Vorläufige Ergebnisse

Europawahl in Bayern: „König Olaf ohne Land“ – Jetzt wird Söder richtig deutlich

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Die Europawahl und ihre Folgen – in unserem Ticker lesen Sie alle neuesten Entwicklungen und die Reaktionen der Politiker auf die Ergebnisse.

Update 14.30 Uhr: Wo in Bayern wählten die Menschen welche Partei? Wo gab es die Hochburgen, Abstürze und Überraschungen? Die große Statistik-Zusammenfassung der Europawahl 2024 in Bayern finden Sie hier.

Update 13 Uhr: Der Europawahlsieg in Bayern heizt die CSU an. Markus Söder, Chef der CDU-Schwesterpartei, hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nun dazu aufgerufen, sein Amt niederzulegen und Neuwahlen in Deutschland zu initiieren. Er äußerte am Montag nach einer Sitzung des Parteivorstandes in München, dass die Ampel-Koalition ihre Legitimation in der Bevölkerung verloren habe. Die Europawahl-Ergebnisse hätten deutlich gemacht, dass die Ampel-Regierung „einen totalen Absturz“ erlitten und das Vertrauen der Bevölkerung vollständig verspielt habe.

Die Europawahl-Klatsche für die Ampelparteien sieht CSU-Chef Söder als klaren Hinweis der Bürger, dass die amtierende Regierung in Berlin von den Bürgerinnen und Bürgern abgewählt worden sei.

Misstrauensvotum gegen Scholz – „König Olaf ohne Land“

Söder interpretierte die Europawahl als eindeutiges Misstrauensvotum gegen den Bundeskanzler. Er unterstrich seine Aussage mit den Worten: „Olaf Scholz ist König Olaf ohne Land“. Als logische Folge daraus müssten „Neuwahlen, Vertrauensfrage und am Ende Rücktritt“ stehen. Er empfahl Scholz, sich ein Beispiel an Macron oder an Gerhard Schröder zu nehmen, der nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 Neuwahlen einberufen hatte, um seine Legitimation zu bestätigen: „Er sollte es genauso machen wie entweder Macron oder wie damals Gerhard Schröder, der nach der Wahl damals in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 Neuwahlen ausgerufen hat, weil er die Legitimation gesucht hat.“

Update 10.30 Uhr: Die CSU hatte gehofft, durch ihr Ergebnis bei der Europawahl einen zusätzlichen, siebten Sitz im Europäischen Parlament zu erlangen. Diese Hoffnung wurde jedoch enttäuscht. Laut der Bundeswahlleiterin, die ihre Informationen auf ihrer Webseite veröffentlichte, bleibt die Anzahl der CSU-Parlamentarier im neuen EU-Parlament bei sechs.

Nach Europawahl: Grünen in Bayern ohne Vertreter in Brüssel

Die Grünen in Bayern können aufgrund ihres schlechten Wahlergebnisses keinen Vertreter mehr nach Brüssel schicken. Die SPD in Bayern ist nur noch mit Maria Noichl im Parlament vertreten. Petr Bystron wird für die AfD einziehen, obwohl gegen ihn Ermittlungen wegen Geldwäsche und Bestechlichkeit laufen.

Für die Grünen in Bayern stellt die Europawahl eine herbe Enttäuschung dar. Einen Vertreter dürfen sie wegen der schlechten Ergebnisse nicht mehr nach Brüssel schicken.

Update 9.30 Uhr: Mit einer markig formulierten Warnung wendet sich der CSU-Chef weiter an die Ampel-Regierung in Berlin: Söder mahnte die Koalition, nicht einfach ihren bisherigen Kurs fortzusetzen. Er sagte: „Das ist ein schwerer demokratischer Fehler, wenn das passiert. Denn eine Regierung, die so ohne Unterstützung ist, so ohne Legitimation, die kann ja auch nichts mehr durchsetzen, gerade in einem Jahr vor einer Wahl sowieso nicht“.

„Traumspiel endlich beenden“ – Söder schießt scharf gegen Ampelkoalition

Weiter betonte er: „Es wäre besser, es würde dieses Traumspiel endlich beendet werden. Das wäre der letzte große Dienst, den (Kanzler) Olaf Scholz den Deutschen erweisen könnte. Gerhard Schröder hatte damals den Mut, das zu tun. Olaf Scholz sollte das auch tun.“

Söder schießt erneut scharf gegen die Ampelkoalition in Berlin. Es sei ein „schwerer demokratischer Fehler“, wenn sie nach den Ergebnissen der Europawahl ihren Kurs beibehalten würde.

