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Bereits im vergangenen Jahr konnten sich Porsche-Mitarbeiter über eine Rekordprämie freuen, für 2023 erhöht der Sportwagenbauer die Beteiligung erneut.
Stuttgart - Das vergangene Jahr war zwar durch die Energiekrise und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und zum Teil auch in Israel geprägt. Die großen Konzerne aus Baden-Württemberg konnten den Umsatz aber dennoch steigern und lassen ihre Mitarbeiter teilhaben. Sportwagenbauer Porsche hatte der Belegschaft bereits für das starke Geschäftsjahr 2022 eine Prämie von bis zu 9.050 Euro ausbezahlt, erhöht die Beteiligung für das Jahr 2023 aber nochmals deutlich. Auch die Mitarbeiter von Mercedes-Benz können sich in diesem Jahr über eine hohe Erfolgsbeteiligung freuen.
Porsche hatte am Dienstag (12. März) die Bilanz zum vergangenen Jahr 2023 und einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr vorgestellt. „Wir haben ein starkes Geschäftsjahr hinter uns. 2024 starten wir eine beispiellose Produktoffensive“, sagte Porsche-Chef Oliver Blume. Konkret lag der Konzernumsatz der Stuttgarter Sportwagenschmiede bei 40,5 Milliarden Euro, was trotz eines herausfordernden Marktumfeldes ein Wachstum von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Am Erfolg lässt Porsche traditionell auch die Belegschaft teilhaben; für 2023 fällt die Prämie sogar noch höher aus als zuvor.
Erfolgsbeteiligung bei Porsche liegt für 2023 bei fast 9.700 Euro
Der Autobauer Porsche ist allgemein für großzügige Sonderzahlungen bekannt und hatte beispielsweise im vergangenen Jahr auch das Weihnachtsgeld erneut auf ein 13. Monatsgehalt aufgestockt. Wie eine Porschesprecherin laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch erklärte, liegt die Erfolgsbeteiligung für 2023 bei bis zu 9.690 Euro und damit über 600 Euro höher als im Vorjahr. Für den Erhalt der Prämie, die mit dem Aprilgehalt ausgezahlt wird, sind in Deutschland mehr als 28.000 Mitarbeiter der Porsche AG und der Tochter Porsche Leipzig GmbH berechtigt.
| Name | Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (Porsche AG) |
|---|---|
| Gründung | 1931 |
| Sitz | Stuttgart, Baden-Württemberg |
| Leitung | Oliver Blume (CEO), Wolfgang Porsche (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Branche | Automobilindustrie |
| Produkte | Sportwagen, SUV-Modelle |
| Mutterkonzern | Volkswagen (seit 2009) |
| Mitarbeiter | 42.140 (Ende 2023) |
| Umsatz | 40,5 Milliarden Euro (2023) |
Die Erfolgsbeteiligung beim schwäbischen Autohersteller spiegelt den Erfolg der beiden vergangenen Geschäftsjahre wider, in denen sich Porsche jeweils deutlich steigern konnte. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sehr stolz auf unser Ergebnis sein“, sagte Personalvorstand Andreas Haffner. Die Sonderzahlung ist eine freiwillige Leistung, wird bei den Stuttgartern aber bereits seit 1997 ausbezahlt und lag zuvor deutlich unter der diesjährigen Summe. Wie auch im vergangenen Jahr rief der Vorstand dazu auf, einen Teil der Prämie zu spenden. Auch Daimler-Mitarbeiter erhalten für das Rekordjahr 2023 eine Prämie von 7.000 Euro.
Neben den Porsche-Mitarbeitern profitieren auch die Aktionäre vom Konzernergebnis
Dass Porsche auch im sehr herausfordernden Jahr 2023 erneut ein Wachstum erzielen konnte, ist auch der Belegschaft zu verdanken. „Die Porsche-Mannschaft kann stolz sein auf ihre Performance 2023“, machte Oliver Blume laut einer Mitteilung zur Jahresbilanz deutlich. „Trotz aller Herausforderungen haben wir unsere Kunden über alle Baureihen hinweg mit faszinierenden Produkten begeistert.“ Für manche Beschäftigten begann das aktuelle Geschäftsjahr aber mit weniger guten Nachrichten, da sich hunderte Porsche-Mitarbeiter aufgrund von auslaufenden Verträgen nach neuen Arbeitsplätzen umschauen mussten.
Da Porsche seit September 2022 auch wieder im Dax gelistet ist, profitieren neben den Mitarbeitern auch die Aktionäre des Sportwagenbauers vom Konzernerfolg. Laut der Mitteilung vom Dienstag schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividendenauszahlung von 2,1 Milliarden Euro vor, was rund 40 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern entspricht. BW24 hatte im vergangenen Jahr auch darüber berichtet, was man bei Porsche in verschiedenen Positionen verdienen kann.
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