VonRichard Stroblschließen
Nach der Iran-Eskalation sitzen Tausende Urlauber fest. Unter anderem in Dubai sind auch viele Deutsche betroffen. Das Auswärtige Amt meldet sich in einem Brief.
Drohnen und Raketenteile bedrohen aktuell Tausende Urlauber im Nahen Osten. Der Iran reagiert auf den Angriff der USA und Israels mit scheinbar willkürlichen Attacken. In Dubai wurde etwa ein Luxus-Hotel getroffen. Der Luftraum ist gesperrt. Damit sitzen die Touristen fest. Jetzt meldet sich das Auswärtige Amt erneut mit wichtigen Ratschlägen.
Schon am Samstag hatte sich das Außenministerium in einem sogenannten Landsleutebrief an die deutschen Bürger in Dubai und der Region gewandt. Am Sonntag legte man dann in einem zweiten Schreiben nach. Der Brief ist unter anderem auf der Homepage des Generalkonsulats Dubai zu finden.
Iran-Eskalation: Auswärtiges Amt legt mit zweitem Landsleute-Brief nach – „sehr eingeschränkt“
In dem neuen Schreiben gibt das Auswärtige Amt den Deutschen in der Region der Vereinigten Arabischen Emirate wichtige Ratschläge für die aktuelle Krisen-Lage: „Bleiben Sie aufgrund der aktuellen Lage in Innenräumen, idealerweise zu Hause bzw. im Hotel“, heißt es etwa. Zudem wird geraten, ausreichend Vorräte zu lagern. Das Amt zählt Wasser, Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff auf.
Die Bürger sollten sich zudem darauf vorbereiten „einige Zeit“ an ihrem aktuellen Aufenthaltsort bleiben zu müssen. Da der Luftraum der VAE geschlossen sei, seien „unsere Unterstützungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt“, so das Auswärtige Amt. Falls Airlines keine Unterkünfte und Verpflegung zur Verfügung stellen würden, müssten Bürger dies womöglich selbst organisieren und bezahlen, heißt es weiter.
Diese Aussage entspricht den Aussagen von Außenminister Wadephul, der darauf hinwies, dass Deutschland aktuell keine Evakuierungen starten könne. Ein anderes Land greift hier aber deutlich aktiver ein. Bürger könnten höchstens auf dem Landweg versuchen, an Orte zu gelangen, an denen Flugzeuge fliegen.
Dementsprechend schreibt das Auswärtige Amt in seinem Brief: „Rechnen Sie damit, dass es bei Reisen zu unvorhergesehenen Verzögerungen kommen kann und führen Sie z. B. ausreichend Geldmittel und notwendige Medikamente für einige zusätzliche Tage mit sich.“
Anschließend listet das Auswärtige Amt noch wichtige Notfall-Kontakte in den VAE auf. Darunter etwa:
- Krankenwagen: 998
- Polizei: 999
- Feuerwehr: 997
Außerdem sei der Bereitschaftsdienst der deutschen Auslandsvertretungen in den VAE in Notfällen unter folgenden Nummern erreichbar:
- +971 (0)50 650 4134
- +971 (0)50 317 2379
- +971 (0)50 621 6291
Wie schon im ersten Landsleutebrief weist das Amt darauf hin, dass man die Bürger auch über das System ELEFAND informieren werde. Hierzu sollten Mitbürger ihre Kontaktdaten in der Krisenvorsorgeliste gegenchecken und die Funktion Notfall-Benachrichtigung per SMS aktivieren. Es wird darum gebeten, auch andere Bürger vor Ort über diese Möglichkeit zu informieren.
Das Auswärtige Amt hat zudem eine Reisewarnung für etliche Länder in der Region herausgegeben. (Verwendete Quellen: Landsleutebrief des Generalkonsulats Dubai) (rjs)
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