Bis Mittwoch, 21. Februar, 7 Uhr

Lufthansa-Streik am Dienstag – welche Flüge ausfallen

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Die Gewerkschaft Verdi hat das Lufthansa-Bodenpersonal zum Streik am Dienstag (20. Februar) aufgerufen. Auch die großen NRW-Flughäfen sind betroffen.

Köln – Der nächste Streik bei der Fluggesellschaft Lufthansa steht bevor. Wie die Gewerkschaft Verdi am Sonntag (18. Februar) mitteilt, ist das Bodenpersonal der Airline seit Dienstagmorgen (20. Februar) zum Streik aufgerufen. „Der Warnstreik für die passagiernahen Bereiche beginnt am Dienstag, dem 20. Februar 2024 ab 4 Uhr und endet am Mittwoch, dem 21. Februar 2024 um 7:10 Uhr“, teilt Verdi mit. Betroffen sind in NRW auch der Flughafen Köln/Bonn sowie der Flughafen Düsseldorf.

  • Was? Verdi ruft das Lufthansa-Bodenpersonal zum Streik auf.
  • Wann? Dienstag, 20. Februar, 4 Uhr bis Mittwoch, 21. Februar, 7:10 Uhr.
  • Wo? Unter anderem an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf.

Flughäfen Düsseldorf und Köln äußern sich zum Lufthansa-Streik – „Informieren Sie sich bei Ihrer Airline“

Der Flughafen Düsseldorf wies am Sonntagabend (18. Februar) bereits auf den bevorstehenden Streik hin. „Lufthansa-Warnstreik am Dienstag, 20. Februar 2024. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Airline oder Ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand Ihres Fluges“, hieß es dort. Am Montag (19. Februar) erklärte der Airport in einer weiteren Mitteilung: „Nach dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi hat Lufthansa ihre für Dienstag, 20. Februar, geplanten 17 Umläufe nach Frankfurt und München annulliert.“

Das Lufthansa-Bodenpersonal ist von Verdi für Dienstag (20. Februar) zum Streik aufgerufen (Symbolbild).

Auch beim Flughafen Köln/Bonn äußerte man sich am Montagmorgen zum bevorstehenden Streik. „Aufgrund des angekündigten ver.di-Warnstreiks der Bodenbeschäftigten der Lufthansa fallen am Flughafen Köln/Bonn am morgigen Dienstag Flüge der Airline von und nach München aus. Von regulär 14 geplanten Verbindungen (7 Starts, 7 Landungen) sind 12 gestrichen worden (6 Starts, 6 Landungen; Stand: 12 Uhr). Fluggäste, die einen Flug von Köln/Bonn nach München oder in umgekehrter Richtung gebucht haben, werden gebeten, sich bei Fragen an die Airline zu wenden“, heißt es vom Konrad-Adenauer-Flughafen.

Lufthansa rechnet mit vielen Flugausfällen – Reisende sollen sich vor Abflug informieren

Die Lufthansa rechnet im Zuge des Streiks mit großen Auswirkungen im eigenen Flugverkehr. „Aufgrund des Streiks gehen wir aktuell davon aus, dass insbesondere am 20. Februar nur etwa 10 bis 20 Prozent des Lufthansa Airline Flugprogramms durchgeführt werden können“, teilte die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mit. Passagiere, deren Flüge vom Streik betroffen sind, werden per Mail oder in der Lufthansa-App darüber informiert.

Reisende, die einen Flug innerhalb Deutschlands oder einen Flug von einem deutschen Flughafen nach Basel gebucht haben, können ihr Flugticket laut Lufthansa in eine Fahrkarte der Deutschen Bahn umbuchen. Welche Flüge vom Verdi-Streik konkret betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Daher wandte sich die Lufthansa vorab mit einer wichtigen Bitte an ihre Passagiere: „Bitte kommen Sie am 20. Februar nur dann zum Flughafen, wenn Ihr Flug nicht annulliert worden ist. Aufgrund des Streiks sind die Umbuchungsschalter leider nicht besetzt“, so die Airline.

Verdi-Streik dürfte für Flugausfälle und Verspätungen sorgen – Gewerkschaft fordert mehr Gehalt

Da alle Bodenbeschäftigten von der Wartung bis zur Passagier- und Flugzeugabfertigung zum Warnstreik aufgerufen werden, wird es laut Verdi voraussichtlich zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen. Auch an den Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Berlin und Stuttgart kommt es zu Einschränkungen. Verdi fordert für seine 25.000 Beschäftigten bei der Lufthansa am Boden unter anderem 12,5 Prozent mehr Gehalt und mindestens 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21. Februar 2024 in Frankfurt am Main statt.

Erst Anfang Februar war es an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf bereits zu einem Verdi-Streik gekommen. Dieser Text wird laufend aktualisiert. (mo)

Rubriklistenbild: © Ardan Fuessmann/Imago

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