Schwere Unwetter

Südtirol-Schock: Riesiger Fels donnert in Haus – „Zone evakuiert“

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Ein mannshoher Brocken in der Werkstatt: Bei heftigem Steinschlag in Südtirol schlug ein Fels durch das Dach einer Tischlerei.
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Der Zivilschutz in Südtirol schlägt Alarm. Starke Regenfälle verursachen Erdrutsche und Steinschläge. Hart getroffen hat es eine Tischlerei im Ort Lahn.

Auer – Wetter-Alarm zu Ostern. In Norditalien toben Unwetter, Südtirol im Dauerregen. Pausenlos ergießt es sich am Ostermontag in der Region und das führt zu etlichen Muren, Steinschlägen, umkippenden Bäumen und Überschwemmungen. Erst am Nachmittag soll der Niederschlag nachlassen. Der Zivilschutz hat Warnstufe gelb ausgerufen.

Unwetter-Alarm: Südtiroler Zivilschutz ruft Warnstufe gelb aus – Feuerwehr im Dauereinsatz

Über 70 Unwettereinsätze am Vormittag meldeten die Feuerwehren aus der Region laut Südtirolnews.it. In Überetsch wurde ein Campingplatz überflutet, eine Mure blockierte die Straße im Unterland nach Fennberg und in Völs fielen Felsbrocken auf die Landstraße. Außerdem traf ein Felsbrocken die sogenannte „Alpen-Adria-Autobahn“ nahe Udine.

Den beeindruckendsten Vorfall meldete allerdings die freiwillige Feuerwehr Auer. Hier krachten riesige Felsbrocken auf die Industriezone Lahn. Mehrere Steine hatten sich von der anliegenden Felswand gelöst und donnerten ins Tal.

Spektakulärer Steinschlag-Vorfall in Südtirol: Riesiger Fels kracht durch Dach in Tischlerei

Bilder, die die Feuerwehr zum Einsatzbericht teilt, zeigen das Ausmaß des Steinschlags. Mannshohe Brocken schlugen Löcher in die Straßen und einer krachte sogar durch das Dach einer Tischlerei mitten in die Werkstatt. Kaum auszumalen, wie das ausgegangen wäre, hätte sich der Steinschlag nicht an einem Feiertag ereignet. Ganz ähnlich hatte vor kurzem ein Felsen die Terrasse eines leeren Kindergartens erwischt.

Menschen aus Steinschlag-Zone in Südtirol evakuiert – weitere Abgänge möglich

„Durch den Steinschlag wurden mehrere Gebäude beschädigt. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden“, meldet die Feuerwehr. Damit ist auch dabei bleibt, ist das Gebiet vorerst gesperrt. „In Folge des Einsatzes wurden die in der Zone lebenden Menschen aus Vorsichtsgründen evakuiert.“

Und die Gefahr ist noch nicht vorüber. Landesgeologen und Feuerwehr teilen mit, dass noch weitere Felsbrocken drohen, in das Tal zu stürzen. (moe)

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