Von Julian Mayr
schließen
Inmitten der laufenden Ermittlungen zum tragischen Untergang einer Yacht vor Sizilien, gelangt eine Mitteilung einer der Überlebenden an die Medien.
Palermo – Nach dem dramatischen Untergang der Yacht „Bayesian“ vor der Küste Siziliens (Italien) am Montag (19. August), ist die Hoffnung längst verstrichen, noch lebende Passagiere im gesunkenen Schiff zu finden . Für Überlebende war laut Textnachrichten schnell klar, dass das Yacht-Unglück Todesopfer fordern wird.
Das letzte Foto der „Bayesian“ – Bilder des tragischen Yacht-Unglücks vor Italien Yacht-Drama vor Sizilien. 22 Urlauber waren an Bord des Luxus-Segelboots, das am Montagmorgen (19. August) bei einem schweren Unwetter in Italien sank. © Vigili del Fuoco „Das Boot ist einfach verschwunden“, berichten Fischer aus Palermo. Die „Bayesian“ sank gegen 4 Uhr morgens, am Tag darauf suchen Boote, Taucher und Helikopter nach Überlebenden. © Lucio Ganci/picture aliiance/dpa/AP Tische, Schirme, Stühle und Blumentöpfe fliegen beim Unwetter in Palermo durch die Luft. Auf dem Wasser verursachte der Sturm wohl einen Tornado. © BAIA Santa Nicolicchia Etliche Rettungskräfte sind am Einsatz in Italien beteiligt. Ambulanz und Polizei stehen am Ufer von Porticello bereit. © Igor Petyx/Imago Rettungskräfte bergen die Leiche eines der Opfer des unter britischer Flagge fahrenden Schiffes „Bayesan“. Es handelt sich laut Medienberichten um den Koch des Urlauberschiffs. Sechs weitere Menschen bleiben vermisst. Rettungskräfte bergen die Leiche eines der Opfer des unter britischer Flagge fahrenden Schiffes „Bayesan“. Es handelt sich laut Medienberichten um den Koch des Urlauberschiffs. Sechs weitere Menschen bleiben vermisst. © Lucio Ganci/picture alliance/dpa/AP Unter den Vermissten ist laut britischen Medien der Tech-Milliardär Mike Lynch, auch bekannt als „englischer Bill Gates“. Ihm soll die gesunkene Yacht gehört haben. Unter den Vermissten ist laut britischen Medien der Tech-Milliardär Mike Lynch, auch bekannt als „englischer Bill Gates“. Ihm soll die gesunkene Yacht gehört haben. © BEN GURR/ POOL/AFP Tauchteams suchen nach der versunkenen Yacht. Laut Feuerwehr liegt sie in rund 50 Metern Tiefe. Es wird befürchtet, dass Passagiere während des Unwetters in den Kabinen waren und von den Wassermassen eingeschlossen wurden, als die „Bayesian“ sank. Tauchteams suchen nach der versunkenen Yacht. Laut Feuerwehr liegt sie in rund 50 Metern Tiefe. Es wird befürchtet, dass Passagiere während des Unwetters in den Kabinen waren und von den Wassermassen eingeschlossen wurden, als die „Bayesian“ sank. © Vigili del Fuoco Überlebende schildern dramatische Szenen vom Kentern der Luxus-Yacht. Eine Frau berichtet, ihre Tochter sei ihr in den Fluten erst entglitten, doch dann habe sie sie „fest umarmt“ und schließlich wurden beide gerettet. Insgesamt 15 Personen wurden am Morgen von der Küstenwache und freiwilligen Helfern an Land gebracht. Überlebende schildern dramatische Szenen vom Kentern der Luxus-Yacht. Eine Frau berichtet, ihre Tochter sei ihr in den Fluten erst entglitten, doch dann habe sie sie „fest umarmt“ und schließlich wurden beide gerettet. Insgesamt 15 Personen wurden am Morgen von der Küstenwache und freiwilligen Helfern an Land gebracht. © Vigili del Fuoco Die Staatsanwaltschaft von Termini Imerese leitete noch am Montag Untersuchungen zum Bootsunglück vor Palermo ein. Unter anderem wurden die Überlebenden, darunter der Kapitän, vernommen. Die Staatsanwaltschaft von Termini Imerese leitete noch am Montag Untersuchungen zum Bootsunglück vor Palermo ein. Unter anderem wurden die Überlebenden, darunter der Kapitän, vernommen. © Vigili del Fuoco Derweil geht die Suche nach den Vermissten weiter. Mit jeder Stunde schrumpft allerdings die Hoffnung der Feuerwehr, Menschen lebend zu finden. Es bleibt, auf kleine Wunder zu hoffen. Derweil geht die Suche nach den Vermissten weiter. Mit jeder Stunde schrumpft allerdings die Hoffnung der Feuerwehr, Menschen lebend zu finden. Es bleibt, auf kleine Wunder zu hoffen. © Vigili del Fuoco Das ist das letzte Foto der „Bayesian“, bevor sie am Montagmorgen bei einem Unwetter vor Sizilien versank. Am Abend zuvor hatte die Urlaubsgruppe an Bord noch eine Party gefeiert. Ein Barkeeper aus Bagheria fotografierte das hell erleuchtete Schiff am Sonntagabend gegen 22 Uhr. Das ist das letzte Foto der „Bayesian“, bevor sie am Montagmorgen bei einem Unwetter vor Sizilien versank. Am Abend zuvor hatte die Urlaubsgruppe an Bord noch eine Party