„Jederzeit Lawinen zu erwarten“

Unwetter toben in Italien: Skigebiet evakuiert – Gerölllawine schneidet Tal ab

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Überschwemmungen im Tal, Lawinen im Hochland: Zu Ostern toben Unwetter im Norden von Italien.
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Italien durchlebt eine turbulente Osternacht. In der Region um den Lago Maggiore kommt es zu Erdrutschen, in Hochlagen zu Lawinen. Die Umweltbehörde warnt.

Verbania – Schwere Unwetter toben zu Ostern im Norden von Italien. Die Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VCO) wurde hart getroffen. In den Tälern herrscht Lawinenalarmstufe Rot wegen starkem Schneefall, nahe dem Lago Maggiore gehen Erdrutsche ab und das Anzascatal war einen halben Tag von der Außenwelt abgeschnitten.

Schwere Unwetter in Italien: Lawinenalarm in Ossola-Tälern, Überschwemmungen am Lago Maggiore

Vierzig Einsätze meldete die Feuerwehr der Region in der Nacht auf Ostersonntag, über die vergangenen Tage waren es mehr als 100. Eine nicht enden wollende Serie von Unwettern in Italien.

Gerölllawine verschüttet Straße: Anzascatal lange von Außenwelt abgeschnitten

Besonders die Gemeinde Calasca Castiglione im Anzascatal ist betroffen. Eine Stein- und Gerölllawine überschwemmte hier am Samstagabend die Staatsstraße und erfasste zwei Autos. Die Straße war bis in den frühen Sonntagmittag in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt, auch für Einsatzfahrzeuge. Mittlerweile ist sie wieder einseitig befahrbar. Berichte über Verletzte oder Tote gibt es allerdings glücklicherweise nicht. Immer häufiger werden Täler in Italien von der Außenwelt abgeschnitten oder Gerölllawinen schließen ganze Ortschaften ein.

Evakuierungsbefehl für Skigebiet in Italien: „Jederzeit zahlreiche Lawinen zu erwarten“

Die Umweltschutzagentur Arpa hatte bereits am Samstag einen Evakuierungsbefehl für Arbeiter im Skigebiet Pecetto-Burki-Belverde erlassen. Alle Pisten in der Region wurden gesperrt, Wanderaktivitäten verboten. „Der reichliche Neuschnee sowie die oft großen Triebschneeansammlungen werden zunehmend instabiler. Es sind derzeit jederzeit zahlreiche Trocken- und Nasslawinen zu erwarten, die gefährlich große Ausmaße erreichen können“, schreibt die Behörde in einer Mitteilung. Entlang den Hängen der Sempione-Staatsstraße waren drei Schneelawinen abgegangen.

Oster-Unwetter in Italien: Überschwemmungen am Lago Maggiore

In Varzo ordnete der Bürgermeister nach einem Erdrutsch vorsorglich die Sperrung der Straßen in beiden Richtungen an, berichtet La Stampa. In Bognanco blockierte ein Erdrutsch die Provinzstraße und bei Beura verstopfte eine Gerölllawine eine Unterführung auf der Straße in Richtung Flughafen. Und am Lago Maggiore war am Samstag ein Baum auf die Staatsstraße 34 gestürzt, starker Regen führte zu zahlreichen Überschwemmungen.

Ein Tornado wütete etwas weiter westlich am Lago Varese. Laut der Zeitung La Repubblica hinterließ der Wirbelsturm eine Spur der Verwüstung in Busto Arsizio, Samarate und Lonate Pozzolo, indem er Dutzende von Bäumen umstürzte. In Gaivrate führte der heftige Regen dazu, dass die Straßendecke aufbrach und ein fünf Meter breites und sechs Meter tiefes Loch entstand, das nur zwei Meter von einem Wohnhaus entfernt war. Die Bewohner des Hauses mussten evakuiert werden und das Gebäude wurde vorübergehend gesperrt. (moe)

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