Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Kommt nach Unwetter goldener Altweibersommer? Hoch „Petralilly“ bringt Hoffnung auf Traumwetter zum Feiertag

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Nach Regen und Sturm könnte sich pünktlich zum langen Oktoberwochenende der Altweibersommer mit Sonne, Wärme und stabilerem Wetter durchsetzen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Nach Tagen mit kräftigen Regenschauern, Unwettergefahr und kühlen Temperaturen deutet sich für Deutschland ein deutlicher Wetterwechsel an. Das Hochdruckgebiet Petralilly etabliert sich über Mitteleuropa und sorgt schon in den kommenden Tagen besonders im Norden und Osten für freundlicheres Wetter. Dort erwartet die Menschen ein Mix aus Sonne und lockeren Wolken, dazu steigen die Temperaturen allmählich wieder an.

Wunderbares Altweibersommerwetter für ganz Deutschland? Dieser Traum könnte vielleicht bald wahr werden.

Ab Samstag (27. September) könnten dann auch der Westen und Süden von der freundlicheren Witterung profitieren. Mit Werten bis zu 20 Grad, stellenweise sogar leicht darüber, macht sich vielerorts ein Gefühl von Spätsommer breit. Der Oktoberstart sieht damit wesentlich freundlicher aus, als es die vergangenen verregneten Wochen vermuten ließen.

Hoffnung auf einen goldenen Altweibersommer – sonniges Wetter zum Tag der Deutschen Einheit

Besonders interessant ist der Blick auf das lange Feiertagswochenende rund um den 3. Oktober. Die Modelle deuten darauf hin, dass sich das Hochdruckgebiet weiter stabilisiert und weite Teile Deutschlands unter Einfluss von milden, trockenen Luftmassen bleiben. Zwar sind einzelne Schauer nicht völlig ausgeschlossen, doch von Dauerregen oder gar Sturm ist keine Rede mehr.

Stattdessen dominiert vielerorts der Sonnenschein, teilweise unterbrochen von dekorativen Wolkenfeldern. Für Ausflüge, Feiern im Freien oder einfach entspannte Tage in der Natur bietet dieses Wetter also die besten Voraussetzungen. Mit Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad, regional sogar darüber, erinnert vieles an einen typischen Altweibersommer, wie ihn viele nach dem nass-trüben September herbeisehnen.

Auftakt in einen goldenen Oktober?

Meteorologisch betrachtet ist der Altweibersommer ein bekanntes Phänomen: Nach einem ersten Kälteeinbruch im Spätsommer folgt nicht selten eine längere stabile Hochdruckphase im September oder Oktober. In diesem Jahr könnte sich dieser Effekt etwas verspätet, aber umso intensiver einstellen. Die ersten Oktobertage lassen jedenfalls hoffen, dass der Monat insgesamt freundlicher und wärmer ausfällt.

Langfristprognosen deuten zwar darauf hin, dass es später wieder wechselhafter werden könnte, doch der Auftakt mit viel Sonnenschein, trockener Luft und angenehmen Temperaturen spricht für einen goldenen Start in den Herbst. Damit hätten wir nach den nassen Wochen nicht nur eine Verschnaufpause, sondern auch ein perfektes Feiertagswetter – vielleicht der Beginn eines echten Bilderbuch-Oktobers.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/Imago

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