeben rund um Santorini nehmen kein Ende. Zahlreiche, kleinere Erschütterungen wurden auch am Montag (10. Februar) auf der griechischen Urlaubsinsel registriert. Laut dem geodynamischen Institut in Athen vergehen oft nur wenige Minuten zwischen den einzelnen Erdstößen. Viele Bewohner haben die Insel bereits verlassen, was jedoch neue Ängste schürt.
Erdbeben rund um Santorini haben kein Ende: Einwohner fürchten sich vor Plünderungen
Wer auf Santorini geblieben ist, wurde in den vergangenen Tagen immer wieder in Angst versetzt und nachts aus dem Schlaf gerissen. Obwohl die Häufigkeit der Beben etwas abgenommen hat, geben Seismologen keine Entwarnung. Die Gefahr eines größeren Bebens in der Region besteht weiterhin.
Besonders Frauen, Kinder und ältere Menschen haben Zuflucht auf dem Festland gefunden. Dort sind sie zwar in Sicherheit, doch die Sorge um ihre zurückgelassenen Häuser bleibt bestehen – nicht nur wegen der Erdbeben-Serie, sondern auch aus Angst vor möglichen Plünderungen. Dies berichtet die ntv-Reporterin Alexandra Callenius.
Noch mindestens den ganzen Februar: Erdbeben auf Santorini gehen weiter
Um die verlassenen, charakteristischen weißen Häuser zu schützen, überwachen Polizei und verbliebene Einheimische die Straßen und patrouillieren regelmäßig. Der Bürgermeister einer Gemeinde auf Santorini hat sogar eine zivile Patrouille organisiert, die vor allem abends und nachts die Gebäude im Auge behält.
550 Erdbeben, flüchtende Urlauber und Angst vor dem Hauptbeben – dramatische Bilder aus Santorini
Die Erdbeben-Serie könnte noch Wochen oder sogar Monate andauern. Der Regierungschef rät den Bewohnern daher, sich vorzubereiten. „Das ist nichts, was sich morgen plötzlich ändern wird“, betonte Kostas Papazachos, Seismologe an der Aristoteles-Universität Thessaloniki, gegenüber EPT. Man müsse damit rechnen, dass die Erdbeben mindestens den gesamten Februar über anhalten.
Ob die Erschütterungen die Vulkane in der Region „geweckt“ haben könnten, bleibt unklar. Eine Vulkan-Expertin bei IPPEN.MEDIA ordnete das mögliche Szenario ein. Zudem sprach ein Seismologe über das potenzielle Tsunami-Risiko, das die Erdbeben in Santorini mit sich bringen könnten. (kas/dpa)