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Die italienischen Alpen werden derzeit von einem Unwetter nach dem anderen heimgesucht. Am Samstag erwischte es Südtirol. Heftiger Sturzregen verursachte erhebliche Schäden.
Bozen - Es waren kurze, aber heftige Regenfälle, die am Samstagabend (29. Juni) die autonome Provinz Südtirol (Italien) verwüsteten. Besonders dramatisch war die Situation am Grödner Joch - ein beliebter Wanderhotspot von Urlaubern war von einem mächtigen Erdrutsch verschüttet worden.
Gegen 19.30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr von Kolfuschg (Dolomiten) zum Unwettereinsatz an dem Parkplatz gerufen. Vom Val Setus südlich des Parkplatzes war etwa drei Kilometer unterhalb des Grödner Jochs eine riesige Mure abgegangen. Heftigste Regenfälle hatten riesige Mengen von Geröll und Schlamm ins Tal gespült. Ein Video der Feuerwehr Kolfuschg zeigt, wie sich die Massen ins Tal wälzen. Das Geröll verschüttete mehrere Autos. Auch die Straße von Kolfuschg zum Grödner Joch wurde verschüttet.
Unwetter in Südtirol: Suche nach Verschütteten
Die Feuerwehr suchte nach dem schweren Unwetter in Südtirol den Parkplatz ab, es bestand die Sorge, dass Menschen eingeschlossen sein könnten. Allerdings wurden laut stol.it niemand gefunden, somit wurde nach dem derzeitigen Stand niemand verletzt. Allerdings steht noch nicht fest, wie viele Autos verschüttet wurden. Am Samstag arbeiteten die Bergungsmannschaft und Bagger bis nach 22 Uhr, am Sonntag ging der Einsatz weiter.
Auch im Pustertal gab es heftige Muren, ein Haus wurde verschüttet, mehrere Familien waren eingeschlossen. Ein Video zeigt, wie der durch den Starkregen zu einem reißenden Fluss geworden war und drei Brücken mit sich riss.
In Partischns bei Meran ereignete sich ein schwerer Steinschlag, der mehrere Wanderwege verschüttete. Der beliebte Partschinser Waalweg, der Partschinser Höhenweg und ein Feldweg sind vorerst unpassierbar.
Meteorologe erwartet bald die nächsten Unwetter in Italien
Im Pustertal waren laut ORF in zwei Stunden 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag nieder – es wurden 500 Blitze registriert, schrieb Meteorologe Dieter Peterlin bei Twitter. Der Meteorologe erwartet ab Dienstag erneut Gewitter.