Im Jahr 2005 stellte der damalige Regierungschef Schröder (SPD) die Vertrauensfrage. Er verlor die Abstimmung im Parlament, was zu vorgezogenen Wahlen führte. In der darauffolgenden Wahl wurde die Union zur stärksten Partei und Angela Merkel (CDU) folglich zur Bundeskanzlerin ernannt.

Update 9 Uhr: Nach dem enttäuschenden Ergebnis für die Ampel-Koalition bei der Europawahl, plädiert der CSU-Vorsitzende Markus Söder für eine baldige Neuwahl des Bundestags - ähnlich wie in Frankreich.

„Diese Regierung ist fertig“ – Söder fordert Neuwahlen nach Vorbild Frankreichs

„Diese Regierung ist im Grunde genommen fertig. Und es muss jetzt ähnlich wie in Frankreich sein: Da hat es Neuwahlforderungen gegeben, da gibt es Neuwahlen durch Macron“, äußerte Söder am Montagmorgen gegenüber dem Sender n-tv. Dies müsse nun auch für Deutschland gelten: „Es braucht einen Neustart für unser Land. Die Ampel hat kein Mandat mehr, hat kein Vertrauen mehr in der Bevölkerung. Deswegen sollte es jetzt so rasch wie möglich Neuwahlen geben.“

Nach der herben Niederlage seiner Mitte-Fraktion am Sonntagabend, kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an, die Nationalversammlung aufzulösen. Die Neuwahlen, die in zwei Wahlgängen stattfinden sollen, sind für den 30. Juni und 7. Juli angesetzt, noch vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Paris.

Update 8 Uhr: Klaus Holetschek, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, hat nach den Europawahlen eine offene Debatte darüber gefordert, wer als Kanzlerkandidat für die Union antreten sollte: „Es muss diskutiert werden, wer der richtige Kandidat ist“. Er fügte hinzu: „Ich glaube, dass die Diskussion über den Kanzlerkandidaten noch einmal kommt.“

Söder sieht Merz „natürlich“ als Favorit – doch in Umfragen liegt er vorne

Markus Söder, der Vorsitzende der CSU, hatte zuvor Friedrich Merz, den Vorsitzenden der CDU, als Favoriten für die Kanzlerkandidatur der Union bezeichnet. Nachdem Merz im Mai auf dem CDU-Parteitag mit fast 90 Prozent als Parteichef bestätigt worden war, sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk: „Natürlich ist ein CDU-Vorsitzender immer der Favorit“.

Söder betonte jedoch, dass eine gemeinsame Lösung gefunden werden würde. „Wir werden auf jeden Fall zusammen eine gute Lösung finden. Da darf sich jeder darauf verlassen“, sagte er. Er wies auf den bereits im Vorjahr von den Schwesterparteien vereinbarten Zeitplan hin: „Wir haben jetzt die einzelnen Etappen - die Europawahl, die Landtagswahlen im Herbst [...] und danach gibt es eine gemeinsame Entscheidung.“

Update 7.30 Uhr: Mit den vorläufigen Ergebnissen der Europawahl müssen sich die Parteien nun abfinden – für manche dürfte dies ungleich schwerer sein, als für andere. So schießt die CSU zum Beispiel direkt scharf in Richtung Ampel-Regierung in Berlin.

Söder ordnet AfD- und Freie Wähler-Ergebnis ein – 16- und 17-Jährige dürfen wählen

Allerdings beklagte Söder auch das starke AfD-Ergebnis. Es sei, gerade in Hinblick auf die Skandale, zu hoch.

CSU-Chef Markus Söder sieht in den Europawahlergebnissen ein Scheitern der Ampel-Regierung. Doch auch das starke AfD-Ergebnis bereitet ihm Sorgen.

Insgesamt waren in Bayern 10,4 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme bei der Europawahl abzugeben. Darunter sind rund 220 000 16- und 17-Jährige, die nach der Absenkung des Wahlalters erstmals mitwählen dürfen.

