Einer der trockensten Augustmonate seit 140 Jahren – kommt jetzt die Wetter-Wende?
VonDominik Jung
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Deutschland erlebt einen der trockensten Augustmonate seit über 140 Jahren. Doch jetzt kündigen sich kräftige Schauer an. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Der August 2025 hat sich bisher von seiner extrem trockenen Seite gezeigt. Im bundesweiten Mittel kamen lediglich rund 29 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Damit liegt dieser Monat schon jetzt in den Top fünf der trockensten Augustmonate seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen im Jahr 1881. Das macht ihn zu einer meteorologischen Besonderheit, die vielen Menschen in Erinnerung bleiben dürfte. Besonders auffällig ist, dass dieser Monat in einer langen Reihe von überwiegend niederschlagsarmen Monaten steht.
Schon die Vormonate des Jahres hatten kaum Regen gebracht. Nur der Juli konnte mit einem Plus an Niederschlag aus der Reihe fallen. Doch kaum war dieser kleine Ausreißer vorbei, kehrte der August zurück auf den alten, trockenen Kurs. Für die Natur, die Landwirtschaft und auch die Wasserversorgung bedeutet das zusätzliche Belastung, da viele Regionen ohnehin schon unter deutlichem Niederschlagsdefizit leiden.
Wetter-Prognose für August: Erste Regenzeichen in Sicht
Noch bleibt es in den kommenden Tagen weitgehend trocken. Bis Mittwoch (27. August) können sich die meisten Regionen Deutschlands auf freundliches, aber eben regenarmes Wetter einstellen. Danach allerdings kündigt sich eine spürbare Veränderung an: Ab Mittwochnachmittag ziehen von Westen her Schauer und teils kräftige Gewitter auf, die für deutliche Niederschläge sorgen können. Auch am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag bleibt das Schauer- und Gewitterrisiko bestehen.
Damit dürfte es in vielen Regionen endlich wieder ergiebigen Regen geben. Ob dies jedoch ausreicht, um die große Trockenheit des Monats spürbar abzumildern, bleibt fraglich. Fest steht, dass die kommenden Tage vor allem regional sehr unterschiedlich ausfallen könnten: Während mancherorts mehrere Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, kann es anderswo bei ein paar Tropfen bleiben.
Regen-Vergleich mit den Vorjahren
Ein Blick zurück zeigt, wie außergewöhnlich der August 2025 tatsächlich ist. In den beiden Vorjahren fielen im August wesentlich mehr Niederschläge: 2024 waren es im deutschlandweiten Schnitt rund 61 Liter pro Quadratmeter, 2023 sogar ganze 121 Liter. Diese Mengen wird der aktuelle Monat nicht mehr erreichen können, selbst wenn es in den letzten Tagen noch zu ergiebigen Regenfällen kommen sollte. Damit bleibt der August 2025 einer der trockensten seiner Art.
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Die Bilanz für das laufende Jahr wird dadurch erneut von Niederschlagsarmut geprägt, nachdem einzig der Juli ein deutlich nasseres Gesicht gezeigt hatte. Für viele Regionen bedeutet das eine Fortsetzung der Wasserknappheit, die seit Jahresbeginn anhält. Auch wenn die kommenden Schauer und Gewitter kurzfristig Entlastung bringen, lässt sich schon jetzt sagen: Der August 2025 reiht sich nahtlos in die Serie trockener Monate ein, die das Jahr bislang dominiert hat.