Wie eine Sonnenfinsternis entsteht: Sonne und Mond treffen sich
VonTanja Banner
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Eine Sonnenfinsternis ist ein faszinierendes Schauspiel. Der Mond verdeckt die Sonne, weil ein kosmischer Zufall es möglich macht.
Frankfurt – Eine Sonnenfinsternis ist ein faszinierendes Ereignis. Schließlich ermöglicht es, die Himmelsmechanik mit den eigenen Augen zu beobachten. Bei einer Sonnenfinsternis interagieren die beiden hellsten Körper unseres Himmels miteinander: die Sonne und der Mond. Dabei verdunkelt sich die Sonne schrittweise. Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird sie vollständig verdeckt, bevor sie langsam wieder sichtbar wird. Bei einer partiellen Finsternis verschwindet die Sonne nur zum Teil. Doch wie genau kommt es zu einer Sonnenfinsternis?
Entstehung einer Sonnenfinsternis: Sonne und Mond spielen die Hauptrollen
Bei einer Sonnenfinsternis spielt ein Himmelskörper eine wichtige Rolle, den man sonst nie zu Gesicht bekommt: der Neumond. Er steht zwischen Sonne und Erde und wird von hinten angestrahlt. Das sorgt für zwei Dinge: Man kann den Neumond auf der Erde nicht sehen, da auf seine Vorderseite kein Licht fällt. Und sein Schatten fällt auf die Erde. Letzteres spielt bei einer Sonnenfinsternis eine wichtige Rolle. Denn überall dort, wo der Schatten des Mondes über die Erde zieht, kann man die Sonnenfinsternis beobachten.
Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Schatten: den Halbschatten (Penumbra) und den Kernschatten (Umbra) des Mondes. Überall dort, wo der Halbschatten auf die Erde fällt, kann man eine partielle Sonnenfinsternis sehen. Befindet man sich im Pfad des Kernschattens, kann man sogar eine totale Sonnenfinsternis erleben. Der Pfad des Kernschattens ist dabei auf der Erde nur einige hundert Kilometer breit, während der Halbschatten eine mehrere tausend Kilometer breite Spur zieht.
Kosmischer Zufall: Wie der kleine Mond die große Sonne komplett verdecken kann
Bleibt noch eine Frage: Wieso kann der viel kleinere Mond eigentlich die riesige Sonne komplett verdecken? Das ist einem kosmischen Zufall zu verdanken: Die Sonne ist nämlich genau 400 Mal größer als der Mond – aber zufällig auch 400 Mal weiter entfernt. Das sorgt dafür, dass die Sonnen- und Mondscheibe am Himmel in etwa gleich groß sind – und der winzige Mond die riesige Sonne verdecken kann. Gelegentlich befindet sich der Mond jedoch auch so weit von der Erde entfernt, dass die Größenverhältnisse nicht mehr genau passen – dann ist eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen.
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Neumond vor die Sonne. Der Schatten des Mondes fällt auf die Erde und sorgt für die Sonnenfinsternis. (Archivbild)