Update 23.04 Uhr: Alle 96 Kreise in Bayern sind ausgezählt. Die Stimmen verteilen sich im Freistaat wie folgt:

  • CSU: 39,7 %
  • SPD: 8,9 %
  • Grüne: 11,8 %
  • AfD: 12,6 %
  • Freie Wähler: 6,8 %
  • FDP: 3,9 %
  • Die Linke: 1,4 %
  • Volt: 2,4 %
  • BSW: 3,8 %

Das ist das vorläufige Ergebnis für den Freistaat nach der Europawahl 2024. Amtliche Ergebnisse sind in der Nacht zum Montag zu erwarten.

Update 22.52: Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat sich enttäuscht über die Zugewinne der AfD bei der Europawahl gezeigt. „Ich hatte vor diesem Urnengang die Hoffnung gehabt, dass die AfD nach allem, was allein in den vergangenen Monaten vorgefallen ist, in der Wählergunst verlieren könnte“, sagte Knobloch am Sonntagabend. „Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt.“

„Stattdessen müssen wir am Wahlabend erneut erkennen, dass ein erschreckend großer Teil der Menschen mit Fakten und Argumenten im demokratischen Diskurs nicht mehr zu erreichen ist“, sagte Knobloch. 

Eine breite Mehrheit habe zwar mit ihren Stimmen ein Ausrufezeichen gegen die AfD gesetzt. Das allein werde aber „nicht reichen, damit jüdische Menschen und andere Minderheiten ihr Vertrauen in die Stabilität dieser Demokratie auf Dauer nicht verlieren“, sagte Knobloch. „Diese Gefahr ist sehr real, und zwar in ganz Europa.“ 

Update 22.32 Uhr: Nur noch für die kreisfreien Städte Bamberg und Rosenheim liegt noch kein vorläufiges Ergebnis zur Europawahl vor. In allen anderen 94 Kreisen wurden die Stimmen bereits ausgezählt. Für den Freistaat zeichnet sich demnach folgendes Bild ab: Die CSU wird mit knapp 40 Prozent stärkste Partei (39,8 %). Zu den Wahlen 2019 und 2014 ist das ein Verlust und um fast ein Prozent. Zweitstärkste Partei wird offenbar doch noch die AfD mit 12,7 Prozent, 2019 kam sie lediglich auf 8,5. Danach kommen die Grünen mit 11,8 Prozent, sie haben den größten Verlust zu verzeichnen (2019: 19,1). SPD folgt dann mit 8,9 und dann die Freien Wähler mit 6,9.

Update 21.57 Uhr: Bayern ist mit dem Auszählen der Europawahl-Stimmen fast fertig. In nur vier Kreisen liegt bisher kein vorläufiges Ergebnis vor. Was nach derzeitigem Stand klar scheint: Die AfD wird doch noch zweitstärkste Kraft. Nach den bisher ausgezählten Kreisen liegt die AfD mit 12,7 Prozent einen ganzen Prozentpunkt vor den Grünen. Die aktuellste Prognose von Infratest Dimap im Auftrag des Bayerischen Rundfunk zeichnet ein ähnliches Bild:

Die aktuellste Hochrechnung zur Europawahl für den Freistaat (Stand 21.50 Uhr).

Update 21.40 Uhr: Die Bürger in Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg haben am Sonntag außerplanmäßig eine neue Rathauschefin gewählt. Die Interims-Bürgermeisterin Walentina Dahms erhielt laut vorläufigem Wahlergebnis 62,3 Prozent der Stimmen, wie die Gemeinde am Sonntagabend auf ihrer Internetseite mitteilte. Dahms war für CSU und Freie Wähler angetreten. Bei der Europawahl ist im Landkreis Ebersberg die CSU stärkste Kraft geworden.

Derweil sind 91 von 96 Kreisen in Bayern ausgezählt. Auch München ist durch. Hier sieht das vorläufige Ergebnis ganz anders aus, als noch vor fünf Jahren:

ParteiStimmenanteil 2024 (in %)Ergebnis Europawahl 2019 (in %)
CSU27,026,9
Grüne23,731,2
SPD12,011,4
AfD6,76,0
FDP6,95,3
Freie Wähler2,42,4

Update 21.25 Uhr: 86 von 96 Kreisen sind in Bayern bisher ausgezählt, in allen Kreisen ist CSU bisher die stärkste Kraft. Auch in München steht die Stimmenmehrheit beinahe fest (787 von 788 Gebieten ausgezählt).

