Partielle Sonnenfinsternis heute: Warum die falsche Brille so riskant ist – und wie man sich richtig schützt
VonVeronika Arnold
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Eine Sonnenfinsternis ist nicht nur faszinierend, sondern kann auch gefährlich werden. Beobachter sollten die richtigen Schutzmaßnahmen berücksichtigen.
Frankfurt – Nur noch wenige Tage, dann steht uns am 29. März 2025 die nächste Sonnenfinsternis bevor. Ein seltenes Ereignis, denn der Mond schiebt sich zwar mindestens zweimal im Jahr ganz oder teilweise vor die Sonne und verdunkelt sie, doch zu sehen ist das Himmelsspektakel dann immer nur in einer gewissen Region. In Deutschland war dies zuletzt vor mehr als zwei Jahren, am 25. Oktober 2022, der Fall. Astronomie-Fans werden sich diesen Termin also nicht entgehen lassen (die Sonnenfinsternis im Liveticker).
Sonnenfinsternis im März 2025: Warum der richtige Schutz für die Augen so wichtig ist
Wichtig ist allerdings, dass Beobachter einer Sonnenfinsternis ihre Augen schützen. Denn so beeindruckend das Phänomen auch sein mag, so gefährlich kann es für die Augen werden. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt, kann die Netzhaut beim direkten Blick auf die Sonnenfinsternis schon nach kürzester Zeit geschädigt werden.
Genauer bedeutet das: Durch die Hornhaut des Auges und durch die Augenlinse wird das Licht so stark gebündelt, dass es zu Verbrennungen der schärfsten Stelle des Sehens kommen kann. Und diese Schäden sind oft unwiderruflich. Die Experten des BfS raten deshalb dringend dazu, folgende Schutzmaßnahmen zu beachten:
Schutzmaßnahmen für die Augen: Was Beobachter einer Sonnenfinsternis unbedingt beachten sollten
Sonnenfinsternis-Brillen: Es handelt sich um bestimmte Schutz- oder Folienbrillen, die extra für die Beobachtung hergestellt werden. Die Spezial-Brillen weisen besondere Filtereigenschaften auf: Höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts dürfen durchkommen. Wichtig: Die Sonnenfinsternis-Brille sollte nach den EU-Normen als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet sein. Sie muss das CE-Symbol tragen.
Nur intakte Schutzbrillen verwenden: Bei Folienbrillen darf die Folie keine Kratzer, Löcher und Risse am Übergang zwischen Filterfolie und Pappe oder sonstige Beschädigungen aufweisen.
Richtig gut ist eine Schutzbrille, wenn sie extrabreite Bügel hat und eng am Gesicht anliegt. Dann fällt möglichst wenig Licht am Glas vorbei in die Augen.
Kein ungeschütztes Beobachten der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras! Dies ist besonders gefährlich, die Sonnenstrahlen durch die Gläser zusätzlich gebündelt werden. Im Fachhandel werden spezielle Filteraufsätze oder Folien angeboten, die vor der Optik des Geräts angebracht werden müssen.
Sonnenfinsternis beobachten: Finger weg von Behelfsmitteln wie Schweißerbrillen und Co.
Vor ungeeigneten Behelfsmitteln zur Sonnenbeobachtung, wie beispielsweise herkömmliche Sonnen- oder Schweißerbrillen warnt das BfS ausdrücklich. Finger weg, heißt es auch von rußigem Glas, Röntgenbildern, CDs, mehrfach gefalteten Rettungsdecken oder schwarze Filmstreifen.