Frauen und Männer unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise an Finanzthemen. Finanzexpertin Margarethe Honisch bestätigt diese Beobachtungen.
Fast jede zweite Frau in Deutschland fühlt sich bei Finanzthemen unsicher. Nur 52 Prozent der Frauen mittleren Alters geben an, sich „eher“ oder „vollkommen“ mit Finanzen auszukennen – bei den Männern sind es 73 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Finanzstudie von Verivox.
Doch es geht nicht nur um Wissen. Männer und Frauen unterscheiden sich auch darin, wie sie sich informieren und wie sie den Weg zu finanzieller Unabhängigkeit gestalten.
Finanzwissen bei Männern ausgeprägter
Nach eigener Einschätzung kennen sich 48 Prozent der Frauen kaum oder gar nicht mit Finanzthemen aus. Bei Männern liegt dieser Anteil nur bei 32 Prozent. Während Männer häufig auf spezielle Websites, Finanz-Apps oder Zeitschriften setzen, suchen Frauen lieber den persönlichen Austausch: 39 Prozent befragen Familie und Freunde, 36 Prozent holen sich Rat bei Bankberaterinnen und Bankberatern.
Finanzexpertin Margarethe Honisch von Fortunalista bestätigt diese Beobachtungen aus eigener Erfahrung: „Viele Frauen trauen sich einfach nicht an das Thema Finanzen ran. Zu groß ist die Angst, etwas nicht zu verstehen oder Fehler zu machen. Deshalb suchen sie oft gezielt den Austausch mit anderen. Das erleben wir regelmäßig in unseren Finanz-Coachings: Während Finanzwissen natürlich eine zentrale Rolle spielt, ist der Austausch untereinander essenziell, um Vorurteile und Ängste abzubauen.“
Finanzielle Lage: Frauen im Nachteil
Die Verivox-Studie zeigt auch: Frauen schätzen ihre finanzielle Lage deutlich kritischer ein als Männer. 36 Prozent der Frauen bewerten ihre wirtschaftliche Situation als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“, während dieser Anteil bei Männern niedriger ist. Nur sieben Prozent der Frauen sagen, ihre finanzielle Lage sei „sehr gut“ – bei den Männern sind es 13 Prozent.
Besonders alarmierend: Gut zwei Drittel der Frauen (68 Prozent) wünschen sich gesetzliche Änderungen bei der Lohngleichheit, um ihre finanzielle Unabhängigkeit zu stärken. Laut Koalitionsvertrag ist dies bislang nicht vorgesehen.
Sparverhalten: Frauen sparen zurückhaltender
Auch beim Spar- und Investitionsverhalten zeigen sich Unterschiede: Während 27 Prozent der Männer zwischen 11 und 20 Prozent ihres Einkommens zurücklegen, schaffen das nur 21 Prozent der Frauen. Vier von zehn Frauen sparen sogar weniger als 10 Prozent ihres Einkommens – jede Fünfte spart überhaupt nicht regelmäßig.
Content-Partnerschaft
Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit Fortunalista. Fortunalista ist eine auf Finanzbildung spezialisierte Plattform, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt und unabhängig in die Hand zu nehmen. Aus jahrelanger Erfahrung weiß Fortunalista, welche Hürden und psychologischen Stolperfallen Frauen auf dem Weg zu finanzieller Sicherheit begegnen – und wie sie diese erfolgreich überwinden können. Durch Workshops, Kurse und das Fortunalista Bootcamp vermittelt das Unternehmen praxisnahes Wissen, das Frauen befähigt, souveräne und nachhaltige finanzielle Entscheidungen zu treffen.
Für Fortunalista-Gründerin Honisch steht fest: „Frauen brauchen gezielte Angebote, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Selbstvertrauen stärken. Nur so können wir die bestehenden Lücken beim Investieren und Sparen langfristig schließen.“ Wer nicht weiß, wo sie anfangen soll, kann ganz einfach den ersten Schritt machen, indem sie mit Freundinnen über Finanzen spricht. Fragen wie: „Wie und wobei sparst du dein Geld?“, „Hast du ein Tagesgeldkonto?“ oder „Hast du ein Sparziel?“ helfen, ohne Berührungsängste ins Gespräch zu kommen.
Mit leichten Fragen aus dem Alltag und einem offenen Erfahrungsaustausch lassen sich erste Hürden schnell abbauen – und der Weg zu mehr finanzieller Selbstständigkeit wird deutlich einfacher.
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