- VonDominik Jungschließen
Heftige Gewitter, Starkregen und Überschwemmungen treffen Spaniens Küsten. Doch warum kommt es im Herbst immer wieder zur Wetterlage namens DANA? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Erneut sorgt eine sogenannte DANA für Wetter-Chaos im westlichen Mittelmeer. Zwischen Valencia, Alicante und den Balearen entladen sich seit Stunden schwere Gewitter mit enormen Regenmengen.
Straßen stehen unter Wasser, Autos werden von reißenden Flüssen mitgerissen, und Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz. Erste Bilder aus der Region Alicante zeigen die bedrohliche Lage – Urlauber werden eindringlich gewarnt, in den Unterkünften zu bleiben.
Heftige Unwetter in Spanien und dem Mittelmeerraum: Was steckt hinter DANA?
DANA steht für „Depresión Aislada en Niveles Altos“ – eine isolierte Höhenkaltluft, die sich vom Jetstream abkoppelt. Trifft diese kalte Luft in der Höhe auf das noch sehr warme Mittelmeer, entsteht eine explosive Mischung: Die feuchtwarme Meeresluft steigt auf, kühlt ab und führt zu heftigen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen.
Diese Wetterlage ähnelt einem „Kaltlufttropfen“ und kann lokal enorme Regenmengen bringen – oft innerhalb weniger Stunden.
Warum DANA so oft im Herbst entsteht
Gerade im Herbst ist das Mittelmeer noch stark aufgeheizt, während in der Höhe bereits kühlere Luftmassen aus Norden einfließen. Dieses Temperaturgefälle begünstigt die Bildung von DANA-Systemen. Sie treten deshalb besonders häufig zwischen September und November auf.
Während Südeuropa unter sintflutartigen Regenfällen leidet, bleibt es nördlich der Alpen meist ruhig – mit stabilem, mildem Herbstwetter, das in starkem Kontrast zu den dramatischen Szenen an den Mittelmeerküsten steht.
Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.co
