Sonne wird teilweise verdunkelt

Partielle Sonnenfinsternis am 29. März: Mond schiebt sich vor die Sonne

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Im Monat März ist viel los am Himmel: Nach der Mondfinsternis ist eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Die Fakten zum Himmelsspektakel.

Frankfurt – In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit der Orbitalmechanik von Sonne, Erde und Mond zusammen, die auch dafür sorgen, dass man nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis oder Mondfinsternis zu Gesicht bekommt. Dafür ist es im März 2025 gleich zweimal so weit: Zuerst kann man am 14. März eine Mondfinsternis bewundern. Die ist in Deutschland nur schwer und nur partiell zu sehen – in den USA beispielsweise kann man jedoch eine totale Mondfinsternis mit „Blutmond“ bewundern.

Totale Sonnenfinsternis am 8. April in Nordamerika: Das Spektakel in Bildern

Zwei Sonnenfinsternis-Touristen sehen durch eine Sonnenbrille, wie der Mond die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis teilweise verdeckt, gesehen von Wooster, Ohio.
Zwei Sonnenfinsternis-Touristen sehen durch eine Sonnenbrille, wie der Mond die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis teilweise verdeckt, gesehen von Wooster, Ohio. © Erin Hooley/dpa
Sonnenprotuberanzen sind während einer totalen Sonnenfinsternis von Dallas aus zu sehen.
Sonnenprotuberanzen sind während einer totalen Sonnenfinsternis von Dallas aus zu sehen.  © Keegan Barber/NASA/AP/dpa
Auch in Montreal (Kanada) beobachteten viele Menschen die totale Sonnenfinsternis.
Auch in Montreal (Kanada) beobachteten viele Menschen die totale Sonnenfinsternis.  © Serkan Senturk/ZUMA Press Wire/dpa
Totalen Sonnenfinsternis aus einer Cessna
Ein nächtlicher Himmel entfaltet sich am Nachmittag, als der Mond die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis teilweise bedeckt, wie aus der Luft in einem Flugzeug vom Typ Cessna 172 in etwa 5000 Fuß Höhe über Arkadelphia (USA) innerhalb des Totalitätspfades zu sehen ist. © Gerald Herbert/AP/dpa
Zuschauer beobachten eine totale Sonnenfinsternis in Mazatlan, Mexiko.
Zuschauer beobachten eine totale Sonnenfinsternis in Mazatlan, Mexiko. © Omar Ornelas/imago
Sonnenflecken sind während der Anfangsphase einer totalen Sonnenfinsternis in Arlington, Texas, zu sehen.
Sonnenflecken sind während der Anfangsphase einer totalen Sonnenfinsternis in Arlington, Texas, zu sehen. © Julio Cortez/dpa
Der Mond verdeckt die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis in Mazatlan, Mexiko.
Der Mond verdeckt die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis in Mazatlan, Mexiko. © Fernando Llano/dpa
Wolken lösen sich auf, als sich eine partielle Sonnen- und Mondfinsternis über dem Kreuz des Kirchturms der New Sweden Evangelical Lutheran Church zeigt.
Wolken lösen sich auf, als sich eine partielle Sonnen- und Mondfinsternis über dem Kreuz des Kirchturms der New Sweden Evangelical Lutheran Church zeigt. © Charles Rex Arbogast/dpa
Der Mond verdeckt teilweise die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis, gesehen von Eagle Pass, Texas.
Der Mond verdeckt teilweise die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis, gesehen von Eagle Pass, Texas. © Eric Gay/dpa
Ein Vater aus Midland, Michigan, hält seine Tochter im Arm, während sie die Sonne durch ein Teleskop auf dem Indianapolis Motor Speedway betrachtet.
Ein Vater aus Midland, Michigan, hält seine Tochter im Arm, während sie die Sonne durch ein Teleskop auf dem Indianapolis Motor Speedway betrachtet.  © Michael Conroy/imago
Eine partielle Sonnenfinsternis ist in der Stadt Morelia in Mexiko zu sehen. Nur eine kleine Sichel der Sonne bleibt übrig.
Eine partielle Sonnenfinsternis ist in der Stadt Morelia in Mexiko zu sehen. Nur eine kleine Sichel der Sonne bleibt übrig. © /Luis E Salgado/imago
Zahlreiche Menschen in Indianapolis beobachten das Spektakel gemeinsam.
Zahlreiche Menschen in Indianapolis beobachten das Spektakel gemeinsam. © Mykal McEldowney/imago
Der Mond verdeckt fast vollständig die Sonne während der totalen Sonnenfinsternis, gesehen von Mazatlan, Mexiko
Der Mond verdeckt fast vollständig die Sonne während der totalen Sonnenfinsternis, gesehen von Mazatlan, Mexiko © Fernando Llano/AP

Sonnenfinsternis am 29. März: Wie viel Prozent der Sonne werden verdunkelt?

