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Vier Journalistinnen für Mut und Exzellenz ausgezeichnet
Der Werner-Holzer-Preis für Auslandsjournalismus hat am Freitagabend im Frankfurter Römer vier herausragende Journalistinnen geehrt. IPPEN.MEDIA unterstützt als Medienpartner diese wichtige Auszeichnung, die seit 2022 jährlich vergeben wird und mittlerweile zu den renommiertesten Preisen der Branche zählt.
Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Juliane Schäuble (Die Zeit) als erste Preisträgerin sowie an Susanne Koelbl (Der Spiegel) und Katharina Willinger (ARD), die sich den zweiten Preis teilen. Einen posthumen Sonderpreis erhielt Christine Kensche, die Anfang 2025 verstorbene Welt-Korrespondentin, deren Eltern die Ehrung stellvertretend entgegennahmen.
Demokratie unter Druck: Journalismus als Gegenmittel
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius würdigte in seiner Festrede die Bedeutung des Auslandsjournalismus in Zeiten wachsender demokratischer Herausforderungen. Die ausgezeichneten Journalistinnen machten sichtbar, was in Kriegs- und Krisengebieten geschehe, oft unter schwierigsten Bedingungen: „Sie geben Menschen dort eine Stimme, die sonst unmöglich gehört würden.“
Michel Friedman, Vorstandsvorsitzender des Werner-Holzer-Instituts, betonte die Rolle verantwortungsvollen Journalismus gegen Manipulation und Desinformation. Durch „Erzählen, Einordnen und Kommentieren“ gebe dieser die Chance, „die Welt zu betrachten, wie sie vor Ort ist“. Die Preisträgerinnen verkörpern diese journalistischen Grundwerte durch ihre akribische Recherche und ihren Mut, auch aus gefährlichen Regionen zu berichten.
Exzellenz in verschiedenen Facetten des Auslandsjournalismus
Die Jury unter Vorsitz von Thomas Kaspar würdigte unterschiedliche Aspekte herausragender Auslandsberichterstattung: Juliane Schäubles „genauen, scharfen und tiefen“ Blick auf die USA, Susanne Koelbls „unerschrockene“ Berichterstattung aus Kriegs- und Krisenregionen sowie Katharina Willingers „klare Worte und Bilder in unklaren Situationen“ aus der Türkei und dem Iran. Christine Kensche wurde für ihre „Unbedingtheit und Leidenschaft“ bei der Berichterstattung aus Israel geehrt.
Als Medienpartner des Werner-Holzer-Preises unterstreicht IPPEN.MEDIA sein Engagement für qualitativ hochwertigen Journalismus und die Bedeutung unabhängiger Auslandsberichterstattung. Der Preis, der den Namen des ehemaligen Frankfurter Rundschau-Chefredakteurs Werner Holzer (1926-2016) trägt, setzt wichtige Zeichen für die Zukunft des Journalismus in einer zunehmend komplexen Weltlage.
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