Sparen 2025

Lohnt sich Sparen noch? So bauen Sie ein Vermögen auf

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Zu sehen ist eine Hand mit Lupe über einem Kontoauszug (Symbolfoto). Immer einen guten Zins bekommen und so mit wenig Risiko Vermögen aufbauen. Klingt verlockend – es gibt aber einen Haken.
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  • Emil Nefzger
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Immer einen guten Zins bekommen und mit wenig Risiko Vermögen aufbauen. Klingt verlockend – es gibt aber einen Haken.

Berlin – 1,43 Prozent pro Jahr: Das wäre momentan kein bombastischer Tagesgeld-Zins. Aber viel mehr als Ihnen derzeit diverse Sparkassen und Banken anbieten. Diesen Zins hätten Sie im Schnitt erzielt, wenn Sie Ihr Geld die letzten 25 Jahre in einen Geldmarkt-ETF, wie Finanztip ihn empfiehlt, gesteckt hätten. So ein ETF bildet den Referenzzinssatz Eonia (Euro OverNight Index Average) nach.

1,43 Prozent pro Jahr trotz Minus-Phase

Unsere Analysen zeigen, dass er in den vergangenen Jahren meist nah an den besten Standardzinsen für Tagesgeld lag. Er ist also auch ein guter Indikator für die Höhe eines guten Zinses aufs Tagesgeld.

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Der Geldmarkt-ETF hätte Ihnen die durchschnittlichen 1,43 Prozent pro Jahr gebracht, obwohl er zwischendurch negative Rendite (also Minus) gemacht hätte. Das passiert nämlich in der Regel, wenn der EZB-Leitzins für Einlagen unter 0,5 Prozent pro Jahr fällt.

Das kam beispielsweise während der 2010er-Jahre vor. Diese Niedrigzinsphase können Sie gut in unserer Grafik erkennen, sie ging erst mit der Zinswende nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zu Ende.

Grafik Entwicklungen Zinssatz

In unserer Grafik sehen Sie die Entwicklung des Eonia (orange). Sie zeigt Ihnen, welchen Zinssatz Sie zum jeweiligen Zeitpunkt auf das Geld bekommen hätten, das Sie in den Geldmarkt-ETF investiert hätten. Der Zinssatz ist dabei aufs Jahr hochgerechnet.

Verkaufen, Geld parken und auf steigenden Leitzins warten

Übrigens: Das Minus durch Leitzinsen nahe der Null-Linie können Sie umgehen, indem Sie Ihre Anteile verkaufen und das Geld auf einem Konto parken. Bekommen Sie dort keine Zinsen, lohnt sich das trotzdem minimal. Und sobald der Leitzins wieder über 0,5 Prozent steigt, schieben Sie das Geld zurück in den Geldmarkt-ETF.

Statt 1,43 Prozent pro Jahr hätten Sie über die vergangenen 25 Jahre so immerhin 1,57 Prozent pro Jahr herausgeholt. Macht bei 10.000 Euro anstatt gut 14.156 Euro rund 14.871 Euro. Klar, etwas mehr, aber auch nicht die Welt – und zu wenig, um langfristig Vermögen aufzubauen.

Warum die zweite Kurve entscheidend ist

Denn die Inflation, also die langsam schwindende Kaufkraft Ihres Geldes, können Sie damit nicht abhängen. Auch das zeigt Ihnen unsere Grafik: Die Inflation lag den Großteil der 25 Jahre über der Rendite eines Geldmarkt-ETFs. Im Schnitt waren es 1,9 Prozent pro Jahr.

Bedeutet für Sie: Nur mit einem Geldmarkt-ETF oder nur Tagesgeld wird Ihnen kein Vermögensaufbau gelingen. Denn die Inflation frisst Ihre Zinsgewinne aus dem Geldmarkt-ETF einfach auf. Auch mit dem Geldmarkt-ETF hat Ihr Geld über die 25 Jahre an Kaufkraft verloren.

Der sollte daher nur der Sicherheitsbaustein Ihrer Geldanlage sein. Für die Rendite ist Ihr weltweiter Aktien-ETF zuständig. Der sollte Ihnen durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr bringen – und damit genug, um langfristig die Inflation abzuhängen und wirklich Vermögen aufzubauen.

Den richtigen Aktien-ETF zu finden, ist ganz einfach: Mit unserem ETF-Finder kommen Sie mit ein paar Klicks zum passenden ETF. Vorher brauchen Sie aber noch ein Wertpapierdepot. Unsere Preis-Leistungssieger sind Smartbroker+ und Traders Place.

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Dieser Artikel liegt IPPEN.MEDIA im Zuge einer Kooperation mit Finanztip, Deutschlands führendem Geldratgeber, vor – das Original zu diesem Beitrag „So “viel” haben Dir gute Sparzinsen wirklich gebracht“ stammt aus dem wöchentlichen Finanztip Newsletter vom 22. August 2025.

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