Heftige Gewitter in Italien

Schwere Unwetter in Italien: Schlammflut überrollt Dorf in Südtirol – Höfe von der Außenwelt abgeschnitten

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Der Ort Pfitsch in Südtirol wurde am Samstagabend (27. Juli) von Unwettern getroffen.
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Erneut trifft ein heftiges Unwetter Südtirol: Im italienischen Dorf Pfitsch kommt es am Samstag zu Schlammfluten, übertretenden Bächen und zerstörten Brücken.

Pfitsch – Heftige Unwetter trafen am Samstagabend (27. Juli) das Dorf Pfitsch in Italien. Das im Südtiroler Teil des Wipptals gelegene Dorf war von Überschwemmungen und Schlammlawinen betroffen. Zeitweise waren zwei Höfe komplett von der Außenwelt abgeschottet. Die Feuerwehr rückte mehrfach aus.

Schwere Unwetter in Italien: Gewitter in Südtirol sorgen für Schlammfluten und zerstörte Brücken

Intensive Regenfälle führten in Pfitsch zu gefährlichen Schlammfluten, auch bekannt als Muren. „Lokal heftige Gewitter haben am Samstagabend in Pfitsch zu mehreren Feuerwehreinsätzen geführt“, bestätigte die Freiwillige Feuerwehr des Ortes Kematen am Sonntag auf Facebook. Bächte traten über die Ufer und rissen zwei Brücken mit, wie das italienische Nachrichtenportal RaiNews berichtete.

Die Stromversorgung mehrerer Häuser war zeitweise unterbrochen, am Sonntag aber Berichten zufolge wiederhergestellt. Wegen der Überschwemmungen waren zudem zwei Höfe isoliert. Die Zufahrt zu einem von der Außenwelt abgeschnittenen Hof sei am Sonntag wieder möglich gewesen, sagte der Feuerwehrkommandant von Kematen, Florian Rainer, RaiNews. Das andere Haus bleibe wohl aber weiterhin abgeschnitten, hieß es weiter. Die Aufräumarbeiten laufen derzeit.

Murenabgänge in Italien: Rekord-Niederschläge in Südtirol führen zu Schäden – außergewöhnliche Funde freigelegt

In den vergangenen Wochen gab es in Italien teils heftige Unwetter und außergewöhnlich viel Niederschlag. Erst vor etwa einem Monat kam es in Südtirol wegen einer Schlammlawine zu schweren Schäden. Durch eine Kombination aus Schneeschmelze und kontinuierlichen Regenfällen wurde das Bergsteigerdorf Campill verwüstet.

Die heftigen Regenfälle in Südtirol brachten aber nicht nur Zerstörung mit sich, sondern führten auch zu einem unerwarteten Fund: Der Regen in den Alpen legte außergewöhnliche Fossilien frei, was die Arbeit eines Forscherteams in den Dolomiten merklich voranbrachte.

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