Überblick und Zeitplan

Totale Mondfinsternis am 7. September: Ein roter „Blutmond“ zeigt sich

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Die totale Mondfinsternis beginnt mit einem besonderen Anblick, denn der Vollmond geht bereits vollständig verdunkelt auf. Ein Überblick.

Frankfurt – Wenn man den Mondaufgang beobachtet, kann man manchmal ein eindrucksvolles Farbspiel bewundern: Bei seinem Aufgang und in der Zeit kurz danach ist der Mond manches Mal eindrucksvoll gelb, orange oder gar rötlich gefärbt. Das liegt an der Atmosphäre, durch die das Licht des Mondes hindurchdringt. Dieses Phänomen ist jedoch kaum zu vergleichen mit dem, was man am 7. September 2025 bei Mondaufgang sehen kann: Dann geht der Vollmond nämlich während einer totalen Mondfinsternis auf und ist bereits total verfinstert. Zu sehen ist dann bei Mondaufgang ein rostrot leuchtender „Blutmond“, dessen Farbe durch die Atmosphäre noch zusätzlich beeinflusst wird.

Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) erklärt gegenüber IPPEN.MEDIA: „Der aufgehende Mond ist bereits kräftig rot gefärbt, viel tiefer als normale rötliche Mondaufgänge. Durch die starke Abdunkelung kann es sogar sein, dass der Mond tief am Himmel überhaupt nicht zu sehen ist.“ Doch dieses Phänomen gibt sich bald, weiß Pilz: „Eine halbe Stunde nach Aufgang sollte man ihn aber erkennen, wenn der Himmel wolkenfrei ist“.

Totale Mondfinsternis am 7. September 2025: Vollmond geht als „Blutmond“ auf

Bei einer Mondfinsternis befindet sich der Vollmond genau auf einer Linie mit Erde und Sonne. Die Sonne strahlt die Erde an, deren Schatten ins Weltall geworfen wird – und dort zwei Mal im Jahr auf den Vollmond trifft. So wird der Vollmond zeitweise verfinstert – eine partielle Mondfinsternis geht in die totale Mondfinsternis über, um dann wieder als partielle Mondfinsternis zu enden. Hierzulande beginnt die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 mit einem starken Auftritt des „Blutmonds“ bei Mondaufgang – das heißt, dass man von Deutschland aus die erste partielle Phase der Mondfinsternis verpasst.

„Das Maximum der Finsternis, also den tiefsten Schatten erleben wir aber überall mit, es findet um 20.13 Uhr statt“, betont Pilz. Um den „Blutmond“ zu bewundern, hat man nach dem Aufgang des Mondes noch einige Zeit: Bis 20.53 Uhr dauert die totale Phase der Mondfinsternis, dann beginnt der Kernschatten der Erde, den Mond langsam wieder freizugeben. Gegen 21.56 Uhr ist der gesamte Vollmond wieder am Himmel zu sehen.

Der Zeitplan der totalen Mondfinsternis am 7. September: Wann passiert was?

Wer genau hinschaut, kann jedoch erkennen, dass dann noch ein leichter Grauschleier auf dem Erdtrabanten liegt. Es handelt sich um den Halbschatten der Erde, der sich erst gegen 22.55 Uhr ganz vom Mond zurückzieht. „Die Halbschattenphase lässt sich nur schwer beobachten. Für die meisten Beobachter ist kurz vor 22 Uhr ‚alles vorbei‘“, sagt Pilz.

UhrzeitPhase der Mondfinsternis
17.28 Uhr:Halbschattenfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
18.27 Uhr:partielle Mofi beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
19.09 Uhr:Der Mond erreicht seine Vollmond-Position.
19.30 Uhr:Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
19.39 Uhr:Der Vollmond geht in München auf.
19.53 Uhr: Der Vollmond geht in Frankfurt auf.
20.11 Uhr: Maximale Verdunklung des Mondes.
20.52 Uhr:Die totale Phase der Mondfinsternis endet.
21.56 Uhr: Die partielle Phase der Mondfinsternis endet.
22.55 Uhr: Die Halbschattenfinsternis endet.
Quelle: timeanddate.de

Mondfinsternis ist von etwa 87 Prozent der Weltbevölkerung zu sehen

Die Mondfinsternis am 7. September ist in ganz Asien, Europa und Afrika zu sehen. Das Portal timeanddate hat ausgerechnet, dass etwa 87 Prozent der Weltbevölkerung in den Genuss eines Teils der Mondfinsternis kommen werden – die meisten davon können mindestens einen Teil der totalen Phase bewundern. Die ist übrigens am 7. September besonders lang und dauert ganze 82 Minuten, wenn man das Vergnügen hat, sie von Anfang bis Ende sehen zu können.

Überblick über den Verlauf der totalen Mondfinsternis am 7. September 2025.

Wann man die nächste Mondfinsternis in Deutschland sehen kann

In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis gibt es immer auch eine Sonnenfinsternis. Im Herbst 2025 findet diese Sonnenfinsternis am 21. September statt. Zu sehen ist die partielle Sonnenfinsternis allerdings nur in Neuseeland und Teilen der Antarktis. Die nächste Mondfinsternis in Deutschland ist erst knapp ein Jahr später zu sehen: Am 28. August 2026 wird der Mond zwar nur partiell verdunkelt – allerdings zu einem sehr großen Teil. Die nächste totale Mondfinsternis kann man in Deutschland erst am 31. Dezember 2028 beobachten. (tab)

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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