VonPatrick Freiwahschließen
VW stellt auf der IAA eine sehenswerte Studie als Ausblick auf einen elektrischen GTI vor. Dazu verkündet der Konzern einen zukunftsweisenden Strategiewechsel.
Wolfsburg/München – Wie würde ein elektrischer VW Polo GTI aussehen? Die Antwort darauf gibt es auf der IAA Mobility 2023. Volkswagen blickt mit einer Studie auf den GTI der Zukunft. Es handelt sich um die Vision namens ID.GTI Concept, als sportliche Variante des VW ID.2 - der unterhalb des ID.3 im Kleinwagenformat erscheinen wird. Die geschichtsträchtige Bezeichnung des Showcars soll dem Vernehmen nach auch im späteren Serienmodell als VW GTI Einzug erhalten.
VW präsentiert auf der IAA aufregende GTI-Studie - Ausblick auf ID.2
Übereinstimmenden Berichten zufolge werden die reinrassigen GTI-Modelle bei VW nämlich ins Elektro-Zeitalter übertragen – und das „I“ künftig für „Intelligence“ statt „Injection“ (Einspritz-Technologie) stehen. Welche Bedeutung das Projekt hat, erklärt der Chefdesigner der Kernmarke: „Volkswagen hat eine reiche Geschichte. Stabilität, Sympathie und Begeisterung machen Volkswagen zu einer beliebten Marke – und das ist auch die DNA unserer Performance-Modelle“, so Andreas Mindt in einer Pressemitteilung.
Fans dürfen mit einem elektrischen Pendant des Polo GTI offenbar spätestens 2027 rechnen, der VW ID.2 GTI wird auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) entstehen. „Elektrisch, vollvernetzt und superemotional“ soll der Elektrosportler werden – der letzte Punkt dürfte die Entwickler durchaus vor eine große Herausforderung stellen: Traditionelle Puristen – und davon gibt es viele – vermissen den Klang von PS-starken Verbrennermotoren und bescheinigen Elektroautos fehlenden Charakter.
Dabei haben die Macher der Studie ID.GTI Concept neben dem GTI-Logo weitere pfiffige Details integriert, als Erinnerung an vergangene Zeiten: wie zum Beispiel einen Golfball in der Felgenmitte sowie ein altbekanntes Wabenmuster an der unteren Fahrzeugfront.
Volkswagen auf Kundenfang - mit neuer Designstrategie
Dazu gibt Volkswagen abseits der IAA eine strategische Neuausrichtung bekannt. In der Vergangenheit wurde der Konzern oftmals für seine austauschbaren Modelle kritisiert, mitsamt mangelnder Differenzierung in Sachen Design. Das soll sich ändern: Künftig soll die Formensprache bei Auto-Neuheiten entsprechende „Leitplanken“ für die Markenauftritte bilden. Zwei von VW kommunizierte „Designprinzipien“ stehen hierbei im Mittelpunkt: Die Qualität des Designs soll steigen, dazu kommt eine stärkere Unterscheidbarkeit von Fahrzeugen gegenüber den Modellen der Konzernschwestern.
Volkswagen-Chef Oliver Blume möchte mit der neuen Ausrichtung im Konzern mehr Kunden begeistern, die (auch) aus Designgründen bisher Produkte anderer Autobauer wählten: „Mit geschärften Designidentitäten gestalten wir markante Produkte und steigern die Differenzierung der Marken. Im Exterieur, Interieur und digitalen Auftritt. VW wird zu einem designgetriebenen Unternehmen.“ Mitunter soll dazu beitragen, dass Design-Verantwortliche einer Konzernmarke (Audi, Porsche, Seat, Skoda etc.) von nun an enger als bisher mit dem jeweiligen CEO zusammenrücken.
Derweil gibt es konkrete Infos zum VW Golf 9 (ggf. ID.Golf): Mit der nächsten Generation soll alles anders werden. (PF)
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