Update 20.50 Uhr: Die AfD könnte noch die zweitstärkste Kraft in Bayern werden. Laut den letzten Hochrechnungen geht die CSU mit 40 Prozent klar als stärkste Partei hervor. Auf den nächsten Plätzen folgen der Hochrechnung mit Stand 20.22 Uhr zufolge die Grünen mit 12,0 Prozent der Stimmen (2019: 19,1 Prozent) im Freistaat knapp vor der AfD mit 11,7 Prozent (2019: 8,5 Prozent). Die Hochrechnung liegt damit in etwa im Bereich dessen, was die jüngsten Umfragen in den Wochen vor dem Wahltag vorausgesagt hatten.

Europawahl 2024: AfD kann noch zweitstärkste Kraft in Bayern werden

Demnach liegt die SPD auf Rang vier mit 8,8 Prozent (2019: 9,3 Prozent) vor den Freien Wählern mit 7,0 Prozent (2019: 5,3 Prozent). Die FDP (2019: 3,4 Prozent) folgt mit 4,0 Prozent vor dem BSW mit 3,6 Prozent. Volt erreicht demnach 2,7 Prozent (2019: 0,7 Prozent), die ÖDP liegt bei 2,1 Prozent (2019: 3,1 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag laut Infratest Dimap bei 64 Prozent und damit deutlich höher als 2019 (60,8).

Update 20.34 Uhr: Auch in Erlangen ist im Gegensatz zu 2019 die CSU stärkste Kraft geworden. Nach dem vorläufigen Ergebnis des Wahlleiters kommt die CSU auf 28,6 Prozent, die Grünen nur auf 21,4. Mittlerweile sind 44 von 96 Kreisen ausgezählt. Bayerns Stimmenverteilung (Stand 20.36 Uhr):

Vorläufiges Ergebnis Europawahl 2024 in Bayern: 44 von 96 Kreisen sind ausgezählt.

Update 20.20 Uhr: Die vorläufigen Ergebnisse aus 20 von 96 Kreise in Bayern sind bisher bei den Wahlleitern eingegangen. Die CSU liegt klar vorne, die AfD wird vor allem in Niederbayern und Schwaben bisher zweitstärkste Kraft. In den ausgezählten Kreisen aus Franken und Oberbayern sind die Grünen auf Rang 2. In München sind derweil 703 von 788 Gebieten ausgezählt (Stand 20.20 Uhr), die CSU liegt mit 26,8 Prozent knapp drei Prozentpunkte vor den Grünen.

Update 20 Uhr: Weitere Kreise in Bayern sind ausgezählt. In Dillingen an der Donau kommt die AfD auf fast 18 Prozent und wird damit klar zweitstärkste Kraft. In Deggendorf und Dingolfing-Landau kommt die AfD über 18 Prozent und wird deutlich zweitstärkste Kraft. Ein Überblick über die vorläufigen Ergebnisse aus Bayerns 96 Kreisen (Stand 20.10 Uhr):

  • Kreisfreie Stadt Aschaffenburg: CSU gewinnt mit 33,6 Prozent
  • Landkreis Dillingen an der Donau: CSU gewinnt mit 43,8 Prozent
  • Kreisfreie Stadt Hof: CSU gewinnt mit 41,6 Prozent
  • Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: CSU gewinnt mit 43,4 Prozent
  • Landkreis Tirschenreuth: CSU gewinnt mit 48,5 Prozent
  • Kreisfreie Stadt Weiden in der Oberpfalz: CSU gewinnt mit 42 Prozent
  • Landkreis Dingolfing-Landau: CSU gewinnt mit 45,3 Prozent
  • Landkreis Rottal-Inn: CSU gewinnt mit 46,4 Prozent
  • Landkreis Kitzingen: CSU gewinnt mit 43,6 Prozent
  • Landkreis Schwandorf: CSU gewinnt mit 43,9 Prozent
  • Landkreis Deggendorf: CSU gewinnt mit 46 Prozent

Update 19.37 Uhr: Ein Zwischenergebnis der Stimmauszählung nach der Europawahl gibt es auch in München. Die Grafik, welche die Stadt auf ihrer Homepage teilt, zeigt ein klares Bild: Die CSU liegt vorne. Bisher wurden 456 von 788 Gebieten in der Landeshauptstadt ausgezählt (Stand: 19.40 Uhr), die CSU kommt demnach auf 25,9 Prozent, die Grünen nur auf 22,8. 2019 waren München, Erlangen und der Landkreis Würzburg, die einzigen Kreise, in denen nicht die CSU gewann, sondern das Bündnis 90/Die Grünen.

