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Hochwasser in Bayern: Kritische Lage in Passau – Donau-Höchststand steht erst bevor

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    Katarina Amtmann

Keine Hochwasser-Entwarnung in Sicht. Die Donau erreicht die höchste Meldestufe. Weitere Orte rufen den Katastrophenfall aus.

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Update vom 4. Juni, 9.08 Uhr: Die Hochwasser-Lage bleibt in Teilen Bayerns angespannt. Der Wasserstand der Donau hat in Passau in der Nacht die Neun-Meter-Marke überschritten, der Scheitel soll mit 9,50 Meter am Nachmittag erreicht werden (siehe Update von 7.01 Uhr). Auch in Regensburg spitzt sich die Lage zu: „Aktuell haben die Donaupegel Oberndorf, Eiserne Brücke und Schwabelweis deutlich die Meldestufe 4 Tendenz überschritten. Bedingt durch die Niederschläge von gestern und dem damit verbundenen Wiederanstieg von Lech und Iller hat sich an der Donau ein sehr langgezogener HW-Scheitel gebildet, der in Regensburg die HW-Stände weiterhin über der Meldestufe 4 verharren lässt, bzw. noch ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist“, heißt es beim Hochwassernachrichtendienst am Morgen. Bilder zeigen die angespannte Situation in der Domstadt:

Hochwasser in Bayern: Teile der Burg Falkenstein in Flintsbach rutschen ab

Update vom 4. Juni, 7.01 Uhr: Teile der Burg Falkenstein in Flintsbach (Oberbayern) sind angesichts des Dauerregens abgerutscht (siehe Update von 22.12 Uhr). Unterhalb der Burg seien deshalb 50 Anwohner in Sicherheit gebracht worden, wie der Landkreis Rosenheim mitteilte. Dort ist die Hochwasser-Lage weiter angespannt. Bürger sollten möglichst zu Hause zu bleiben. „Es besteht eine akute Gefahr für Leib und Leben“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde am Montagabend. Die Menschen sollten den Aufenthalt im Freien vermeiden, sich von offenen Gewässern fernhalten und die Rettungskräfte nicht bei ihrer Arbeit behindern.

Auch die Lage an der Donau spitzt sich zu. Der Wasserstand des Flusses in Passau hat in der Nacht zum Dienstag die Neun-Meter-Marke überschritten. Um 3 Uhr meldete der Hochwassernachrichtendienst (HND) einen Wasserstand von 9,27 Metern. Am Montagabend lag der Pegelstand den Angaben nach noch bei 8,83 Metern. Den Prognosen des HND zufolge soll der Scheitel am Dienstagnachmittag mit 9,50 Metern erreicht werden. Die Passauer Altstadt war am Montag wegen des Hochwassers für den Autoverkehr weitgehend gesperrt worden. 

Die Hochwasserlage bleibt angespannt, besonders die Donau führt viel Wasser.

Markus Söder verspricht Flutopfern nach dem Hochwasser in Bayern schnelle Hilfe

Update vom 3. Juni, 22.30 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) versprach im BR-Extra am späten Abend den Flut-Betroffenen in Bayern finanzielle Hilfe. „Wir hoffen sehr, dass der Bund die Hilfen mitfinanziert. Morgen werden wir über die Soforthilfen beratschlagen“, sagte er. Klar sei: „Wir werden die Bürger nicht im Stich lassen. Es wird sehr viel Hilfe da sein, auch für Privathaushalte.“ Söder war am Montag gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser in das am Vortag überflutete Reichertshofen gekommen. Im BR-Extra berichtet er von seinen Eindrücken.

Hochwasser in Bayern: Söder verspricht Hilfen für Flut-Betroffene: „Es ist einfach schlimm“

„Es ist einfach schlimm, das Wasser kann jederzeit durchbrechen.“ An einigen Stellen gehe das Wasser mittlerweile zwar zurück, die Wetterprognose sei jedoch noch nicht so optimal. „Das wandert alles richtig Osten, Passau wird da noch eine Herausforderung sein“, ist sich der Ministerpräsident sicher. „Ich bin einfach angespannt.“ Beim Wasser könne man nichts Planen.

Söder bedankte sich auch nochmal bei allen Helfern und Einsatzkräften. Einen wichtigen Appell richtete er auch noch an alle Bürger: „Wenn eine Evakuierungsaufforderung kommt, bitte rausgehen. Es hilft da nichts, noch das Bild von der Oma oder einen Rucksack einzupacken. Einfach rausgehen.“

Hochwasser in Bayern: Lage im Landkreis Rosenheim ist nach Unwettern kritisch

Update vom 3. Juni, 22.12 Uhr: Die Hochwasserlage nach den heftigen Unwettern im Landkreis Rosenheim ist kritisch. In Raubling wird die Bevölkerung gebeten, sich auf weitere Evakuierungen einzurichten, so das Landratsamt. Bereits am frühen Abend mussten in der Wolfsgrubenstraße in Rohrdorf 60 Personen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert werden. In Flintsbach seien Teile der Burg Falkenstein abgerutscht. Unterhalb der Burg mussten daher 50 Anwohner evakuiert werden.

