Manager vor dem Aus

Porsche steckt in der Krise und will sich gleich von zwei Vorständen trennen

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Ein Umbruch bei Porsche bahnt sich an. Zwei Vorstände stehen vor dem Aus. Die Gründe sind vielfältig.

Stuttgart - Die VW-Tochter Porsche plant eine Umstrukturierung im Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Porsche wurde beauftragt, mit zwei Vorständen über ein einvernehmliches und vorzeitiges Ausscheiden zu verhandeln. Das gab der Sportwagenhersteller aus Stuttgart in einer Pflichtmitteilung an die Börse bekannt.

Die zehn größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ist mit weltweit rund 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Christian Johner/dpa
Das Logo des Technikkonzerns Bosch vor der Konzernzentrale
Technologiekonzern Bosch beschäftigt weltweit mehr als 420.000 Mitarbeiter.  © Inga Kjer/dpa
Beschilderung in der Zentrale der Mercedes-Benz Group AG in Stuttgart-Untertürkheim.
Beim Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Benz sind mehr als 172.000 Mitarbeiter angestellt. © Corporate Communication (MS/CC)
Drei Fahnen mit dem Logo der ZF Friedrichshafen AG wehen vor dem Forum und der Verwaltungszentrale des Konzerns.
Autozulieferer ZF Friedrichshafen beschäftigt rund 164.000 Mitarbeiter weltweit.  © Felix Kästle/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
SAP ist das größte europäische Softwareunternehmen und hat rund 112.000 Angestellte.  © Uwe Anspach/dpa
Martin Daum, der Vorstandsvorsitzende des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck, steht vor der Firmenzentrale bei Stuttgart vor einem eActros Lastwagen.
Daimler Truck hat fast 105.000 Mitarbeiter und gilt als Weltmarktführer im Bereich der Nutzfahrzeuge.  © Bernd Weißbrod/dpa
Eine Mitarbeiterin des Handelskonzerns Würth trägt in einem Gang eines Hochregallagers eine Palette auf einem Gabelstapler.
Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik und beschäftigt mehr als 85.600 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen
Mahle ist mit rund 71.620 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer Deutschlands.  © Marijan Murat/dpa
Die Firmenzentrale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe.
dm ist der größte Drogeriekonzern Deutschlands und beschäftigt rund 66.000 Mitarbeiter. © Uli Deck/dpa
Ein Schild mit dem Schriftzug "Freudenberg" hängt in Weinheim an einem Bürogebäude des Technologiekonzerns Freudenberg.
Mischkonzern Freudenberg ist gleich in mehreren wichtigen Branchen tätig und beschäftigt fast 51.500 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa

Porsche kämpft mit schwachen Verkaufszahlen in China

Betroffen sind Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und verantwortlich für Finanzen und IT, sowie Detlev von Platen, Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing. Meschke hatte im vergangenen Jahr eine düstere Prognose gezeichnet, wonach das Verbrenner-Aus Deutschland zum „Armenhaus in Europa“ mache. Eine Begründung für den geplanten Schritt wurde in der Mitteilung nicht genannt. Eine Sprecherin des Autobauers wollte ebenfalls keine Details nennen.

Porsche will sich von den beiden Vorstandsmitgliedern Detlev von Platen (links) und Lutz Meschke trennen. (Fotomontage)

Der Aktienkurs von Porsche hat in der Vergangenheit stark gelitten. Der Sportwagenhersteller hat unter anderem mit schwachen Verkaufszahlen in China zu kämpfen. Einem Bericht zufolge hat Porsche ein Sparprogramm festgelegt, dem eine vierstellige Zahl an Arbeitsplätzen zum Opfer fallen könnte.

Meschke soll laut Bericht auf Vorstandsvorsitz bei Porsche schielen

Die geplante Auflösung des Vertrags des Finanzvorstands wird laut Bild auf Meschkes angebliche Ambitionen für den Vorstandsvorsitz bei Porsche zurückgeführt. Das Verhältnis zwischen dem 58-Jährigen und dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume scheint schon seit einiger Zeit angespannt zu sein. Dies gilt insbesondere, seit Blume auch die Leitung von Europas größtem Automobilhersteller Volkswagen übernommen hat.

Laut Informationen aus Aufsichtsratskreisen soll der Finanzvorstand nun auch die Unterstützung der beiden Eigentümerfamilien Porsche und Piëch verloren haben. Meschke gehört seit 2009 dem Vorstand an. Im Jahr 2015 wurde der Betriebswirt zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Gleichzeitig ist er im Vorstand der Porsche Automobil Holding SE für das Beteiligungsmanagement verantwortlich.

Die Porsche SE hält die Mehrheit der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern und ist direkt am Sportwagenhersteller Porsche AG beteiligt. Ein Sprecher der Porsche SE wollte die Entwicklungen beim Sportwagenbauer und mögliche Konsequenzen für die Beteiligungsgesellschaft nicht kommentieren. (df mit dpa)

Rubriklistenbild: © Jason Szenes/dpa & Marijan Murat/dpa

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