Jetzt sind auch die Kreise Tirschenreuth, Hof und Wunsiedel im Fichtelgebirge ausgezählt. Die CSU gewinnt in allen drei Kreisen laut Wahlleitern klar mit über 40 Prozent. In Wunsiedel kommt die AfD sogar auf 17,1 Prozent, bisher stärkste Zahl im Freistaat.

Erste Auszählungen zur Europawahl sind da: Klares Bild zeichnet sich in München ab.

Update 19.30 Uhr: Die ersten Auszählungen in den 96 Kreisen Bayerns sind da. Ein Kreis wurde bereits ausgezählt, in Weiden in der Oberpfalz wurde die CSU mit 42, Prozent stärkste Partei. Die AfD wird zweitstärkste Kraft mit 16,9 Prozent, dann folgt die SPD mit 11,1 Prozent, danach die Grünen mit 7,4 Prozent. Für die weiteren 95 Kreise Bayerns ist noch kein vorläufiges Ergebnis eingegangen. Die Wahlbeteiligung in Bayern lag laut Wahlleitern bei der Europawahl 2024 bei 56,4 Prozent, vier Prozent mehr wie noch 2019.

Update 19.23 Uhr: Die nächste offizielle Hochrechnung für Bayern ist da:

  • CSU: 39 % (-1,7)
  • SPD: 8,9 % (-0,4)
  • Grüne: 12,3 % (-6,8)
  • Freie Wähler: 7,1 % (+1,8)
  • FDP: 4% (+0,6)
  • AfD: 11,2 % (+2,7)
  • Linke: 1,4 % (-1,0)
  • BSW: 3,9 %
  • ÖDP: 2,4 % (-0,7)
  • Die Partei: 1,4 % (-0,6)
  • Tierschutzpartei: 1,2 % (+0,2)
  • Volt: 2,8 % (+2,1)

Update 19.10 Uhr: „Wir haben eins super Ergebnis eingefahren, wir sind zweitstärkste Kraft“, sagt Alice Weidel (AfD) nach den ersten Hochrechnungen auf der Wahlveranstaltung. Nach den Hochrechnungen von ZDF und ARD zur Europawahl 2024 liegt die AfD zwischen 16 und 16,5 Prozent. Bei der Volt-Partie in Nürnberg herrscht ebenfalls große Freude. Die kleine Partei konnte ihr Ergebnis zu 2019 vervierfachen.

Update 18.54 Uhr: Jetzt ist auch die erste offizielle Hochrechnung für Bayern da:

  • CSU: 38,6 % (-2,1)
  • SPD: 9 % (-0,2)
  • Grüne: 12,1 % (-7,0)
  • Freie Wähler: 7,1 % (+1,8)
  • FDP: 4% (+0,6)
  • AfD: 11 % (+2,5)
  • Linke: 1,6 % (-0,8)
  • BSW: 3,9 %
  • ÖDP: 2,5 % (-0,6)
  • Die Partei: 1,4 % (-0,6)
  • Tierschutzpartei: 1,2 % (+0,2)
  • Volt: 2,8 % (+2,1)

Update 18.40 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte im BR: „Zunächst einmal sind wir schon zufrieden“. Die CSU habe ein stabiles Ergebnis, Söder freue sich über den heutigen Tag. Vor allem auch, wegen der Hochrechnungen der Ampel-Parteien. „Die Ampel ist abgewählt“, ist sich Söder sicher. Mit dem Ergebnis sei die Ampel am Ende. Söder beklagte allerdings, dass das nationale AfD-Ergebnis – und das trotz der Skandale der Partei – zu hoch sei. „Über das nationale AfD-Ergebnis bin ich nicht zufrieden“. Söder mache sich dahingehend Sorgen. Das bleibe ein „harter Arbeitsauftrag“.