Dramatische Lage in Rohrdorf nach den starken Regenfällen.

Auch in Achenmühle in Höhe der Frasdorferstraße müssen mehrere Gebäude evakuiert werden. Am Samerberg hat es mehrere Erdrutsche gegeben, einzelne Weiler sind aktuell nicht erreichbar. Nach einem Murenabgang in Brannenburg sei die Sudelfeldstraße zudem komplett gesperrt, heißt es weiter. In Rohrdorf steigt aktuell die Ache rasant. Nach aktueller Lageeinschätzung kann der Damm möglicherweise nicht an allen Stellen gehalten werden.

Update vom 3. Juni, 21.48 Uhr: Der Landkreis Rosenheim, wo aktuell der Katastrophenfall aufgrund von Dauerregen gilt, hat die Bürger angesichts des Hochwassers dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. „Es besteht eine akute Gefahr für Leib und Leben“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde am Montagabend. Die Menschen sollten den Aufenthalt im Freien vermeiden, sich von offenen Gewässern fernhalten und die Rettungskräfte nicht bei ihrer Arbeit behindern. Am Dienstag soll auch hier in einer Reihe von Gemeinden der Unterricht ausfallen, einen Überblick über alle betroffenen Schulen Bayerns gibt‘s hier.

Update vom 3. Juni, 21.30 Uhr: Vor allem Nebenflüsse der Donau und kleine Bäche machen den Einsatzkräften in Bayern derzeit zu schaffen. Im ARD-Brennpunkt erklärt ein Experte, wieso genau das besonders zur Gefahr werden kann.

Ortsteil von Manching wird plötzlich von Wassermassen überrascht

Update vom 3. Juni, 20.45 Uhr: Lindach, ein Ortsteil des Marktes Manching im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, wurde vor wenigen Stunden von den Wassermassen überrascht. „Niemand hat mehr damit gerechnet“, erklärt eine BR-Reporterin in einer Live-Schalte von vor Ort. „Menschen und Nutztiere mussten sofort evakuiert werden“. Die aufgestapelten Sandsäcke wurden von den Wassermassen einfach überspült. Der Ortskern steht nunmehr unter Wasser. Eine Familie weigerte sich zunächst, ihren Hof zu verlassen, sofern sie nicht zuvor ihre 27 Pferde auf die Koppel entlassen könnten. „Wenn Wasser steigt, geraten die Pferde in Panik, im Stall können sie sich leicht verletzten“, erklärt die Hofbesitzerin Vifogra vor Ort. Auf der Weide wird sich das Wasser auf der Fläche verlaufen, so die Hoffnung.

Im Manchinger Ortsteil Lindach kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen die Fluten, doch die Chancen schwinden.

Update vom 3. Juni, 20 Uhr: Die Flut-Lage in Bayern will sich einfach nicht entspannen. Im Landkreis Günzburg fordert die Integrierte Leitstelle die Bürger vom Markt Offingen erneut auf, das betroffene Gebiet dringend zu verlassen sowie ihre Autos zu entfernen. Im Landkreis Donau-Ries wird derzeit empfohlen, das Trinkwasser abzukochen. Die Liste der betroffenen Gemeinden kann unter www.donau-ries.de eingesehen werden.

Hochwasserlage führt zu Abwasser-Problem im Landkreis Starnberg

Update vom 3. Juni, 19.24 Uhr: Im Landkreis Starnberg ist der Abwasserkanal durch die Hochwasserlage so stark beeinflusst, dass die Integrierte Leitstelle die Bewohner warnt. „Dringende Bitte an die Bewohner des gesamten Landkreises Starnberg: Bis mindestens morgen Mittag, 4. Juni 2024, vermeiden Sie soweit möglich jegliche Abwässer (wie durch Spül- und Waschmaschine, Baden, Duschen und ähnliches)“, heißt es in der Katastrophen-Warnapp KATWARN. Es bestehe „erhebliche Gefahr“, dass an gewissen Stellen der Abwasserkanal in Wohngebäude zurückstaut.

Update vom 3. Juni, 18.51 Uhr: Aktuell wüten zahlreiche Unwetter im Süden Bayerns, besonders betroffen sind die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Miesbach, dort gilt die höchste Unwetter-Stufe des DWD. Der Landkreis Rosenheim hat angesichts des Dauerregens am Montagabend den Katastrophenfall ausgerufen. „Die Maßnahme ermöglicht uns die Anforderung überörtlicher Kräfte sowie eine schnellere und effizientere Koordinierung der Einsatzkräfte, um der zu erwartenden Lage gerecht werden zu können“, sagte Landrat Otto Lederer (CSU). Die Pegelstände der Bäche und Flüsse im Landkreis seien im Verlauf des Nachmittags weiter gestiegen. Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW seien mit einem Großaufgebot unterwegs.

