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Daimler Truck baut in Süddeutschland ein neues Nutzfahrzeugzentrum für Lkw der Marke Mercedes-Benz und schafft somit Arbeitsplätze.
Leinfelden-Echterdingen - Aufgrund von hohen Kosten und Steuern siedeln Unternehmen aus Baden-Württemberg neue Werke immer mehr im europäischen Ausland an. Das Traditionsunternehmen Stihl baut etwa in Rumänien ein neues Werk und schafft Arbeitsplätze. Der Nutzfahrzeugweltmarktführer Daimler Truck investiert dagegen weiterhin in die deutsche Heimat. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart und Verwaltungssitz in Leinfelden-Echterdingen hat am 12. April den Spatenstich für ein neues Nutzfahrzeugzentrum in Süddeutschland gefeiert.
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Konkret handelt es sich bei dem neu entstehenden Zentrum des schwäbischen Fahrzeugherstellers in Aschheim bei München um eines für den Vertrieb und den Service von Lkw und Transportern der Marke Mercedes-Benz, sowie Bussen von Mercedes-Benz und Setra. Wie der Konzern in einer Pressemitteilung erklärt, sollen am neuen Standort ab 2025 rund 100 Mitarbeiter eine individuelle und umfassende Betreuung für die genannten Marken bieten. Auch Porsche baut derzeit einen neuen Standort in Baden-Württemberg.
Neuer Standort von Daimler Truck ist von Beginn an auf Zukunftstechnologien ausgelegt
Das neue Nutzfahrzeugzentrum von Daimler Truck entsteht in der Gemeinde Aschheim, die etwa 9.400 Einwohner hat, auf einem 44.500 Quadratmeter großen Grundstück. Die Gemeinde, nordöstlich der Millionenstadt München und direkt am Autobahnring A99 gelegen, wurde deshalb gewählt, weil sie laut der Mitteilung eine optimale Anbindung an die bereits vorhandene Infrastruktur bietet. Der entstehende Standort wurde den Angaben zufolge von Anfang an auf Nutzfahrzeuge ausgelegt, die von der Batterie- und der Brennstoffzellen-Technologie angetrieben werden. Daimler Truck setzt bei den schweren Nutzfahrzeugen auf eine Doppelstrategie aus Elektro und Wasserstoff.
| Name | Daimler Truck AG |
|---|---|
| Gründung | 1896 (seit Anfang 2022 wirtschaftlich unabhängig) |
| Hauptsitz | Leinfelden-Echterdingen, Baden-Württemberg |
| Branche | Nutzfahrzeugbau |
| Produkte | Lastkraftwagen, Omnibusse, Transporter, Spezialfahrzeuge |
| Leitung | Martin Daum (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiter | 104.729 (2022) |
| Umsatz | 55,9 Milliarden Euro (2023) |
Im neuen Nutzfahrzeugzentrum von Daimler Truck in Aschheim sollen neben rund 100 Arbeitsplätzen im Service und Vertrieb auch spezielle Hochvoltarbeitsplätze für die Arbeit an elektrisch betriebenen Fahrzeugen entstehen. Der Betrieb soll ohnehin mit modernster Technik überzeugen und beispielsweise über einen Dacharbeitsplatz für Busse verfügen. Neben dem Service und dem Vertrieb der genannten Marken des Daimler-Truck-Konzerns soll der neue Standort bei München zudem als Mitstützpunkt für CharterWay-Fahrzeuge dienen.
Daimler Truck hat in den vergangenen Monaten fünf Nutzfahrzeugzentren eröffnet
„Die Weiterentwicklung des konzerneigenen Vertriebsnetzes ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie“, erklärte Volker Hüntrup, Leiter Own Retail Europa bei Mercedes-Benz Trucks. In den vergangenen Monaten habe der Konzern fünf weitere Nutzfahrzeugzentren in Betrieb genommen, in Haan bei Wuppertal, in Piacenzia und Brescia in Italien, im tschechischen Velký Týnec und zuletzt am Stammsitz in Stuttgart. „Der Bau beziehungsweise die Modernisierung weiterer Standorte in Hamburg, Würzburg und Koblenz ist in Planung.“ Das Lkw-Geschäft sei grundsätzlich sehr komplex, beratungsintensiv und deshalb durch starke Beziehungen mit den Kunden geprägt, so Hüntrup weiter.
„Wir sind aus diesem Grund zutiefst davon überzeugt, dass unsere Own Retail Betriebe auch in Zukunft erfolgskritisch für unser Geschäft sind und investieren weiter massiv in die Zukunft unserer Standorte.“ Damit geht der Ende 2022 aus der Daimler AG heraus gespaltene Nutzfahrzeughersteller einen anderen Weg, als der inzwischen ebenfalls wirtschaftlich eigenständige Autobauer mit dem Stern. Mercedes-Benz hatte nämlich angekündigt, alle eigenen Autohäuser verkaufen zu wollen, wovon bundesweit tausende Mitarbeiter betroffen sind.
Rubriklistenbild: © Daimler Truck Global Communications

