Anne Zeller-Klein gibt ihr Amt als Ortsvorsteherin von Rechberg auf

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Die Rechberger Ortsvorsteherin Anne Zeller-Klein wird bei der Kommunalwahl im Juni nicht mehr für dieses Amt kandidieren.
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Anne Zeller-Klein wird nicht mehr als Ortsvorsteherin von Rechberg kandidieren. Die 73-Jährige erzählt, warum.

Schwäbisch Gmünd-Rechberg. „Jetzt ist's dann auch genug“, erklärt Anne Zeller-Klein, warum sie bei der Kommunalwahl im Juni nicht mehr als Ortsvorsteherin von Rechberg kandidieren wird. Sie sei jetzt 73 Jahre alt und seit knapp 50 Jahren ununterbrochen im Rechberger Ortschaftsrat. 2007 hat sie das Amt der Ortsvorsteherin übernommen. „Nun sollen Jüngere ran“, sagt die Rentnerin, die bis zu ihrem Ruhestand 2016 Geschäftsstellenleiterin der Volksbank auf dem Rechberg war.

Anne Zeller-Klein aus Rechberg: „Ich will jetzt endlich mal Privatfrau sein“

Sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, sei ihr „in die Wiege gelegt“ worden. Denn ihr Vater war ab 1946 der Nachkriegsbürgermeister Engelbert Zeller aus Rechberg. „Ich will jetzt endlich mal Privatfrau sein“, sagt Anne Zeller-Klein, die sich freut, künftig mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen zu können.

Wird sie auch für den Ortschaftsrat nicht mehr kandidieren? „Ich weiß es noch nicht“, antwortet sie. Derzeit seien sie und ihre Kollegen dabei, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für das Gremium zu finden – genau wie für den Ortsvorsteherposten. Ein bestimmendes Thema für den Nachfolger oder die Nachfolgerin sei sicher die Infrastruktur in dem 1300-Einwohner-Ort. Die Metzgerei habe leider nur noch in Teilzeit geöffnet. Landwirte verkaufen Eier, Wurst und andere eigene Erzeugnisse.

Ist ein „Tante-M“ die Lösung für Rechberg?

Doch ein richtiges Lebensmittelgeschäft gebe es nicht, sagt Anne Zeller-Klein. Vielleicht könne ein Selbstbedienungsladen wie „Tante-M“ die Lösung für Rechberg sein, meint sie. Eine weitere Aufgabe für die Zukunft sei der Erhalt der Grundschule.

Nachdem das Baugebiet Hartäcker V erschlossen sei, stehe nun Hartäcker VI an. Im Herbst ist in den Hartäckern ein Spielplatz eröffnet worden. Zudem seien während ihrer Amtszeit unter anderem das Feuerwehrhaus und der Sportplatz samt Lokal gebaut worden.

Die Kommunalwahl am 9. Juni

Die nächste Kommunalwahl in Baden-Württemberg ist am Sonntag, 9. Juni 2024. Bei dieser wählen Bürgerinnen und Bürger den Gemeinderat, den Ortschaftsrat und den Kreistag für die nächsten fünf Jahre.

Nach der Kommunalwahl bestimmt der Gemeinderat auf Vorschlag der Ortschaftsräte der insgesamt elf Stadtteile den jeweiligen Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin. Einige Ortsvorsteher wie Hans-Peter Wanasek aus Degenfeld und Werner Nußbaum aus Straßdorf kandidieren wieder. Werner Nußbaum will das Amt jedoch nach zwei Jahren aufgeben. Wie Anne Zeller-Klein haben Johannes Weiß aus Rehnenhof/Wetzgau und Bernhard Feifel aus Weiler bereits bekannt gegeben, dass sie bei der anstehenden Wahl nicht mehr antreten werden.

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