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Arko, Hussel und Eilles müssen Insolvenz anmelden. Betroffen von den Pleiten der beliebten Süßwarenhändler sind 300 Filialen und 1200 Angestellte.
Norderstedt/Wahlstedt – Sie sind aus den Innenstädten und Hauptbahnhöfen kaum wegzudenken und dennoch könnte ein Abstecher in die beliebten Süßwarenläden bald Geschichte sein. Denn die Süßwaren-, Kaffee- und Teefirmen Arko, Hussel und Eilles der Deutschen Confiserie Holding haben erneut Insolvenz angemeldet.
Es ist die nächste Insolvenz einer bekannten Traditionsmarke binnen weniger Tagen und ein weiterer Fall einer andauernden Pleite-Welle, die durch Deutschland rollt. Zu Beginn der Woche musste bereits das Luxuskaufhaus KaDeWe wegen „exorbitant hoher Mieten“ Insolvenz anmelden. Mitte des Monats traf es zudem einen bekannten Modehändler. Nun müssen sich auch Hussel, Eilles und Arko den wirtschaftlichen Umständen beugen. Von den Pleiten der Firmen sind deutschlandweit 300 Filialen betroffen.
Beliebte Süßwarenhändler melden Insolvenz an: 1200 Mitarbeit bei Arko, Hussel und Eilles betroffen
Die Anträge beim Amtsgericht Norderstedt wurden am Freitag im offiziellen Insolvenzportal „Insolvenzbekanntmachungen“ veröffentlicht. Grund für die Insolvenz ist offenbar, dass der Einzelhandel seit Monaten mit der schlechten Konsumstimmung im Land kämpft. Es ist der zwei Insolvenzantrag binnen weniger Jahre. Vor drei Jahren hatten die Arko, Eilles und Hüssel wegen der Corona-Krise Insolvenz anmelden müssen.
Daraus haben sich auch Folgen für die Fachhändler Arko, Hussel und die J. Eilles GmbH & Co. KG. ergeben, die zu diesem Schritt geführt haben. Betroffen von der Insolvenz der beliebten Süßwarenhändler seien laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ rund 1200 Mitarbeiter. Deren Löhne und Gehälter sind zunächst über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Was in Zukunft mit den Angestellten und den Filialen geschieht, ist bisher nicht bekannt.
Arko meldet Insolvenz an: Nächste Traditionsmarke nach Sportscheck und Galeria pleite
Gesichert ist nur, dass es nach Insolvenzen von Arko, Hussel und Eilles neben Galeria und Sportscheck weitere Traditionsunternehmen in Deutschland trifft, die allerdings nicht zu den insolventen Firmen der Signa-Gruppe von René Benko zählen. Dennoch befinden sich die Mitarbeiter nach der zweiten Insolvenz der Tochterfirmen der Deutschen Confiserie Holding ebenso im Schwebezustand, wie jene von Galeria Karstadt Kaufhof nach dem erneuten Insolvenzantrag.
Doch nicht nur deutschlandweit bekannte Traditionsmarken geraten finanziell in Schieflage, auch ein deutscher Getränkehersteller musste in Anfang Januar nach 75 Jahren Insolvenz anmelden.
Rubriklistenbild: © Axel Heimken

