Iran-Eskalation

„Liebe Landsleute“: Auswärtiges Amt wendet sich mit Brief an Dubai-Touristen – und gibt wichtige Ratschläge

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Nach der Iran-Eskalation gibt es auch in Dubai Explosionen. Tausende Deutsche sind in der Region. Das Auswärtige Amt reagiert mit wichtigen Tipps.

Update vom 2. März: Mittlerweile hat sich das Auswärtige Amt in einem zweiten Landsleutebrief an deutsche Bürger in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewandt. Darin werden erneut wichtige Ratschläge gegeben. Zudem weist das Außenministerium darauf hin, dass man wegen des gesperrten Luftraums aktuell nur „sehr eingeschränkt“ Unterstützung leisten könne. Außerdem werden in dem Schreiben wichtige Notfallkontakte gesammelt.

Erstmeldung vom 28. Februar: Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran haben Vergeltungsschläge auch Dubai getroffen. Auch in Urlauber-Gebieten in Dubai gab es Explosionen. Das Auswärtige Amt hatte bereits eine Reisewarnung für etliche Länder herausgegeben. Jetzt wendet sich das deutsche Außenministerium in einem Brief an alle Deutschen in der Region.

Eskalation im Nahen Osten. Auch in Dubai gibt es Explosionen. Dort befinden sich auch Tausende Deutsche.

Das Schreiben ist etwa auf der Homepage der Deutschen Auslandsvertretungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie des Generalkonsulats Dubai zu finden und ist als sogenannter „Landsleutebrief“ betitelt. Der Brief trägt die Überschrift „Reisewarnung – Militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten“ und beginnt mit der Anrede „Liebe Landsleute“.

Iran-Eskalation trifft auch Dubai: Auswärtiges Amt wendet sich mit Brief an Deutsche

Zu Beginn des Schreibens fasst das Auswärtige Amt die bisherigen Geschehnisse zusammen. Nach Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran habe Teheran „Gegenschläge auf Ziele in der Region“ gestartet. Anschließend weist das Amt auf die eigene Reisewarnung für die gesamte Region hin. Zudem seien die Lufträume in vielen Ländern, so auch in den VAE gesperrt. Es könnten jederzeit weitere Sperrungen hinzukommen, so das Außenministerium.

Anschließend wendet sich das Auswärtige Amt mit einigen Ratschlägen an Deutsche in der betroffenen Region, so etwa auch in Dubai:

  • „Entscheiden Sie in eigenverantwortlicher Abwägung Ihrer individuellen Situation, ob Sie aufgrund der angespannten Lage eine Ausreise in Erwägung ziehen wollen.“ Eine Lagenbewertung der persönlichen Umstände könne das Amt nicht für jede individuelle Situation vornehmen.
  • Bürger sollten bei Flugausfällen „immer wieder“ Angebote der Fluglinien prüfen. Zudem sollten auch Angebote von weniger bekannten Airlines und Flüge in andere Länder als das endgültige Zielland in Betracht gezogen werden. Es sei unter Umständen leichter, von dort eine Weiterreise zu organisieren.
  • Es sollten immer einsatzfähige Kommunikationsmittel, wie Handys, mitgeführt werden.
  • Wichtige Rufnummern, etwa von Notfallkontakten, sollten auswendig gelernt werden, so das Amt.
  • Zudem sollten grundlegende Vorräte vorhanden sein. Aufgelistet werden etwa Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff sowie Powerbanks.

Das Auswärtige Amt informiert nach eigenen Angaben weiter über die Lage. Dafür können Bürger entweder auf die Homepage des Außenministeriums gehen oder die Informationen auf der App „Sicher Reisen“ abrufen. Zudem werde man betroffene Bürger auch weiterhin über das System ELEFAND („Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland“) informieren. Hierzu sollten Bürger ihre hinterlegten Kontaktdaten in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes prüfen und die Funktion der Notfall-Benachrichtigung per SMS freischalten.

Das Außenministerium bittet auch darum, andere Deutsche vor Ort über diese Möglichkeit zu informieren. Zudem wird gebeten, dass Bürger, die mittlerweile ausgereist sind, ihre Registrierung im betroffenen Land via ELEFAND beenden. So kann das Amt verfolgen, wie viele deutsche Staatsbürger sich womöglich in Gefahr befinden.

Das Schreiben endet mit den Worten: „Wir wünschen Ihnen alles Gute, passen Sie auf sich auf“.

Auf eine Anfrage beim Auswärtigen Amt, wie viele Deutsche sich aktuell in der Region befinden, hat das Außenministerium bislang nicht reagiert. Die Bild berichtet unter Berufung auf die Behörde aber, dass sich aktuell eine hohe vierstellige Zahl von deutschen Bürgern allein in den VAE befinden soll. (Verwendete Quellen: Homepage des Generalkonulats Dubai, dpa, Bild)

Rubriklistenbild: © dpa/David Davies//Screenshot: X/Zainab Fattah

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