Landkreis Rosenheim ruft Katastrophenfall aus: Evakuierung wird vorbereitet

In der Gemeinde Rohrdorf wurde am Abend die Evakuierung von Häusern in einer Wohnstraße vorbereitet. Rund 60 Menschen seien betroffen. Vollgelaufene Keller und Unterführungen würden insbesondere aus Bad Feilnbach und Raubling gemeldet, hieß es. Bad Feilnbach sei mit dem Auto nur noch schwer zu erreichen. In Thansau konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf ein Altenheim, in das Wasser einzudringen drohte.

Update vom 3. Juni, 18.21 Uhr: Die Altstadt von Passau ist wegen des Hochwassers für den Autoverkehr weitgehend gesperrt worden. Nach Angaben einer Stadtsprecherin dürfen lediglich noch Anwohner in die Altstadt fahren, der Zuweg ist zudem nur noch über die Fußgängerzone möglich. Passau ist immer wieder besonders stark von Hochwasser betroffen. In der niederbayerischen Stadt fließen die drei Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen. Die Altstadt liegt wie eine Insel zwischen Donau und Inn. Zuvor hatte sich der Oberbürgermeister mit einem Appell an die Bürger gewendet (siehe Update von 16.16 Uhr).

Nächster Dammbruch droht – weiterhin lokal Stromausfälle

Update vom 3. Juni, 17.52 Uhr: Aufgrund der Hochwasserlage in Bayern kommt es weiter lokal zu Stromausfällen. Südlich der Donau – im Gebiet der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) – bleibe die Situation angespannt, teilte das Wirtschaftsministerium in München am Montag mit. Besonders betroffen seien der Landkreis Günzburg mit den Ortschaften Burgau, Offingen und Jettingen sowie im Landkreis Dillingen die Stadt Wertingen. Im Landkreis Donau-Ries könne die Gefahr von Stromausfällen wegen möglicher Probleme in Umspannwerken derzeit ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Update vom 3. Juni, 17 Uhr: Nachdem vor rund einer Stunde ein Damm im Allgäu gebrochen ist, steht im Freistaat ein erneuter Dammbruch bevor. Diesmal im Landkreis Donau-Ries. Der bereits durchweichte Damm im schwäbischen Asbach-Bäumenheim droht, zu brechen und den Ortsteil Hamlar zu überfluten. „Die Bevölkerung wird gebeten, das Gebiet in Hamlar umgehend zu verlassen, da zu befürchten ist, dass Hamlar vom Wasser umschlossen wird“, teilte das Landratsamt in Donauwörth am Montagnachmittag mit.

Derzeit haben 15 Pegelstände die höchste Meldestufe in Bayern erreicht, vor allem entlang der Donau samt ihrer Nebenflüsse ist die Lage weiterhin kritisch. In Regensburg ist der Pegel bereits sechs Meter hoch, der Wasserhöchststand wird hier Dienstagmorgen erwartet. Die Einsatzkräfte sind jedoch zuversichtlich, dass die Schutzwände standhalten werden. Bisher mussten keine Anwohner evakuiert werden.

Passaus OB mit klarem Appell: „Es wäre jammerschade, wenn sie auf Nimmerwiedersehen...:“

Update vom 3. Juni, 16.16 Uhr: Bereits am vergangenen Sonntag hatte sich das Landratsamt Augsburg über vermeintliche „Hochwasser-Touristen“ beklagt, welche trotz Warnungen an Deiche, Unterführungen oder Gewässer gingen und von Einsatzkräften gerettet werden müssen. Jetzt meldet sich dazu auch Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) auf Instragram zu Wort: „Die Altstadt und die betroffenen Straßenabschnitte sind kein Abenteuerspielplatz. Bitte schön: Wer in der Altstadt nichts zu tun hat, der möge da bitte fernbleiben. Und es ist auch fahrlässig, durch das Wasser zu watscheln. Sie wissen nicht, welcher Kanaldeckel schon vielleicht weggeschwemmt wurde, und es wäre jammerschade, wenn Sie auf Nimmerwiedersehen in der städtischen Kanalisation verschwinden würden.“

Hochwasser in Bayern: Nächster Damm gebrochen

Update vom 3. Juni, 15.53 Uhr: Erneut haben die Wassermassen einen Damm gebrochen. Diesmal im Allgäu. „Im nördlichen Bereich von Kempten, in den Stadtteilen HINTERBACH und HIRSCHDORF, ist ein Damm am Kollerbach gebrochen“, heißt es bei KATWARN mit Berufung auf die Feuerwehr. „Die Bevölkerung in der Hinterbacher Straße und Jakob-Zeller-Straße soll aufgrund der Überschwemmungsgefahr zur Sicherheit in das erste Obergeschoß und NICHT MEHR in Keller und Tiefgaragen gehen! Eine Überflutung der angrenzenden Grundstücke steht unmittelbar bevor.“ Die Warnung gilt für die Stadtteile Hinterbach und Hirschdorf der Stadt Kempten.