gefeiert. Ein Barkeeper aus Bagheria fotografierte das hell erleuchtete Schiff am Sonntagabend gegen 22 Uhr. © Fabio la Bianca Die Suche nach dem britischen Technologiemagnaten Mike Lynch geht weiter, nachdem die „Bayesian“ vor Sizilien gesunken ist. Italienische Rettungskräfte, die Feuerwehr und die Küstenwache sind im Einsatz. Hubschrauber unterstützen die Suche auf Hochtouren. Die Suche nach dem britischen Technologiemagnaten Mike Lynch geht weiter, nachdem die „Bayesian“ vor Sizilien gesunken ist. Italienische Rettungskräfte, die Feuerwehr und die Küstenwache sind im Einsatz. Auch Hubschrauber unterstützen die Suche. © Fotogramma/IPA/ABACAPRESS/IMAGO Die Leichen von fünf der bislang sechs Vermissten nach dem Yacht-Unglück wurden im Wrack entdeckt. Vier Körper konnten am Mittwoch (21. August) geborgen werden. Dabei handelt es sich um zwei Ehepaare. Die Leichen von fünf der bislang sechs Vermissten nach dem Yacht-Unglück wurden im Wrack entdeckt. Vier Körper konnten am Mittwoch (21. August) geborgen werden. Dabei handelt es sich um zwei Ehepaare. © Jonathan Brady/dpa Der fünfte Leichensack wird im Hafen von Porticello von Rettungskräften an Land gebracht, die nach den sechs Touristen suchen, die vermisst werden, nachdem die Luxusyacht Bayesian am Montag in einem Sturm gesunken war, während sie etwa eine halbe Meile vor der sizilianischen Küste festgemacht hatte. 479004340.jpg © Jonathan Brady/picture alliance/dpa Das Aufgebot der Einsatzkräfte vor der Küste von Palermo war enorm. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich unter anderem so schwierig, weil den Tauchern am Grund nach dem Abtauchen in 50 Meter Tiefe nur zehn Minuten zum Arbeiten blieben. Ein Tauchroboter unterstützte. 479037496.jpg © Salvatore Cavalli/picture alliance/dpa/AP Ein Boot mit einem Tauchteam macht sich am vierten Tag der Such- und Bergungsaktion auf den Weg zur Bayesian. Eine weitere Leiche wurde geborgen. Vermutlich handelt es sich um den britischen Milliardär Mike Lynch oder dessen 18-jährige Tochter. Ein Boot mit einem Tauchteam machte sich am vierten Tag der Such- und Bergungsaktion auf den Weg zur Bayesian. Eine weitere Leiche wurde geborgen. Vermutlich handelt es sich um den britischen Milliardär Mike Lynch oder dessen 18-jährige Tochter. © Jonathan Brady/dpa Anwältin (36) überlebt Yacht-Unglück vor Sizilien und schickt Vater beängstigende Nachricht Aufgrund stürmischen Wetters war die Yacht vor Sizilien gesunken . Sechs Passagiere waren zunächst noch als vermisst gemeldet, darunter der britische Tech-Unternehmer Mike Lynch. Seine Leiche und die leblosen Körper vier anderer Vermisster wurden bis Donnerstag (22. August) bereits geborgen. Laut Experten gibt es nur noch theoretische Möglichkeiten für Retter, die weiterhin vermisste Tochter (18) des Milliardärs im Wrack der Yacht lebend zu finden .
Insgesamt 15 Personen überlebten das Unglück jedoch. Unter den Überlebenden befindet sich auch die 36-jährige Anwältin Ayla R. Wie ihr Vater britischen Medien mitteilte, habe er nach dem Yacht-Unglück eine Nachricht von ihr erhalten. Diese sei kurz und beunruhigend gewesen: „Es gibt Tote.“ Weitere Informationen konnte er seiner Tochter demnach nicht entlocken. „Sie hat mir nur gesagt, dass es Tote gibt, und dass sie und ihr Partner noch leben“, gab der Brite dem Telegraph zu Protokoll.
Eine der Überlebenden des tragischen Yacht-Unglücks vor Sizilien schickte ihrem Vater eine besorgniserregende Nachricht. (Symbolbild)
© Antonio Melita/IMAGO
Yacht-Unglück vor sizilianischer Küste – Ermittlungen zum Unglückshergang laufen Die Rettungsteams arbeiten seit Tagen unter Hochdruck an der Bergung der Vermissten. Möbel und Schrott versperrten den Tauchern den Weg in die „Bayesian“, die in rund 50 Metern Tiefe liegt. Die Ermittlungen seitens der italienischen Staatsanwaltschaft zum Unglückshergang laufen. Vermutlich wurde das Schiff von einem Wasserwirbel erfasst und innerhalb von 60 Sekunden in die Tiefe gezoge n. Italienischen Behörden untersuchen unter anderem, ob offene Luken zum schnellen Sinken der Yacht beigetragen haben könnten. Auch in Palermo wütete der verheerende Sturm, wie Videos zeigen .
„Durchaus möglich, dass ein Boot in so schneller Zeit sinkt. Etwa wenn eine große Welle über das Schiff schlägt oder Türen geöffnet sind“, erläuterte der Tiefsee-Experte und U-Boot-Kapitän Philippe Epelbaum gegenüber IPPEN.MEDIA . Ähnliches äußert auch ein erfahrener Skipper unserer Redaktion gegenüber. (jm)
Rubriklistenbild: © Antonio Melita/IMAGO