VonMartina Lipplschließen
Im Pitztal in Tirol läuft ein Großeinsatz nach einem Lawinenabgang. Ein Notruf ging bei der Bergrettung am Samstag ein. Es gibt Skispuren im Schnee. Die Suche fordert Einsatzkräfte.
Update vom 24. Dezember, 17.14 Uhr: Seit 9 Uhr suchen Rettungskräfte nach einem Verschütteten. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, handelt es sich bei dem Vermissten um einen 46-jährigen Österreicher. Der Skitourengeher war am Samstag gegen 8.30 Uhr Richtung Rappenkopf aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt. Bisher verlief die Suche nach dem Mann ohne Erfolg, heißt es weiter, soll aber in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Am Sonntag waren laut Polizei 70 Personen an der Suchaktion beteiligt.
400-Meter-Lawine in Österreich – Suche nach Verschütteten im Pitztal
St. Leonhard – Eine Lawine ist am Samstagnachmittag (23. Dezember) im Pitztal in Tirol (Österreich) abgegangen. Ein Tourengeher alarmierte die Bergrettung. Gegen 12.10 Uhr entdeckte er Einfahrspuren von Skiern in der Nähe des Lawinenkegels, bestätigte die österreichische Polizei am Sonntag (24. Dezember) mit. Eine großangelegte Suchaktion startete.
Skispuren im Schnee nach Lawine – Tourengeher alarmiert die Bergretter
Am Unglücksort musste der Einsatz am Samstag gegen 18.45 Uhr wegen steigender Lawinengefahr abgebrochen werden. In einem 400 Meter langen und 300 Meter breiten Lawinenkegel hatten Einsatzkräfte der Bergrettungen St. Leonhard im Pitztal und Jerzens, Lawinenhunden der Bergrettung Tirol, zwei Notarzthubschraubern und dem Polizeihubschrauber, sowie der Alpinpolizei nach dem Verschütteten gesucht.
Die Suchaktion nach möglichen Verschütteten soll laut Polizei am 24. Dezember fortgesetzt werden.
Lawinen-Drama in Tirol (Österreich) – Nach Spuren im Schnee Hubschrauber und Suchhunde im Einsatz
Am Samstag herrschte nach Schneefällen und starkem Wind große Lawinengefahr (Warnstufe 4). Triebschneeansammlungen oberhalb der Waldgrenze seien störanfällig, warnte der Lawinenwarndienst. „Die Verhältnisse für Touren und zum Freeriden sind teils heikel“, heißt es auf der Webseite am Sonntag (24. Dezember), auch wenn die Gefahrenstufe inzwischen auf 3 zurückgesetzt wurde.
Schon der Start in die Wintersaison begann in Tirol mit einer traurigen Nachricht – dem ersten Lawinen-Toten. In den Alpen jagt derzeit eine Lawine die andere. Dramatisch ist der Fall zweier Skitourengeher, die in Südtirol von einer Lawine erfasst wurden. (ml)
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