Am Vormittag ist bereits ein Damm der Amper im Landkreis Freising gebrochen, dort haben bereits Bewohner ihre Häuser verlassen müssen. Die Pegelstände der Amper hatten zuvor nach Angaben des Landratsamts die historischen Höchstwerte überschritten. Am Vormittag lag der Pegelstand bei Inkofen demnach bei 3,98 Meter - der vorige Höchststand aus dem Jahr 1994 lag demnach bei 3,66 Meter. 

Update vom 3. Juni, 15.15 Uhr: Während an manchen Orten bereits mit den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser begonnen wird, steht in anderen Teilen Bayerns die Überschwemmung noch bevor. „Es wird erwartet, dass sich die Pegel im Laufe des Tages Richtung Niederbayern verlagern“, so das BRK in einer Pressemitteilung. Seit Tagen sind die Einsatzkräfte des BRK im Dauereinsatz. Um auch zukünftig für Katastrophen gewappnet zu sein, bittet der Landesverband um Spenden. Ein bayernweiter Spendentopf „Hochwasser Bayern“ wurde eingerichtet.

SPD und Grüne fordern Soforthilfe für Flut-Betroffene

Derweil fordern SPD und Grüne finanzielle Soforthilfe für die von Hochwasser betroffenen Menschen Bayerns. „Das können wir diese Woche noch gemeinsam bei den Haushaltsberatungen im Landtag beschließen“, sagte SPD-Fraktionschef Florian von Brunn am Montag. Wenn in einigen Tagen das ganze Ausmaß der Hochwasserschäden sichtbar werde, könne man über weitere Hilfen sprechen. Als Summe nannte die SPD am Montag in einem Haushaltsantrag 200 Millionen Euro, mit der Option auf weitere 300 Millionen Euro bei Bedarf. Beraten solle der Landtag darüber am Donnerstag.

Update vom 3. Juni, 13.08 Uhr: Die Hochwasser-Lage spitzt sich stellenweise weiter zu. „Aufgrund der weiter kritischen Situation an der Paar wird auf Anordnung des Landratsamtes Pfaffenhofen der Ortsteil Rotttmannshart evakuiert. Bitte verlassen Sie in diesem Gebiet Ihre Wohnhäuser und Arbeitsstellen“, heißt es bei KATWARN mit Berufung auf die Integrierte Leitstelle Ingolstadt zur Situation in der Gemeinde Manching.

„Die Lage ist ernst“: Söder äußert sich zum Hochwasser in Bayern

Update vom 3. Juni, 13 Uhr: „Die Lage ist und bleibt ernst und kritisch und angespannt“: So fasst Ministerpräsident Söder die aktuelle Situation in Bayern zusammen. Schnelle, unbürokratische Hilfen sollen kommen. Auch wenn mancherorts schon die Aufräumarbeiten starteten, drohten anderswo weiter Dämme zu brechen oder durchzuweichen. Und im Osten stehe das Schlimmste noch bevor. „Wir sehen, dass das Hochwasser jetzt wandert“, sagte er - und zwar in Richtung Regensburg. „Die werden steigen, die Pegel.“

Über 3000 Menschen seien derzeit „in der Evakuierung“, Tendenz steigend, gut 20.000 Hilfskräfte im Einsatz. Insgesamt seien seit dem Wochenende schon um die 50.000 Menschen im Hilfseinsatz gewesen.

Bayerns Ministerpräsident war gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser in das am Vortag überflutete Reichertshofen gekommen und betonte - ebenso wie der Kanzler - den Klimawandel als Ursache für die Katastrophe. Es gebe nun vermehrt „Ereignisse, die es vorher nicht gab“, sagte er. Darum müsse man sich „Klimaschutz, Klimaanpassung noch viel stärker widmen“.

Passagierschiff in Niederbayern wegen Hochwassers evakuiert

In Deggendorf ist derweil ein Passagierschiff wegen des Hochwassers evakuiert worden. Über 140 Menschen würden seit den Mittagsstunden vom Schiff gebracht, so eine Sprecherin des Landratsamts. Wegen des Donau-Hochwassers könne das Schiff nicht weiterreisen. Bei den Passagieren handle es sich überwiegend um ältere Menschen. Es gebe aber bislang keinen medizinischen Notfall an Bord, hieß es weiter. Boote waren im Einsatz, um die Menschen an Land zu bringen.

Zwei Tote und ein Vermisster bei Hochwasser in Bayern

Update vom 3. Juni, 12.42 Uhr: Die Zahl der bestätigten Todesfälle bei der Flutkatastrophe in Bayern hat sich am Montag auf zwei erhöht. Rettungskräfte fanden im vom Hochwasser stark betroffenen oberbayerischen Schrobenhausen eine Leiche im Keller eines Hauses. Dabei handele sich um eine vermisste 43-Jährige, nach der seit Sonntag gesucht worden war, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bereits am Sonntag war ein Feuerwehrmann in Oberbayern geborgen worden, der bei einer Rettungsaktion ums Leben kam. Noch vermisst wird ein Feuerwehrmann (22), der mit vier Kollegen auf einem Boot der DLRG-Wasserrettung unterwegs gewesen war. Das Boot war aufgrund der starken Strömung gekentert.