Udpate vom 18.33 Uhr: Eine erste Hochrechnung zur Europawahl ist da: Die Union wird stärkte Kraft in Deutschland mit 29,5 Prozent (29 Mandate). Die Grüne kommen auf 12 Prozent, SPD auf 14 Prozent, AfD wird zweitstärkste Kraft mit 16,4 Prozent. Die FDP erreicht nach ersten Hochrechnungen fünf Prozentpunkte. Für die bayerischen Grünen bedeutet der Prozentverlust der Partei, dass die Spitzenkandidatin Andrea Wöhrle aus dem Freistaat nicht ins EU-Parlament einziehen wird. Dafür wären 16 Prozent nötig gewesen, dementsprechend still war es bei der Grünen-Wahlparty in München, als die erste Hochrechnung veröffentlicht wurde.

Update vom 18.10 Uhr: Die ersten Prognosen nach der Europawahl sind da. Als großer Gewinner darf sich wohl die Union aus CDU und CSU fühlen. Laut der ersten Prognose der Deutschland-Ergebnisse für die Europawahl 2024 erhalten sie 30 Prozent. In Bayern kam die CSU nach erster Prognose auf 38,5 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als 2019. Die Grünen haben deutschlandweit 12,5 Prozent erreicht, im Freistaat 12, das sind ganze sieben Prozent weniger als noch vor fünf Jahren.

Volt gewinnt nach ersten Prognosen zur Europawahl

Die AfD ist derzeit drittstärkste Partei, zu 2019 steigerte sie sich in Bayern um 2,5 Prozent auf 11 Prozent. Deutschlandweit kam sie sogar auf 16 Prozent. Die SPD liegt mit ihren 14 Prozent dahinter, in Bayern kam sie nach der ersten Prognose sogar nur auf neun Prozent (ähnlich wie 2019). Volt kommt auf 2,8 Prozent, ein Erfolg für die kleine Pro-Europa-Partei. Zu 2019 vervierfachte sich das Ergebnis von Volt.

Die Prognose, durchgeführt vom Institut Infratest Dimap im Auftrag des BR, liegt damit in etwa im Bereich dessen, was die jüngsten Umfragen in den Wochen vor dem Wahltag vorausgesagt hatten. Die Prognose ist keine Hochrechnung, sondern basiert auf der Befragung von Wählern nach Abgabe von deren Stimme. Eine erste Hochrechnung, in die erste tatsächliche ausgezählte Stimmen einfließen, wird bis etwa 18.30 Uhr erwartet. 

Update 18 Uhr: Erste Prognosen der Europawahl sind da. In Bayern sieht sie so aus.

  • CSU: 38,5 %
  • SPD: 9 %
  • Grüne: 12 %
  • Freie Wähler: 7 %
  • FDP: 4%
  • AfD: 11 %
  • Linke: 1,7 %
  • ÖDP: 3,9 %
  • Die Partei: 2,6 %
  • Tierschutzpartei: 1,2 %
  • Volt: 0,8 %

Update 17.54 Uhr: Der Countdown läuft, in wenigen Minuten schließen die Wahllokale. Wann kommen die Ergebnisse? Die erste Prognose für Deutschland kommt um kurz nach 18 Uhr und die lesen Sie hier live. Ab 19 Uhr kommen nach und nach erste Auszählungsergebnisse aus einzelnen Regionen und Städten. Um 23 Uhr schließen europaweit die letzten Wahllokale. Ab dann dürfen erste Endergebnisse aus den Bundesländern veröffentlicht werden. Das erste amtliche Ergebnis wird erst in der Nacht erwartet.

Update 17.38 Uhr: Im Nachbarland Österreich ist die rechtspopulistische FPÖ bei der Europawahl Nachwahlbefragungen zufolge erstmals stärkste Kraft geworden. Die FPÖ kam demnach am Sonntag auf 27 Prozent. Die regierende konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) liegt demnach bei 23,5 Prozent und die sozialdemokratische SPÖ bei 23 Prozent. In Deutschland sind die Wahllokale noch rund 20 Minuten geöffnet.

