Merz holt Ex-Commerzbank-Chef ins Team – Des Kanzlers „persönlicher Beauftragter“
VonNils Thomas Hinsberger
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Die Investitionen in den Standort Deutschland sollen wieder steigen. Dafür soll nun ein ehemaliger Bankenchef sorgen – im persönlichen Auftrag von Kanzler Merz.
Berlin – Die Bundesregierung hat am Montag (22. September) die Ernennung von Martin Blessing zum Beauftragter für mehr ausländische Investitionen bekanntgegeben. Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Handelsblatt berichten, soll der ehemalige Chef der Commerzbank als „persönlicher Beauftragter“ des Bundeskanzlers agieren.
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Ex-Commerzbank-Chef wird zu Merz-Berater – So sollen die Investitionen in Deutschland steigen
Blessings Aufgabe bestehe künftig darin, Unternehmen für Investitionen in den Standort Deutschland zu begeistern, schreibt die FAZ weiter. Dabei solle ihm seine Expertise im Bankensektor helfen und eine enge Zusammenarbeit mit der Agentur „German Trade and Invest“ (GTAI) erfolgen, so das Handelsblatt. Die GTAI ist die Wirtschaftsförderagentur der BRD und dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellt. Auch bei der GTAI geht es um die Förderung von Investitionen in Deutschland.
Blessing habe zudem angekündigt, kein Geld für seine neue Tätigkeit annehmen zu wollen. Er werde die Aufgabe als „Ein-Euro-Job“ angehen. Zusätzliche Kosten sollen mit der Berufung also nicht entstehen.
Merz nimmt Ex-Bankenchef ins Team – „Investitionen schaffen Arbeitsplätze“
Konkret gehe es Friedrich Merz (CDU) darum, den Wirtschaftsstandort Deutschland voranzubringen. „Brücken bauen, Türen öffnen, Vertrauen in unseren Standort schaffen“ – dies sind laut Merz die Aufgaben des ehemaligen Commerzbank-Chefs als Investitions-Beauftragter, wie die FAZ zitiert.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r), spricht bei der Vorstellung des persönlichen Beauftragten des Bundeskanzlers für Investitionen in Deutschland, Martin Blessing.
Merz erhofft sich von der Maßnahme aber auch eine Verbesserung der Berufsangebote im Land. „Nur Investitionen schaffen Arbeitsplätze“, so Merz im Kanzleramt. Wie die Zeit berichtete, würden in Deutschland immer weniger Stellen am Arbeitsmarkt ausgeschrieben. Zurückzuführen sei dies auf die anhaltende wirtschaftliche Stagnation.
Merz macht Martin Blessing zum Investitions-Beauftragten
Blessing wurde im Jahr 2001 in den Vorstand der Commerzbank berufen. 2008 übernahm er dann die Stelle des Vorstandschefs, bis er 2016 aus seinem Posten ausschied. Gut drei Jahre bis Herbst 2019 arbeitete er in Führungspositionen bei der Schweizer Großbank UBS, seit März 2022 führt Blessing den Verwaltungsrat der Danske Bank. (Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt, Zeit, dpa) (nhi)