Am Montag besuchte Bundeskanzler Olaf Scholz mit Bundesinnenministerin Nancy Faesar das Hochwassergebiet. Sie sei beeindruckt, wie gut die Rettungskräfte zusammenarbeiten, sagte sie beim Besuch im oberbayerischen Markt Reichertshofen. Ihr Eindruck sei, „dass nach dem Ahrtal auch die Lehren daraus gezogen wurden, dass das viel besser funktioniert in der Koordinierung, in der Zusammenarbeit.“

Hochwasser in Bayern: Pegel der Donau steigt und steigt

Derweil verlagerte sich der Hochwasser-Schwerpunkt nach Osten: Der Wasserstand der Donau steigt immer weiter. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern rechnet damit, dass die Donau ab Regensburg flussabwärts ähnlich viel Wasser führen wird wie beim Hochwasser 2002. Bemerkbar mache sich etwa, wenn die Isar bei Deggendorf in die Donau fließe, sagte eine Sprecherin des Hochwassernachrichtendienstes am Montag. Mit rund 2850 Kilometern Länge ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas.

Allerdings kann auch in Schwaben am Montag von Entwarnung noch keine Rede sein. Wegen des dramatischen Hochwassers drohen dort weitere Dammbrüche. Und auch im Laufe des Montags rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit schauerartigem und zum Teil ergiebigem Regen. Betroffen sei vor allem die Südhälfte Bayerns, teilte ein DWD-Sprecher in München mit.

Hochwasserlage im Kreis Kelheim spitzt sich zu: „Anstieg wahrscheinlich“

Im Landkreis Kelheim bleibt die Situation angespannt. „Aufgrund der gefallenen und noch vorhergesagten Niederschläge steigt der Wasserstand der Donau im Landkreis Kelheim weiterhin an. Die genaue Entwicklung der Wasserstände in den Gewässern hängt von der Intensität und räumlichen Verteilung der Niederschläge ab“, heißt es bei KATWARN, mit Berufung aufs Wasserwirtschaftsamt Landshut.

Demnach hat der Pegel Kelheim bereits am Sonntag Meldestufe 4 überschritten. Ein weiterer Anstieg bis zum Mittwoch ist entsprechend der aktuellen Prognosen wahrscheinlich. „Der Pegel Oberndorf hat in der Nacht zum Montag Meldestufe 4 erreicht. Ein weiterer Anstieg ist entsprechend der aktuellen Prognosen ebenfalls wahrscheinlich“, heißt es weiter. Auch der Pegel Neustadt steige weiter an.

Weitere Dammbrüche drohen: „Mit einer Überflutung muss gerechnet werden“

Update vom 3. Juni, 11.55 Uhr: Mehrere Hochwasserschutzdämme sind in den vergangenen Tagen in Bayern gebrochen. Die Gefahr ist noch nicht vorüber. In einigen Orten sollen Menschen schleunigst ihre Häuser verlassen, so die Empfehlung. Denn in Schwaben drohen weitere Dammbrüche wegen des Hochwassers.

Im Landkreis Donau-Ries wurde die Bevölkerung der Orte Heißesheim und Auchsesheim am Montag erneut aufgefordert, das Gebiet umgehend zu verlassen, weil Dämme nachgeben könnten. „Mit einer Überflutung der gesamten Ortsgebiete muss gerechnet werden“, teilte die Kreisbehörde in Donauwörth mit, nachdem bereits am Sonntagabend gewarnt wurde. Notunterkünfte seien eingerichtet worden. Auch für die anderen bislang evakuierten Bereiche könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

In dem Landkreis ist wegen der Flut aktuell auch die Trinkwasserversorgung nicht mehr im gewohnten Umfang sicher. Mehrere Trinkwasserbrunnen seien beeinträchtigt, so das Landratsamt. Den Bewohnern von Mertingen, Oberndorf sowie weiterer Orte wurde empfohlen, das Trinkwasser abzukochen.

Update vom 3. Juni, 10.40 Uhr: Die Hochwasserlage in Bayern bleibt angespannt. Am Morgen hat Regensburg den Katastrophenfall ausgelöst (siehe Update von 7.40 Uhr). „Laut Prognose wird der Wasserhöchststand in Regensburg für den frühen Dienstagvormittag, 4. Juni, erwartet. Da der Hochwasserpegel nur langsam sinkt, besteht auch Gefahr aufgrund der hohen Grundwasserstände“, heißt es bei KATWARN mit Berufung auf die Integrierte Leitstelle Regensburg. „Im Bereich der aufgestauten Hochwasserschutzelemente ist auch deren Versagen nicht auszuschließen. In diesen Bereichen und in Flussnähe nicht im Keller und in Tiefgaragen aufhalten: Das ist lebensgefährlich!“

Rettungskräfte kämpfen gegen Hochwasser in Bayern - Lage bleibt angespannt

Update vom 3. Juni, 10.20 Uhr: Seit dem Wochenende kämpfen die Einsatzkräfte in vielen Teilen Bayerns gegen das Hochwasser. Laut CSU-Chef Markus Söder wird das auch noch ein paar Tage so weitergehen. Denn Bayerns Ministerpräsident rechnet damit, dass das Hochwasser die Katastrophenschutzbehörden noch bis zur Wochenmitte beschäftigen wird. „Es geht zwar etwas zurück, aber eine Totalentwarnung kann man nicht geben“, sagte er am Montagmorgen im Deutschlandfunk.