Update 17.30 Uhr: In einer halben Stunde ist es so weit. Die Wahllokale schließen, erste Prognosen der Ergebnisse werden kurz danach veröffentlicht. Ab 19 Uhr gibt es dann auch erste Auszählungsergebnisse aus Gemeinden und Städten. Für Bayerns Regionen erfahren Sie alles Wissenswertes zu den Ergebnissen in unserem News-Ticker. Sobald erste Daten da sind, können Sie auch unsere Ergebnis-Karte nutzen:

Update 17.10 Uhr: Die Wahlbeteiligung in München bleibt nochmal über dem langjährigen Rekordwert von 2019. Um 16 Uhr lag sie bei 61,4 Prozent und damit rund drei Prozent über dem Wert von vor fünf Jahren. Alles rund um die Hochrechnungen und Ergebnisse für die Landeshauptstadt finden Sie auch in unserem News-Ticker speziell für Oberbayern. Gesamtergebnisse für Deutschland sowie die der anderen EU-Länder gibt‘s in unserem Politik-Ticker zur Europawahl.

Update 16.30 Uhr: Noch eineinhalb Stunden sind die Wahllokale geöffnet. Mit Spannung werden die ersten ab 18 Uhr erwartet. Bei der Europawahl 2024 zeichnet sich nach offiziellen Angaben in den beiden größten bayerischen Städten eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. In München und Nürnberg wählten bis zum Sonntagnachmittag mehr Menschen als 2019, wie die örtlichen Wahlämter mitteilten. Aus den hochwassergebeutelten Regionen hieß es vielerorts: keine Probleme. Ob die Flut dort sich auf die Wahlbeteiligung auswirkt, war zunächst nicht abzusehen. 

Erstmeldung vom 9. Juni, 16 Uhr: München – Ganz Europa wählt. Einige Länder gaben ihre Stimme bereits in den letzten drei Tagen ab, die Deutschen sind erst am heutigen Sonntag, 9. Juni, dran. Die Wahllokale für die Europawahl in Bayern sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Erst danach ist auch mit den ersten Hochrechnungen zu rechnen. Ein vorläufiges Ergebnis für den Freistaat ist sogar erst nach 23 Uhr zu erwarten, da in Italien erst dann die Wahllokale schließen. Alle Hochrechnungen und Ergebnisse für Bayern können Sie am Wahlabend in diesem News-Ticker live mitverfolgen.

Anders als bei der Bundestagswahl gibt es bei der Europawahl keine Wahlkreise. Bayern gliedert sich in 96 Kreise, bestehend aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Kreis- und Stadtwahlleiter der jeweiligen Region geben ab 19 Uhr nach und nach vorläufige Ergebnisse bekannt. Je nachdem, wie schnell die Wahlhelfer im jeweiligen Kreis mit dem Auszählen der Stimmen sind. Ab 18 Uhr dürfen die Stimmzettel in den Wahllokalen gezählt werden.

Die ersten Ergebnisse der Europawahl 2024 für Bayern können Sie live bei uns mitverfolgen.

Landeswahlleiter Thomas Gößl sagte dazu: „Am Wahlabend werden die Ergebnisse von den Stadt- und Kreiswahlleitern an den Landeswahlleiter übermittelt und zusammengefasst. Das ist eine bestens erprobte und bewährte Vorgehensweise.“ Am Montagmorgen nach der Wahl wird dann das vorläufige, amtliche Ergebnis veröffentlicht, bis spätestens Freitag, 14. Juni, dann das endgültige Ergebnis.

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In Bayern siegte die CSU bei der Europawahl 2019 in 93 von 96 Kreisen. Lediglich in der kreisfreien Stadt München und Erlangen sowie im Landkreis Würzburg siegten die Grünen. Die Ergebnisse der vergangenen Europawahlen im Überblick:

ParteiErgebnis 2019 (in %)Ergebnis 2014 (in %)Gewinne/Verluste (in %)
CSU40,740,5+ 0,2
SPD9,320,1- 10,8
Grüne19,112,1+ 7,0
AfD8,58,1+ 0,5
Freie Wähler5,34,3+ 1,0
FDP3,43,1+ 0,3
Die Linke2,42,9- 0,6
ÖDP3,12,7+ 0,4

Deutschlandweit war die CDU mit 22,6 Prozent 2019 die stärkte Kraft. Die derzeitigen Umfragen zeichnen ein ähnliches Bild, auch diesmal wird mit einem Union-Gewinn gerechnet. Um Platz zwei werden einige Parteien kämpfen, in den letzten Umfragen vor der Wahl lag mal die AfD, mal die Grünen vorne. (tkip)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

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