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Der Autozulieferer Eberspächer muss an zwei Standorten in Rheinland-Pfalz Stellen abbauen. Auch der schwäbische Stammsitz ist betroffen.
Esslingen - Die Transformation zur E-Mobilität ist für die Autozulieferer eine große Herausforderung, die mit hohen Investitionen verknüpft ist. Aktuell hat die Transformation einen erheblichen Dämpfer erfahren, was auch dem Autozulieferer Eberspächer mit Hauptsitz in Esslingen am Neckar zu schaffen macht, der entsprechend reagieren muss. Konkret sollen einem Medienbericht zufolge an zwei Standorten in Rheinland-Pfalz hunderte Stellen abgebaut werden. Der Stammsitz ist, in geringem Umfang, ebenfalls betroffen.
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Die Eberspächer-Gruppe ist einer der größten Autozulieferer aus Baden-Württemberg und vor allem auf Heiztechnik für Pkw spezialisiert, bedient über Tochtergesellschaften aber viele weitere Bereiche. Der Stellenabbau soll laut einem Bericht der Rheinpfalz ebenfalls Tochtergesellschaften des Konzerns, nämlich Eberspächer catem in Herxheim sowie die Division Automotive Controls in Landau in der Pfalz betreffen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein weiterer Autozulieferer angekündigt, einen Standort in Rheinland-Pfalz schließen zu wollen, wovon 540 Mitarbeiter betroffen sind.
Eberspächer muss Kapazitäten in Herxheim und Landau anpassen
Laut der Rheinpfalz gab es bereits zuvor Gerüchte über einen Stellenabbau an den beiden pfälzischen Standorten von Eberspächer, die der schwäbische Konzern inzwischen auf Anfrage der Zeitung bestätigt hat. „Die E-Mobilität für Pkw in Deutschland und Europa kommt langsamer als erwartet“, begründete Eberspächer die Sparmaßnahmen. Besonders betroffen ist der Standort Herxheim, wo noch im laufenden Jahr rund 150 Stellen abgebaut werden sollen. Eberspächer hatte im Jahr 2008 rückwirkend die damals eigenständige catem Holding aus Herxheim inklusive der Produktpalette übernommen, muss nun aber Kapazitäten am Standort anpassen.
| Name | Eberspächer GmbH & Co. KG |
|---|---|
| Gründungsjahr | 1865 |
| Hauptsitz | Esslingen am Neckar, Baden-Württemberg |
| Branche | Automotive, Klimatisierungssysteme, Abgastechnik |
| Produkte | Heizsysteme, Klimasysteme, Abgasnachbehandlungssysteme, Fahrzeugbatteriesysteme |
| Umsatz | 6,4 Milliarden Euro (2022) |
| Mitarbeiterzahl | 10.681 (Stand: Ende 2022) |
Die Produktpalette von catem umfasst nämlich vorrangig Leistungselektronik und Hochvoltheizer für E-Autos. Da aktuell aber die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen spürbar nachlässt, muss Eberspächer handeln. Zu Beginn des Jahres hatte Eberspächer sein neues Werk in Bulgarien ebenfalls aufgrund der stockenden Transformation verkauft. Zudem sollen in Landau in der Pfalz rund 55 und am Stammsitz des Konzerns in Esslingen in Baden-Württemberg etwa 15 Stellen abgebaut werden. In Landau produziert der Autozulieferer Komponenten für das autonome Fahren, eine Technologie, die aktuell ebenfalls ausgebremst wird.
Stellenabbau bei Eberspächer soll sozialverträglich erfolgen – Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaft
Dem Bericht zufolge wurden sowohl die Mitarbeiter in Herxheim als auch in Landau in der Pfalz bereits vor einigen Tagen über die Sparmaßnahmen unterrichtet. In beiden Fällen sei man im Gespräch mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, um den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestalten zu können. Für Landau und den Standort Esslingen bemühe man sich zudem um konzerninterne Lösungen, die bereits in mehreren Fällen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Der Konzern betonte außerdem, an den beiden Standorten in Rheinland-Pfalz nach wie vor großes Potenzial zu sehen.
Die Autoindustrie hat aktuell insgesamt sehr zu kämpfen. Der scheidende Chef des schwäbischen Autozulieferers Marquardt fürchtet sogar um Industriearbeitsplätze „im sechsstelligen Bereich“.
Rubriklistenbild: © Eberspächer GmbH & Co. KG