Selbst wenn es aufhöre zu regnen, würden durch die Zuläufe die Pegelstände der größeren Flüsse noch steigen, betonte er. „Die meisten sagen, bis Mittwoch, Donnerstag wird das Ganze noch dauern.“ Nun komme es darauf an, die erschöpften Einsatzkräfte abzulösen. Dafür würden aus ganz Bayern und auch anderen Bundesländern Kräfte zusammengezogen.

Pfaffenhofen an der Ilm: Damm bricht an dritter Stelle

Update vom 3. Juni, 8.40 Uhr: Der Damm des Flusses Paar im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist mittlerweile an drei Stellen gebrochen. Das sagte eine Sprecherin des Landeratsamtes am Montagmorgen. Alle Bewohner in den betroffenen Gebieten in Baar-Ebenhausen und Manching seien aufgefordert, in ihren Wohnungen und Häusern das Erdgeschoss zu verlassen und höhere Stockwerke aufzusuchen. Bis zu 800 Menschen wurden in Baar-Ebenhausen in Sicherheit gebracht. In der Grund- und Mittelschule Reichertshofen seien rund 250 Betroffene untergebracht. An der Schule finde am Montag kein Unterricht statt. Die Paar ist ein Nebenfluss der Donau.

In Vohburg werde die Donau weiter engmaschig überwacht, Sicherungsmaßnahmen liefen. Die A9 ist zwischen Ingolstadt und Langenbruck den Angaben zufolge immer noch beidseitig gesperrt.

Donau-Pegel steigt: Regensburg ruft Katastrophenfall aus

Update vom 3. Juni, 7.40 Uhr: Das Wasser der Donau steigt und steigt, nun hat auch Regensburg den Katastrophenfall ausgerufen. Die Wasserhöhe am Messpunkt Eiserne Brücke habe in den Morgenstunden einen Stand von 5,80 Meter erreicht, wie die Stadt mitteilte. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete um 7 Uhr dann 5,90 Meter. Am vergangenen Dienstag lag der Wert im Schnitt noch bei rund 2,70 Metern. Nach den Daten der Experten wurden beim vergangenen großen Hochwasser am 4. Juni 2013 genau 6,82 Meter gemessen.

Hochwasser in Bayern: Neuer Regen, auch Gewitter möglich

Update vom 3. Juni, 7.30 Uhr: Neuer Regen, vielleicht auch Gewitter: Der Hochwassernachrichtendienst Bayern kann längst noch keine Entwarnung geben. Auch wenn an den Zuflüssen zur Donau die Fluten vielerorts langsam zurückgehen und die Höchststände weitgehend erreicht seien – nun trifft das Hochwasser zunehmend die Donau selbst. Die höchste Meldestufe vier wurde dem aktuellen Lagebericht zufolge unter anderem an der Donau von Regensburg bis Straubing erreicht, in Passau werde es am Montagabend so weit sein. Der Hochwasserscheitel in Donauwörth wird für Montagnachmittag erwartet. In Kehlheim werde der Fluss im Laufe des Tages in den Bereich eines 20-jährlichen Hochwassers steigen.

Südlich der Donau und im Bayerischen Wald erwartet der DWD am Montag wieder Schauer und schauerartigen Regen, im weiteren Tagesverlauf teils schwere Gewitter. Heftiger Starkregen sei ebenfalls möglich.

Hochwasser in Bayern: Suche nach vermisstem Feuerwehrmann läuft weiter

Derweil läuft die Suche nach dem vermissten Feuerwehrmann in Offingen (Schwaben) weiter: „Die Suche wird weiter fortgesetzt werden“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Details gab er zunächst nicht an. Der 22-Jährige war in der Nacht zum Sonntag in der Gemeinde im Kreis Günzburg mit einem Boot der DLRG-Wasserrettung unterwegs gewesen. Wegen starker Strömung war das Boot gegen 2.50 Uhr gekentert. Vier Einsatzkräfte konnten sich demnach aus eigener Kraft an Land retten. Im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm war in derselben Nacht bereits ein Feuerwehrmann bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen.

Viele Schulen in besonders betroffenen Regionen hatten den Präsenzunterricht für Montag abgesagt, auch Kitas oder Förderzentren sollten zu bleiben, etwa in den Landkreisen Aichach-Friedberg, Dillingen, Freising, Günzburg, Neuburg-Schrobenhausen, Neu-Ulm oder Pfaffenhofen an der Ilm. Für jüngere Schulkinder wurden oft Notbetreuungen eingerichtet. 

