VonKilian Bäumlschließen
Zu Spitzenzeiten war er fünffacher Milliardär, davon ist laut Forbes kein einziger Dollar übrig. Wie pleite Benko wirklich ist, zeigt sich vor Gericht.
München – Die Geschichte des österreichischen Immobilien-Unternehmers René Benko könnte wohl aus Hollywood stammen. Aus einfachen Verhältnissen in Österreich arbeitet er sich an die Spitze der Immobilien-Branche. Mit der von ihm gegründeten Signa Holding machte sich Benko weltweit einen Namen. Eine „vom Tellerwäscher zum Millionär“-Story, die nach der Insolvenz der Signa Holding im totalen Absturz endet. Zu Spitzenzeiten soll Benko über ein Vermögen von rund 5,5 Milliarden Euro verfügt haben. Im Jahr 2023 wurde ihm der Status des Milliardärs entzogen, inzwischen schätzt Forbes sein Vermögen auf 0 Dollar.
Kein Geld, kein Grundstück, kein Haus und kein Auto: René Benko verliert nach Signa-Pleite alles
Benko war in Wirtschaft und Politik gut vernetzt, doch all seine Kontakte konnten ihm am Ende nicht mehr helfen. Der endgültige Konkurs der Signa Holding bedeutete das Ende für René Benko. Der frühere Milliardär muss sich jetzt vor Gericht in Innsbruck verantworten, nachdem 28 Gläubiger gegen ihn geklagt hatten, die rund zwei Milliarden Euro fordern. Dort wird es eng für Benko, denn dem Signa-Gründer droht ein Paukenschlag.
Wie schlecht es um seine Finanzen wirklich steht, wurde in einer Vermögensaufstellung deutlich. Diese soll Benko selbst angefertigt und dem Gericht vorgelegt haben. Wie die österreichische Zeitung Heute mit Bezug auf einen Insider schreibt, sollen sich in der Aufstellung keine Wertgüter befunden haben., also weder ein Haus oder ein Auto.
Vor Gericht in Innsbruck zeigt sich: Vom Luxusleben ist nichts mehr übrig – doch wo ist Benkos Vermögen?
Tatsächlich werden laut Business Insider sowohl die Luxusvilla als auch die Yacht von Benko verkauft, letzteres demnach für stolze 40 Millionen Euro. Was sich Benko für privaten Luxus leistete, erschütterte andere Unternehmer. Die Vermögenswerte von Benko zu ermitteln ist jedoch keine leichte Aufgabe, denn Vermögen in Millionenhöhe soll verschleiert und versteckt worden sein.
Zudem ist der frühere Unternehmer ist an mehreren Stiftungen beteiligt, wo er derzeit für 3700 Euro netto im Monat arbeiten soll. Von den Stiftungen selbst dürfen die Gläubiger nur Geld einfordern, wenn sich eine betrügerische Insolvenz von Benko nachweisen lässt. (kiba)
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