VonConstantin Blaßschließen
Über die Zukunft der Kliniken Ostalb soll der "alte Kreistag" nicht entscheiden, das umstrittene Zukunftskonzept steht aber trotzdem auf der Tagesordnung. Warum?
Aalen. Wie geht es nach der teils sehr emotionalen öffentlichen Sitzung des Verwaltungsrats am vergangenen Montag (24. Juni) in Bezug auf das vorgestellte "Zukunftskonzept Kliniken Ostalb" weiter? Am Dienstag tagt ein letztes Mal ab 15 Uhr der "alte Kreistag". Tagesordnungspunkt 3 ist das "Restrukturierungs- und Medizinkonzept der Kliniken Ostalb gkAöR".
Landrat Dr. Joachim Bläse (55, CDU), dem jüngst ein kritischer Antwort-Brief des Ellwanger Landtagsabgeordneten Winfried Mack (58, CDU) ins Mail-Postfach "flatterte", hat mittlerweile mehrfach betont, dass das bisherige Gremium nicht über die weitere Zukunft der Kliniken Ostalb abstimmen werde. Allein schon aus dem Grund, weil er es nicht darf. "Ich möchte aber, dass er sich in seinen letzten Sitzungen mit der Thematik beschäftigt und mir eine demokratisch legitimierte Reaktion gibt", hatte Bläse im Interview mit unserer Redaktion erklärt.
Daher stehen die Kliniken Ostalb auf der Tagesordnung, obwohl es am Dienstag keinen Beschluss geben wird. Und auch keinen Empfehlungsbeschluss. "Der neu gewählte Kreistag wird (...) direkt einsteigen und selbstverständlich in der Sondersitzung am 23. Juli auch über Restrukturierungsmaßnahmen entscheiden", so Bläse. Wie das genau das ablaufen soll, wird der Landrat nach Informationen unserer Redaktion in der Kreistagssitzung am 2. Juli präsentieren.
Kliniken Ostalb: Situation wird erneut mit Christoph Rieß erörtert
Ebenfalls im Kreistag dabei sein wird, Klinikchef Christoph Rieß. Er wird gemeinsam mit Bläse die Situation durch eine "Art Übergabe-Sachverhalt" zusammenfassen. Einbezogen werden sollen dabei auch die Diskussionspunkte, Stellungnahmen und Bürgerfragen aus der Sitzung des Verwaltungsrats. Ebenso Eckdaten aus einem Gespräch, das am 26. Juni mit Vertretern der Stadt Ellwangen stattgefunden hat.
