VonJonah Reuleschließen
Das Bahnunternehmen Eurobahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben einen Tarifvertrag abgeschlossen. Beschäftigte müssen künftig weniger arbeiten.
Düsseldorf – Der Tarifstreit zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn ziehen sich bereits über mehrere Monate. Während GDL und die Deutsche Bahn weiterhin über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten verhandeln, vermeldete ein kleiner Konkurrent der Bahn aus NRW nun einen Erfolg. Das Bahnunternehmen Eurobahn und die GDL konnten sich bei den Tarifverhandlungen einigen. Beschäftigte müssen zukünftig weniger arbeiten. Eurobahn sieht darin eine Herausforderung. Für Reisende in NRW könnte die Einigung bei einem weiteren Streik der GDL bei der Deutschen Bahn Reisealternativen schaffen.
Eurobahn und GDL einigen sich auf Tarifvertrag – Wochenarbeitszeit sinkt bis 2029 auf 35 Stunden
Für die Beschäftigten der Eurobahn ändert sich bereits im Frühjahr 2024 etwas. So sollen das Monatsgehalt laut GDL am Mai 2024 um mindestens 260 Euro ansteigen. Im Januar 2025 dann nochmal um mindestens 160 Euro. Ab dem gleichen Zeitpunkt sollen dann auch die Zulagen für die Beschäftigten um zehn Prozent höher ausfallen, als bisher. Eine Sprecherin der Eurobahn bestätigte die Einigung mit der Lokführergewerkschaft.
Neben höheren Gehältern soll sich in Zukunft für die Beschäftigten auch bei der Arbeitszeit etwas ändern. So soll die Wochenarbeitszeit von den derzeit 38 oder gar 39 Stunden im neuen Tarifvertrag bis 2029 schrittweise auf nur noch 35 Stunden sinken. Beschäftigte hätten so mehr Freizeit. In den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn hatte die GDL ebenfalls eine Herabsenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden gefordert.
Eurobahn: Herabsenkung der Arbeitszeit ist eine Herausforderung
Die Herabsenkung der Arbeitszeit könnte laut Eurobahn noch einer Herausforderung werden. Denn bei einer geringeren Wochenarbeitszeit bräuchte Eurobahn mehr Personal. Laut der Sprecherin des Unternehmens könnte dabei jedoch der Fachkräftemangel in der gesamten Bahnbranche zu einem Knackpunkt werden.
Anders als bei der Deutschen Bahn sind Streiks bei der Eurobahn nach der Tarifeinigung zunächst einmal unwahrscheinlich. Für Reisende in NRW könnte sich das bei einem abermaligen GDL-Streik bei der Deutschen Bahn positiv auswirken. Mit Linien wie dem RE3 und dem RE13 betreibt Eurobahn einige Bahnlinien in NRW – diese könnten ähnlich die Züge von National Express im Streikfall zu einer Alternative für Reisende werden. Zwischen der Bahn und der GDL gilt noch bis zum 3. März eine Friedenspflicht. Danach könnte es neue Streiks geben. (jr mit dpa) Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.
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