„Verkleidung neben mir weggerissen“: So schildern Überlebende den Flugzeugabsturz in Kasachstan
VonNatalie-Margaux Rahimi
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Wie durch ein Wunder überleben 29 Menschen den Flugzeugabsturz in Kasachstan. Jetzt sprechen einige von ihnen über das Erlebte.
Aktau – Nach dem Flugzeugabsturz des Fluges 8243 der Fluggesellschaft Azerbaijan Airline in Kasachstan laufen die Ermittlungen nach der Ursache noch immer auf Hochtouren. Neusten Berichten zufolge könnte eine russische Rakete für den Absturz der Maschine des Typs Embraer 190 verantwortlich gewesen sein. Unterdessen haben sich nun erstmals Überlebende des Flugzeugabsturzes zu Wort gemeldet. Insgesamt haben 29 der 67 Menschen das Unglück wie durch ein Wunder überlebt.
„Es gab zwei Schläge, große Schläge auf das Flugzeug“: Überlebende berichten vom Flugzeugabsturz
Beim russischen Staatssender RT beschreiben Überlebende des Flugzeugabsturzes in Kasachstan nun die dramatischen Szenen vor dem Aufprall der Maschine, bei dem mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen sind. „Es gab zwei Schläge, große Schläge auf das Flugzeug“, berichtet der Überlebende Zaur Mamedov über den Moment, in dem das Flugzeug von etwas beschossen worden sein könnte. Dann seien alle „panisch“ gewesen, erzählt er weiter.
Die Crew von Flug 8243 habe zwar versucht, die Passagiere zu beruhigen und gesagt, „dass wir landen werden“, doch „wir haben auf den Tod gewartet“, beschreibt der Überlebende weiter.
„Verkleidung neben mir weggerissen“: Überlebender schildert Szenen vor Flugzeugabsturz in Kasachstan
Auch ein weiterer Überlebender berichtet auf Social Media, dass es eine Explosion gegeben habe. „Ich würde nicht sagen, dass es im Inneren des Flugzeugs war. Dort, wo ich saß, wurde die Verkleidung neben mir weggerissen“, erzählt Subhonkul Rahimow. Die Crew habe ihre „Pflicht von ganzem Herzen erfüllt“, bekräftigt der Überlebende außerdem. Sie habe den Passagieren gezeigt, wie sie sich zu verhalten haben, nachdem die Masken von der Decke gefallen waren.
Rätsel um Ursache: Ermittlungen zu Flugzeugabsturz in Kasachstan laufen weiter
Flug 8243 der Fluggesellschaft Azerbaijan Airline war am ersten Weihnachtsfeiertag im aserbaidschanischen Baku gestartet und sollte nach Grosny in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien fliegen. Im Nordkaukasus soll an diesem Morgen auch die russische Flugabwehr in Betrieb gewesen sein, um ukrainische Drohnen abzufangen. Inzwischen hält auch die USA einen Fehlschuss der russischen Flugwehr als Ursache für den Flugzeugabsturz in Kasachstan für möglich. Die israelische Fluggesellschaft El Al hat darauf reagiert und streicht sämtliche Flüge nach Moskau in dieser Woche. Grund seien „die Entwicklungen im russischen Luftraum“, hieß es laut einem Bericht des Deutschlandfunks in einer Mitteilung der Airline
Laut CNN sei inzwischen der zweite Flugschreiber der Maschine geborgen worden. Möglicherweise liefert dessen Auswertung weitere Hinweise auf die Ursache für den Flugzeugabsturz in Kasachstan. Beim Aufprall der Maschine war der vordere Teil des Flugzeugs explodiert, Videos vom Absturz zeigten einen großen Feuerball. Der hintere Teil blieb dabei weitgehend intakt – so konnten sich die 29 Überlebenden teilweise selbst aus dem Wrack der Maschine befreien.
38 Tote, Rätsel um Ursache, Russland-Verdacht: Bilder zum Flugzeugabsturz in Kasachstan
Deutsches Mädchen wohl unter den Überlebenden des Flugzeugabsturzes in Kasachstan
Die kasachische Nachrichtenagentur Tengrinews veröffentlichte eine komplette Passagierliste, auf der auch die Staatsangehörigkeit fast aller Insassen aufgeführt wird. Darunter ein elfjähriges Mädchen aus Deutschland – das auch angibt, in Deutschland zu wohnen. Das auswärtige Amt gehe diesen Berichten aktuell mit Hochdruck nach, hieß es kürzlich aus dem Ministerium. (nmr)