Nur 15 Tage später, am 29. März 2025, findet dann die dazugehörige Sonnenfinsternis statt (die Sonnenfinsternis im Liveticker). Dabei verfinstert sich die Sonne in Deutschland um bis zu 21 Prozent – je weiter nordwestlich man die Sonnenfinsternis beobachtet, ein desto größere Fläche der „Sonnenscheibe“ wird verdunkelt. Während in München gerade einmal zehn Prozent der Sonne hinter dem Neumond verschwinden, sind es in Frankfurt etwa 16,5 Prozent und in Kiel schon 21 Prozent. Im Osten Kanadas ist die Bedeckung der Sonne am größten: Dort werden mehr als 90 Prozent der Sonne verdeckt.

Ortmaximale Bedeckung | Uhrzeit
Kiel21,2 % um 12.19 Uhr
Hamburg20,1 % um 12.18 Uhr
Frankfurt16,5 % um 12.12 Uhr
Berlin14,7 % um 12.21 Uhr
Köln19,8 % um 12.11 Uhr
Kassel17,3 % um 12.15 Uhr
München10,3 % um 12.13 Uhr
Quelle: VdS

Der Zeitplan der Sonnenfinsternis in Frankfurt am Main

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der eigentlich „unsichtbare“ Neumond vor die Sonne und verdeckt für kurze Zeit einen Teil oder die gesamte Sonne. Am 29. März findet die Sonnenfinsternis zur Mittagszeit statt, weshalb die Sonne – ein klarer Himmel vorausgesetzt – gut am Himmel zu sehen sein wird, da sie sehr hoch steht (bei schlechtem Wetter: die Sonnenfinsternis im Livestream). Allerdings verschieben sich die Uhrzeiten, zu denen die Finsternis beginnt, endet oder ihr Maximum erreicht, je nach Beobachtungsort um einige Minuten.

UhrzeitWas passiert in Frankfurt/Main?
11.21 Uhr:Erster Kontakt: Der Rand der Mondscheibe berührt die Sonnenscheibe
12.11 Uhr:Höhepunkt der Sonnenfinsternis
13 Uhr: Letzter Kontakt: Die Mondscheibe verlässt den Rand der Sonnenscheibe.
Quelle: timeanddate.de

Sicherheit geht vor: Eine Sonnenfinsternis nur mit dem richtigen Augenschutz beobachten

Auch wenn es verlockend erscheint, sollte man niemals mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Das betont auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) gegenüber IPPEN.MEDIA. Er sagt: „Man sollte auch nicht ‚irgendwelche‘ Hilfsmittel benutzen. Vieles lässt einen Teil der Strahlung durch, unsichtbar, aber dennoch schädlich.“

Fachleute raten, eine Sonnenfinsternis nur mit einem speziellen Augenschutz zu beobachten: „Gut geeignet sind die Sonnenfinsternisbrillen, die es für ein paar Euro im Handel gibt“, sagt auch Pilz. Allerdings gab es bei der totalen Sonnenfinsternis im Jahr 2024 in den USA auch qualitativ schlechte Sonnenfinsternisbrillen im Internet zu kaufen – vor diesen wurde gewarnt.

Bei einer partiellen Sonnenfinsternis wird die Sonne von einer Seite vom Neumond „angeknabbert“. (Archivbild)

Checkliste für die Sonnenfinsternisbrille zur Sonnenfinsternis am 29. März

Auf folgende Dinge sollte man achten, bevor man mit einer Sonnenfinsternisbrille direkt in die Sonne schaut:

  • Die Schutzbrille muss das CE-Symbol tragen und als „sicher für den direkten Blick in die Sonne“ gekennzeichnet sein.
  • Die Sonnenfinsternisbrille darf keine Kratzer oder Löcher in der Folie aufweisen und auch Risse am Übergang zwischen Filterfolie und Pappe sind gefährlich – eine solche beschädigte Brille sollte man keinesfalls verwenden.
  • Wichtig bei einer Sonnenfinsternisbrille sind extrabreite Bügel. Außerdem sollte die Brille gut am Gesicht anliegen – so fällt wenig Licht an der Folie vorbei ins Auge.

Eine Sonnenbrille oder andere scheinbar „verdunkelnde“ Dinge eignen sich dagegen nicht zur direkten Beobachtung der Sonne und können für das eigene Augenlicht gefährlich sein. Es gibt dagegen die Möglichkeit, sich mit wenigen Materialien eine Lochkamera zur Beobachtung der Sonnenfinsternis zu basteln. Und auch die Natur bietet Möglichkeiten, die „Sofi“ sicher und indirekt zu beobachten: Fällt beispielsweise Sonnenlicht durch die Blätter eines Baums, kann man auf dem Boden viele kleine Abbildungen der Sonne sehen. Das funktioniert auch, wenn man das Sonnenlicht durch ein feines Sieb auf den Boden fallen lässt. (tab)

Rubriklistenbild: © Imago

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