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Im Monat März ist viel los am Himmel: Nach der Mondfinsternis ist eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Die Fakten zum Himmelsspektakel.
Frankfurt – In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit der Orbitalmechanik von Sonne, Erde und Mond zusammen, die auch dafür sorgen, dass man nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis oder Mondfinsternis zu Gesicht bekommt. Dafür ist es im März 2025 gleich zweimal so weit: Zuerst kann man am 14. März eine Mondfinsternis bewundern. Die ist in Deutschland nur schwer und nur partiell zu sehen – in den USA beispielsweise kann man jedoch eine totale Mondfinsternis mit „Blutmond“ bewundern.
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Sonnenfinsternis am 29. März: Wie viel Prozent der Sonne werden verdunkelt?
Nur 15 Tage später, am 29. März 2025, findet dann die dazugehörige Sonnenfinsternis statt (die Sonnenfinsternis im Liveticker). Dabei verfinstert sich die Sonne in Deutschland um bis zu 21 Prozent – je weiter nordwestlich man die Sonnenfinsternis beobachtet, ein desto größere Fläche der „Sonnenscheibe“ wird verdunkelt. Während in München gerade einmal zehn Prozent der Sonne hinter dem Neumond verschwinden, sind es in Frankfurt etwa 16,5 Prozent und in Kiel schon 21 Prozent. Im Osten Kanadas ist die Bedeckung der Sonne am größten: Dort werden mehr als 90 Prozent der Sonne verdeckt.
| Ort | maximale Bedeckung | Uhrzeit |
|---|---|
| Kiel | 21,2 % um 12.19 Uhr |
| Hamburg | 20,1 % um 12.18 Uhr |
| Frankfurt | 16,5 % um 12.12 Uhr |
| Berlin | 14,7 % um 12.21 Uhr |
| Köln | 19,8 % um 12.11 Uhr |
| Kassel | 17,3 % um 12.15 Uhr |
| München | 10,3 % um 12.13 Uhr |
| Quelle: VdS |
Der Zeitplan der Sonnenfinsternis in Frankfurt am Main
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der eigentlich „unsichtbare“ Neumond vor die Sonne und verdeckt für kurze Zeit einen Teil oder die gesamte Sonne. Am 29. März findet die Sonnenfinsternis zur Mittagszeit statt, weshalb die Sonne – ein klarer Himmel vorausgesetzt – gut am Himmel zu sehen sein wird, da sie sehr hoch steht (bei schlechtem Wetter: die Sonnenfinsternis im Livestream). Allerdings verschieben sich die Uhrzeiten, zu denen die Finsternis beginnt, endet oder ihr Maximum erreicht, je nach Beobachtungsort um einige Minuten.
| Uhrzeit | Was passiert in Frankfurt/Main? |
|---|---|
| 11.21 Uhr: | Erster Kontakt: Der Rand der Mondscheibe berührt die Sonnenscheibe |
| 12.11 Uhr: | Höhepunkt der Sonnenfinsternis |
| 13 Uhr: | Letzter Kontakt: Die Mondscheibe verlässt den Rand der Sonnenscheibe. |
| Quelle: timeanddate.de |
Sicherheit geht vor: Eine Sonnenfinsternis nur mit dem richtigen Augenschutz beobachten
Auch wenn es verlockend erscheint, sollte man niemals mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Das betont auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) gegenüber IPPEN.MEDIA. Er sagt: „Man sollte auch nicht ‚irgendwelche‘ Hilfsmittel benutzen. Vieles lässt einen Teil der Strahlung durch, unsichtbar, aber dennoch schädlich.“
Fachleute raten, eine Sonnenfinsternis nur mit einem speziellen Augenschutz zu beobachten: „Gut geeignet sind die Sonnenfinsternisbrillen, die es für ein paar Euro im Handel gibt“, sagt auch Pilz. Allerdings gab es bei der totalen Sonnenfinsternis im Jahr 2024 in den USA auch qualitativ schlechte Sonnenfinsternisbrillen im Internet zu kaufen – vor diesen wurde gewarnt.
Checkliste für die Sonnenfinsternisbrille zur Sonnenfinsternis am 29. März
Auf folgende Dinge sollte man achten, bevor man mit einer Sonnenfinsternisbrille direkt in die Sonne schaut:
- Die Schutzbrille muss das CE-Symbol tragen und als „sicher für den direkten Blick in die Sonne“ gekennzeichnet sein.
- Die Sonnenfinsternisbrille darf keine Kratzer oder Löcher in der Folie aufweisen und auch Risse am Übergang zwischen Filterfolie und Pappe sind gefährlich – eine solche beschädigte Brille sollte man keinesfalls verwenden.
- Wichtig bei einer Sonnenfinsternisbrille sind extrabreite Bügel. Außerdem sollte die Brille gut am Gesicht anliegen – so fällt wenig Licht an der Folie vorbei ins Auge.
Eine Sonnenbrille oder andere scheinbar „verdunkelnde“ Dinge eignen sich dagegen nicht zur direkten Beobachtung der Sonne und können für das eigene Augenlicht gefährlich sein. Es gibt dagegen die Möglichkeit, sich mit wenigen Materialien eine Lochkamera zur Beobachtung der Sonnenfinsternis zu basteln. Und auch die Natur bietet Möglichkeiten, die „Sofi“ sicher und indirekt zu beobachten: Fällt beispielsweise Sonnenlicht durch die Blätter eines Baums, kann man auf dem Boden viele kleine Abbildungen der Sonne sehen. Das funktioniert auch, wenn man das Sonnenlicht durch ein feines Sieb auf den Boden fallen lässt. (tab)
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