Am 18. September

Vollmond, Supermond und Mondfinsternis im September zu sehen

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Am 18. September erwartet uns ein außergewöhnlicher Vollmond – nicht nur, weil er der Erde sehr nahe kommt und somit als Supermond gilt.

Frankfurt – Nachdem der Vollmond im August bereits fast ein Supermond war, ist es nun im September endgültig so weit: Der Vollmond am 18. September kommt der Erde besonders nahe – und gilt als Supermond. Auch wenn es anders scheint: Der Begriff stammt eigentlich aus der Astrologie, nicht aus der Astronomie.

Der US-Astrologe Richard Nolle bezeichnete 1979 einen Mond als Supermond, der höchstens 367.600 Kilometer von der Erde entfernt ist. In der Wissenschaft wird der Begriff nicht gern gesehen und daher nur zögerlich verwendet, umgangssprachlich hat sich der „Supermond“ jedoch längst durchgesetzt.

Das sind die schönsten Bilder der Supermond-Mondfinsternis

Partielle Mondfinsternis am 18. September 2024.
Am 18. September fand eine partielle Mondfinsternis statt, die man in Deutschland komplett sehen konnte. Wer den Vollmond in den frühen Morgenstunden beobachtete, konnte sehen, wie sich ein schwarzer Schatten von rechts oben über die Mondscheibe legte und den Mond „anknabberte“. © Pavel Bednyakov/dpa
Partielle Mondfinsternis in Deutschland.
Lange dauerte die Mondfinsternis jedoch nicht: Nur etwa eine Stunde, von ungefähr 4.15 Uhr bis 5.15 Uhr, war der Kernschatten der Erde über dem Mond zu sehen. © Patrick Pleul/dpa
Das Maximum der partiellen Mondfinsternis in Deutschland.
Um 4.44 Uhr war der Vollmond zu 9,1 Prozent verdunkelt – das war die maximale Bedeckung der Mondfinsternis am frühen Morgen des 18. September. © Tanja Banner
Partielle Mondfinsternis in Deutschland.
Nachdem die maximale Bedeckung des Vollmonds vorbei war, zog sich der Erdschatten langsam wieder zurück. Gegen 5.15 Uhr war der „Spuk“ vorbei. Wer den Mond jedoch genau beobachtete, konnte sehen, dass noch ein leichter Grauschleier über dem Vollmond lag – der Halbschatten der Erde. © IMAGO/Marc John
Partielle Mondfinsternis in Deutschland.
Die partielle Mondfinsternis in Deutschland fiel mit einem Supermond zusammen. Der Vollmond befindet sich in Erdnähe und erschien deshalb zeitweise größer und heller als normalerweise. © IMAGO/Marc John
Der Supermond über Deutschland.
So sah der Supermond über Deutschland in der Nacht vom 17. auf den 18. September aus – er wirkte größer und heller als ein normaler Vollmond. © IMAGO/SaschaxFromm

Vollmond im September ist ein Supermond – er ist der Erde sehr nah

Der Vollmond im September wird zum Supermond, weil er der Erde sehr nahekommt: Nur 357.286 Kilometer liegen am 18. September zwischen dem blauen Planeten und seinem Trabanten. Der durchschnittliche Abstand zwischen Erde und Mond liegt dagegen bei 384.400 Kilometern. Generell schwankt der Abstand des Mondes zur Erde zwischen 406.000 Kilometern und 356.000 Kilometern, weil er seinen Planeten auf einer leicht elliptischen Bahn umkreist.

Mondaufgang in...Uhrzeit
München19.32 Uhr
Hamburg19.37 Uhr
Berlin19.42 Uhr
Frankfurt am Main19.43 Uhr
Köln19.50 Uhr
Quelle: timeanddate.de

Supermond wirkt etwas größer und etwas heller als ein „normaler“ Vollmond

Dass der Supermond der Erde näher ist, kann man nach Angaben der US-Raumfahrtorganisation Nasa tatsächlich am Himmel erkennen – allerdings nur, wenn man in der Mond-Beobachtung geübt ist. Denn einen direkten Vergleich hat man nicht. „Die tatsächlichen Unterschiede sind nicht atemberaubend“, sagt deshalb auch Björn Voss, der Direktor des Planetariums Hamburg.

Der Astrophysiker hat die Zahlen parat: „Ein ‚Supermond’ wirkt etwa 7 Prozent größer und 15 Prozent heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Im Vergleich zu einem ‚Minimond‘ ist er rund 14 Prozent größer und 30 Prozent heller.“

Am 18. September 2024 ist der Mond nur 357.286 Kilometer von der Erde entfernt – ein Supermond. (Archivbild)

Supermond, Vollmond und Mondfinsternis an einem Tag

Am 18. September um 4.34 Uhr erreicht der Mond seine Vollmond-Stellung, seine geringste Erd-Entfernung hat er um 15.23 Uhr. Am besten zu sehen ist der Supermond also gleich nach seinem Aufgang am 18. September gegen 19.45 Uhr (s. Infobox). Aber auch eine Beobachtung des Vollmonds am frühen Morgen lohnt sich am 18. September, denn dann wandert der Erdschatten über den Mond und sorgt für eine partielle Mondfinsternis.

Direkt im Oktober steht dann der nächste Supermond des Jahres an – der der Erde mit nur noch 357.175 Kilometern Abstand noch ein kleines Stückchen näher kommt. (tab)

Rubriklistenbild: © Pavel Bednyakov/dpa

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