Update vom 2. Juni, 21.10 Uhr: Der Katastrophenfall wurde am Sonntagabend nicht nur in der Stadt Straubing, sondern auch im umliegenden Landkreis Straubing-Bogen ausgerufen. Die stellvertretende Landrätin Martha Altweck-Glöbl (ÖDP) erklärte die Entscheidung mit den Worten: „Die Maßnahme ermöglicht uns eine schnellere und effizientere Koordinierung der Einsatzkräfte, um dem zu erwartenden Aufwand zur Deichsicherung gerecht werden zu können“.

Laut Altweck-Glöbl bleibt die Situation weiterhin kritisch. Sie prognostiziert einen Anstieg des Donaupegels über die Meldestufe vier hinaus in der Nacht zum Montag, wobei der Höhepunkt Mitte der Woche erwartet wird. Bewohner sollten sich laut Landratsamt von Deichen und umliegenden Geh- und Radwegen fernhalten.

Damm in Bayern durchweicht: Gemeinden in Schwaben werden evakuiert

Im schwäbischen Landkreis Donau-Ries sind mehrere Gemeinden in der Nähe der Donau und der Schmutter zur Evakuierung aufgerufen. Als Hauptgrund nannte das Landratsamt in Donauwörth am Sonntagabend die erhebliche Durchweichung eines Dammes.

Die Orte Auchsesheim und Heißesheim sowie Teile von Nordheim, Mertingen, Asbach-Bäumenheim und Urfahrhof sind betroffen. Die Behörde forderte die Bürger auf, Ruhe zu bewahren, nur das Nötigste zu packen und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Zudem wurden Notunterkünfte zur Verfügung gestellt.

ARD sendet Brennpunkt zum Hochwasser in Bayern

Update vom 2. Juni, 20.30 Uhr: Die ARD hat zur aktuellen Unwetter-Lage in Bayern um 20.15 Uhr einen Brennpunkt gesendet. Laut dem Moderator handelt es sich um „niederschmetternde Nachrichten“ aus dem Freistaat. Tausende Menschen wurden evakuiert, die Einsatzkräfte leisteten einen „riesigen Kraftakt“.

Im schwäbischen Hotspot Günzburg hätten „teilweise die Häuser gebrannt“, während sie mit Wasser umschlossen waren, berichtet ein Reporter vor Ort. Das sei auch für die Feuerwehr unvorstellbar gewesen. Die evakuierten Anwohner sowie Helfer seien unter anderem in Turnhallen und im Legoland untergekommen.

Günzburgs Landrat Heinz Reichart berichtet von einer gespaltenen Lage: In manchen Orten steige der Flusspegel noch, in anderen Orten sinke er. Man hoffe darauf, dass „morgen die Pegelstände zurückgehen“.

5000 Einsatzkräfte in Pfaffenhofen – Damm vorerst gesichert

Ein Damm im oberbayerischen Manching (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm), der zwischenzeitlich drohte, einzubrechen, wurde laut ARD-Bericht von den Einsatzkräften gesichert. 5000 Einsatzkräfte hätten über 48 Stunden hinweg „Unglaubliches geleistet“. Die derzeitige Hoffnung: der Wasserpegel ist am Sinken.

Im Kreis Pfaffenhofen an der Ilm war ein 42-jähriger Feuerwehrmann beim Einsatz ums Leben gekommen. „Wir sind bestürzt, fassungslos, denken an den Kameraden und seine Familie, den wir alle sehr gut kannten“, erklärt der Einsatzleiter der ansässigen Feuerwehr. „Mit schwer belegter Seele haben wir weiterhin unser Bestes gegeben.“ Ein weiterer 22-jähriger Feuerwehrmann, der ebenfalls aus einem gekenterten Boot gefallen war, wird noch vermisst.

Dramatische Hochwasser-Lage in Bayern: „durch den Klimawandel immer häufiger“

Laut dem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbands Bayern, Johann Eitzenberger, kämen solche Unwetter „durch den Klimawandel immer häufiger“ vor. Die aktuelle Hochwasser-Lage falle jedoch besonders dramatisch aus: „Ich kann mich die letzten 25 Jahre nicht erinnern, dass wir ein solches Ereignis [in Bayern] gehabt hätten“.

Update vom 2. Juni, 18.46 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz plant, sich am Montag persönlich ein Bild von den Hochwasserschäden in Bayern zu machen. Gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) wird Scholz das oberbayerische Reichertshofen besuchen. Dies wurde am Sonntagabend vom bayerischen Innenministerium bekannt gegeben. Ursprünglich war vorgesehen, dass Scholz am Montag die Fan-Zone für die Fußball-Europameisterschaft in München besucht.

