VonJonah Reuleschließen
Für Donnerstag (1. Februar) wurden bundesweite Streiks an Flughäfen angekündigt. In Köln/Bonn und Düsseldorf kommt es zu etlichen Flugausfällen.
Köln/Düsseldorf – Wer am Donnerstag (1. Februar) in den Urlaub oder zu einem Geschäftstermin fliegen will, sollte sich auf Verzögerungen einstellen. Denn die Gewerkschaft Verdi hat an den größten deutschen Flughäfen zu einem Streik in der Luftsicherheitsbranche aufgerufen. Auch der Flughafen Köln/Bonn und der Flughafen Düsseldorf in NRW werden bestreikt. Reisende müssen sich laut den Flughafenbetreibern auf erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr einstellen. Auch Flugausfälle seien möglich.
Streiks an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf
► Was? Streiks beim Luftsicherheitspersonal an Flughäfen
► Wann? Am Flughafen Köln/Bonn soll der Streik bereits am Mittwochabend (31. Januar) um 21 Uhr beginnen. Am Flughafen Düssseldorf soll am Donnerstag, 1. Februar, ab 0 Uhr ganztägig gestreikt werden
► Welche Flughäfen sind betroffen? Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig und Stuttgart
► Auswirkungen? Am Flughafen Köln/Bonn finden im Streikzeitraum 86 Passagierflüge (46 Starts, 40 Landungen) nicht statt. Auch am Flughafen Düsseldorf ist mit erheblichen Einschränkungen und Flugausfällen zu rechnen, dort fallen nach aktuellem Stand 101 Flüge aus.
► Was müssen Reisende tun? Informieren Sie sich rechtzeitig vor Abflug bei der Airline, ob ihr Flug trotz Streik stattfindet
Stand der Informationen: Mittwoch, 1. Februar, 19:45 Uhr
Verdi ruft zu Streik an Flughäfen auf – diese Flüge sind am Flughafen Köln/Bonn betroffen
Am Mittwochabend (31. Januar) hat sich der Flughafen Köln/Bonn zum bevorstehenden Verdi-Streik geäußert. „Wegen des angekündigten Streiks kommt es am Flughafen Köln/Bonn zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und zahlreichen Flugstreichungen. Im Streikzeitraum finden in Köln/Bonn nach aktuellem Stand (18:00 Uhr) 86 Passagierflüge (46 Starts, 40 Landungen) nicht statt. Es kann darüber hinaus zu weiteren Flugstreichungen oder Umleitungen kommen.
Regulär geplant waren für den Streikzeitraum insgesamt 113 Passagierflüge (53 Starts, 60 Landungen)“, heißt es weiter. „Passagiere, die für Donnerstag einen Flug von oder nach Köln/Bonn gebucht haben, werden gebeten, sich bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den Status ihres Fluges zu informieren, bevor sie zum Flughafen anreisen“, rät der Flughafenbetreiber. Am Freitag (2. Februar) wird dann im ÖPNV gestreikt – auch in Köln und Düsseldorf. Zahlreiche Busse und Bahnen fahren nicht.
Bundesweiter Streik an Flughäfen – Flughafen Düsseldorf bietet reduzierten Flugplan an
In Düsseldorf sollten am Donnerstag laut Plan rund 290 Starts und Landungen stattfinden – nun gilt am Airport in der NRW-Landeshauptstadt ein reduzierter Flugplan. Darauf habe sich der Flughafen gemeinsam mit seinen Airline-Partnern geeinigt. „Von den rund 290 planmäßigen Flugbewegungen am Donnerstag, 1. Februar, werden nach aktuellem Stand 189 (82 Starts, 107 Landungen) stattfinden“, erklärt der Flughafen – heißt auch: Über 100 fallen aus.
Verdi-Streik an Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf – das sagen Lufthansa, Eurowings und Co.
Auch Fluggesellschaften wie Lufthansa und Eurowings äußerten sich bereits zum bevorstehenden Streik.
„Gäste, die am 1. Februar ihre Flugreise an den Flughäfen Frankfurt, Hamburg, Bremen, Berlin, Leipzig, Dresden und Erfurt beginnen wollen, empfehlen wir nachdrücklich, nicht zum Flughafen zu kommen“, teilte die Lufthansa mit (Stand: 31. Januar). Wie genau der Streik sich auf den Flugplan der Airline auswirkt, werde derzeit noch geprüft. Weitere Informationen zu betroffenen Flügen will die Lufthansa auf ihrer Website und in ihrer Kundenapp mitteilen. Dort finden Passagiere zudem entsprechend aktuelle Informationen.
Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings sieht es ähnlich aus. „Aufgrund der Streikmaßnahmen ist mit massiven Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und Flugausfällen zu rechnen. An den Fluggastkontrollen wird es voraussichtlich zu deutlichen Verzögerungen kommen“, erklärt Eurowings in einer Mitteilung. Sobald nähere Informationen zu den Streikauswirkungen vorliegen, will die Airline betroffene Kunden darüber informieren und Alternativen anbieten. Die Gepäckaufgabe am Vorabend entfällt laut Mitteilung am Mittwoch, 31. Januar, sowie am Donnerstag, 1. Februar, aufgrund des Streiks. Auch Umbuchungen auf die Bahn seien möglich, so Eurowings. Die Airline geht davon aus, „dass der Flugbetrieb bereits am Freitag wieder weitestgehend normal durchgeführt werden kann“. (jr mit dpa)
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