VonAmy Walkerschließen
In regelmäßigen Abständen steigt die Steuer auf Zigaretten, E-Zigaretten und andere Tabak-Substitute. Auch 2024 gibt es eine Erhöhung - aber nicht auf alles.
Berlin - Knapp 60 Milliarden Zigaretten wurden von Januar bis Ende November 2023 in Deutschland verkauft. Das klingt nach viel - ist aber rund zwei Prozent weniger als noch im Jahr davor. Im Jahr 2022 wurden sogar 65 Milliarden Zigaretten verkauft.
Dass Rauchen schädlich ist, weiß jeder, und dennoch gibt es immer noch genug Menschen, die es weiterhin tun. Um das Rauchen unattraktiver zu machen, werden seit einigen Jahren schrittweise die Steuern auf Tabak und tabakähnliche Produkte erhöht. Auch 2024 steht eine Steuererhöhung daher ins Haus.
Steuer auf Zigaretten steigt nicht - auf Liquids aber schon
Für die meisten Rauchprodukte ist das Jahr 2024 eher eine Steuerpause: zum ersten Mal seit Januar 2022 sieht das Tabaksteuergesetz auf Zigaretten, Zigarillos und Pfeifentabak keine Steuererhöhung vor. Ab 2025 geht es für diese Produkte dann mit den Steuererhöhungen weiter.
Doch für die sogenannten „Substitute für Tabakwaren“ gilt das nicht. Zu diesen Substituten gehören:
- Liquids
- Aromen
- Nikotinshots
- Basen
Das betrifft im Wesentlichen also die Stoffe, die bei E-Zigaretten und Dampfern zum Einsatz kommen. Die werden ab 1. Januar 2024 nochmal höher besteuert, und zwar steigt der Steuersatz auf 20 Cent je Milliliter. Liquids werden in unterschiedlichen Packungsgrößen verkauft. Für ein Fläschchen à 10 ml steigt der Preis ab Januar um zwei Euro, für ein 50-ml-Fläschchen kommen zehn Euro darauf.
Tabaksteuer steigt bis 2026 stetig: Das ist die Übersicht
Ende 2024 wird es dann für alle Tabakprodukte nochmal teurer. Laut Tabaksteuergesetz sind folgende Steuererhöhungen geplant:
| Steuer auf... | Zigaretten | Feinschnitt | Pfeifentabak | Substitute |
| bis Ende 2024 | 11,15 Cent/Stk | 54,39 Euro/Kg | 19 Euro/Kg | 20 Cent/ml |
| 2025 | 11,71 Cent/Stk | 57,85 Euro/Kg | 21 Euro/Kg | 26 Cent/ml |
| ab 2026 | 12,28 Cent/Stk | 61,58 Euro/Kg | 23 Euro/Kg | 32 Cent/ml |
Nach Angaben des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse rauchen in Deutschland immer weniger Menschen, und Raucher reduzieren ihren Konsum. Tabakkonsumenten griffen außerdem zu günstigeren Großpackungen oder billigeren Marken. Dieser Trend sei auch 2023 ungebrochen, wie die Absatzstatistik für Steuerzeichen zeige.
Der Anteil von nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten betrage derzeit 18,7 Prozent und liege damit stabil auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Der Verband sieht darin ein Indiz, dass der Raucheranteil in der Bevölkerung nach der Pandemie nicht überproportional gestiegen sei.
Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

