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Die Sonne befindet sich auf dem Gipfel ihrer Aktivität – 2025 wird ein gutes Jahr für Polarlichter. Welche Standorte in Deutschland bieten die beste Aussicht?
Frankfurt – Im Jahr 2024 hatten aufmerksame Himmelsbeobachtende mehrmals die Möglichkeit, Polarlichter ungewöhnlich weit im Süden zu erblicken – ein möglicher Vorbote dessen, was das Himmelsjahr 2025 zu bieten haben könnte. Aktuell befindet sich die Sonne auf dem Höhepunkt ihres 11-jährigen Aktivitätszyklus, was Experten dazu veranlasst, für das Jahr 2025 sehr gute Polarlicht-Bedingungen zu prognostizieren.
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Polarlichter kann man erst dann vorhersagen, wenn sie schon unterwegs sind
Wann die farbenfrohen Schleier am Himmel tanzen, lässt sich allerdings erst dann vorhersagen, wenn geladenes Plasma von der Sonne zur Erde geschleudert wurde. Wenn es so weit ist, muss es schnell gehen. Daher ist es ratsam, bereits im Vorfeld zu wissen, wo in Deutschland die besten Beobachtungsbedingungen für Polarlichter herrschen, um sich im Falle von erwartetem Polarlicht sofort auf den Weg machen zu können. Um die farbenprächtige Aurora Borealis sehen zu können, sollte der Himmel möglichst dunkel und der Blick nach Norden unverstellt sein, da dort die farbenfrohen Schleier zu sehen sind.
Das Unternehmen Paul Camper hat einen „Aurora Index“ entwickelt, der aufzeigt, wo in Deutschland in der Vergangenheit die besten Bedingungen für die Beobachtung von Polarlichtern herrschten. Insgesamt wurden 25 Standorte in Deutschland untersucht, darunter alle Gebiete, die von der International Dark Sky Association als „Dark Sky“ ausgezeichnet wurden. Auch Standorte, die bei Hobby-Astronomen als besonders dunkel bekannt sind, wurden berücksichtigt.
„Aurora Index“: Wo kann man die Polarlichter in Deutschland am besten sehen?
In die Bewertung flossen laut Unternehmensangaben unter anderem vergangene Polarlicht-Sichtungen und deren Qualität (seit dem Jahr 2000), aber auch die Lichtverschmutzung sowie die Wahrscheinlichkeit klarer, wolkenfreier Nächte ein.
| Platz | Region | Reiseziel | Frequenz | Klare Nächte | Bewertung |
| 1 | Nordfriesland | Nördliches Wattenmeer | häufig | 43 % | 100 Punkte |
| 2 | Vorpommern | Insel Rügen | häufig | 44 % | 90,1 Punkte |
| 3 | Lüneburger Heide\t | Lüneburger Heide\t | häufig | 40 % | 74,3 Punkte |
| 4 | Nordfriesland\t | Spiekeroog | häufig | 42 % | 63,3 Punkte |
| 5 | Nordfriesland | Pellworm | häufig | 43 % | 59,6 Punkte |
| 6 | Schwarzwald | Feldberg | regelmäßig | 47 % | 54,9 Punkte |
| 7 | Niederbayern | Nationalpark Bayerischer Wald | regelmäßig | 43 % | 49,1 Punkte |
| 8 | Region Hannover | Wendland | regelmäßig | 43 % | 48,5 Punkte |
| 9 | Mecklenburg | Mecklenburgische Seenplatte | regelmäßig | 41 % | 48,5 Punkte |
| 10 | Lausitz | Spreewald | sehr selten | 44 % | 21,7 Punkte |
| Quelle: Aurora Index |
Beste Beobachtungsbedingungen für Polarlichter gibt es im Norden Deutschlands
Die Auswertung zeigt eindeutig, dass die besten Beobachtungsstandorte für Polarlichter im Norden Deutschlands liegen. Dies ist kaum überraschend, da Polarlichter dort naturgemäß besser sichtbar sind als weiter südlich. An der Spitze steht die Region Nordfriesland, die gleich dreimal unter den zehn besten Polarlicht-Orten in Deutschland vertreten ist. Besonders gut bewertet wurden das nördliche Wattenmeer sowie die Inseln Spiekeroog und Pellworm. Diese beiden Inseln wurden 2021 von der Dark Sky Association für ihren dunklen Himmel ausgezeichnet – eine Voraussetzung, um Polarlichter gut sehen zu können.
Ein weiterer Vorteil der beiden Inseln und des gesamten Nordens ist die flache Landschaft, die einen freien Blick nach Norden ermöglicht, wo die Polarlichter nachts über den Himmel tanzen. Dies trifft auch auf die Lüneburger Heide und die Mecklenburgische Seenplatte zu – das flache Heideland ist ideal, um Polarlichter zu beobachten.
Auch in den deutschen Mittelgebirgen kann man Polarlichter sehen
Im „Aurora Index“ schnitten auch einige Mittelgebirge gut ab – beispielsweise der Feldberg im Schwarzwald oder der Nationalpark Bayerischer Wald. Hier macht vor allem die Höhe den Unterschied: Der Blick nach Norden ist hoch oben in den Bergen immer frei – gleichzeitig ist die Lichtverschmutzung in großen Höhen geringer. (tab)
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