DWD warnt erneut vor Gewittern – fast ganz Bayern betroffen

Update vom 2. Juni, 18.33 Uhr: Der Regen nimmt in Bayern kein Ende. Während am Sonntagabend eine Gewitterwarnung für fast alle Landkreise des Freistaats gilt, sagt der DWD für den Montagvormittag im Alpenvorland südlich der Donau Schauer voraus, ab dem Mittag verstärkt Gewitter, dann auch im Bayerischen Wald. Dabei besteht erneut die Gefahr von Starkregen, örtlich von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.

Update vom 2. Juni, 14.52 Uhr: In Pfaffenhofen an der Ilm droht ein weiterer Dammbruch. Die Wassermassen könnten nun einen weiteren Damm an dem Fluss Paar - ein Nebenfluss der Donau - brechen lassen, nun im Bereich von Manching, teilte das Landratsamt mit. Betroffen sind die Orte Rottmannshart, Westenhausen, Lindach, Ernsgaden, Irsching und Knodorf. Die Behörden riefen die Anwohner auf, sich in höhere Stockwerke zu begeben. Über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sei eine Warnmeldung „Extreme Gefahr“ für diese Bereiche herausgegeben worden.

Zuvor war im Bereich der Gemeinde Baar-Ebenhausen ein Damm an zwei Stellen geborsten. Das Wasser stieg danach unaufhaltsam. 

Hochwasser in Bayern: Pegel steigen weiter

Update vom 2. Juni, 14.38 Uhr: Der Dauerregen und das Hochwasser halten die Einsatzkräfte im Freistaat weiter in Atem. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage hat der Wasserstand der Donau bei Straubing mittlerweile die Meldestufe 3 überschritten. Das Landratsamt Straubing-Bogen teilte am Sonntag mit, dass laut Voraussagen die höchste Meldestufe 4 spätestens am Montag überschritten werden sollte. Auch der Hochwassernachrichtendienst Bayern bestätigte am Sonntag diese Prognose.

In Offingen wird ein Feuerwehrmann vermisst.

Die Pegelhöchststände seien demnach am Mittwoch zu erwarten, mit 7 Metern bei Straubing und 8 Metern bei Pfelling, so das Landratsamt weiter. Das Hochwasser werde voraussichtlich zwei bis drei Tage anhalten. Ab Montagmittag sollen vorsorglich alle Radwege nördlich der Donau gesperrt werden. Auch die Sperre der Donaufähre, die ursprünglich bis Montag galt, werde auf unbestimmte Zeit verlängert, teilte das Landratsamt weiter mit.

Hochwasser auch in Dachau: Zahlreiche Menschen ohne Strom

Folgen hat das Wetter-Chaos auch für die Menschen im Kreis Dachau. Dort wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Mehrere Straßen stehen unter Wasser. Alle unter Wasser stehenden Straßenzüge in Petershausen werden in Kürze für Sonntag und voraussichtlich Montag keinen Strom haben, so Bürgermeister Marcel Fath. Die Abschaltung sei erforderlich wegen Gefahr für Leib und Leben wie Infrastruktur. Der Strom werde Haus für Haus wieder eingeschaltet, sobald dort jeweils die Räume wieder trocken sind. Das große Problem seien laut Landrat Stefan Löwl auch hier die ausgelaufenen Öltanks.

Boot der Wasserrettung kentert bei Hochwasser-Einsatz – Feuerwehrmann (22) vermisst

Erstmeldung vom 2. Juni, 14.10 Uhr: Offingen - In Offingen in Schwaben wird ein Feuerwehrmann (22) nach einem Hochwasser-Einsatz vermisst. Der junge Mann sei in der Nacht zum Sonntag, 2. Juni, in der Gemeinde im Landkreis Günzburg mit einem Boot der DLRG-Wasserrettung unterwegs gewesen. Das teilte ein Sprecher der Polizei mit. Aufgrund starker Strömung sei das mit fünf Einsatzkräften besetzte Boot gegen 2.50 Uhr gekentert. Vier Einsatzkräfte konnte sich aus eigener Kraft an Land retten und blieben unverletzt.

Feuerwehrmann nach Hochwasser-Einsatz in Schwaben vermisst: Große Suche läuft

Nach dem 22-Jährigen wird gesucht. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der DLRG-Wasserrettung, der Wasserwacht, der Bundeswehr und der Polizei seien daran beteiligt. Neben Booten kommen dabei den Angaben zufolge auch zwei Hubschrauber zum Einsatz.

Hochwasser in Bayern: Feuerwehrmann im Kreis Pfaffenhofen ums Leben gekommen

Im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm war in der Nacht bereits ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Tagelanger Dauerregen hat in vielen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs für Hochwasser gesorgt. Feuerwehr, Polizei und zahlreiche weitere Retter sind im Einsatz. Auch 800 Soldaten der Bundeswehr helfen im Freistaat. Wie eine Sprecherin des Landeskommandos Bayern am Sonntagmittag mitteilte, liegt der Schwerpunkt des Einsatzes derzeit im Landkreis Pfaffenhofen. (kam/dpa)

Rubriklistenbild: © Sebastian Pieknik/News5/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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