VonGerti Reichlschließen
Im Oktober 2015 waren im Gasthof Schandl die Lichter ausgegangen. Jetzt hat das Brauhaus Tegernsee neue Pläne: Drei Häuser sollen dort neu gebaut werden, mit Personalwohnungen.
Tegernsee – Schritt für Schritt bringt das Brauhaus Tegernsee die herzoglichen Besitztümer in Tegernsee auf Vordermann. Nach der Vorstellung der neuen Pläne fürs Guggemos an der Hauptstraße im Juni, wo insgesamt fünf Häuser für Wohnungen, Läden, Büros und Arztpraxen entstehen sollen, kommt jetzt der frühere Gasthof Schandl an der Max-Josef-Straße dran.
Am Montagabend im Bauausschuss wurden erstmals Pläne öffentlich präsentiert. Allerdings handelte es sich zunächst um eine Voranfrage an die Stadt, um das Machbare auszuloten.
Brauhaus Tegernsee: Drei neue Häuser für Personal
Folgendes hat die Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee KG vor: Der frühere Gasthof und ein weiteres marodes Wohnhaus auf dem Gelände sollen abgerissen werden. Drei neue Häuser sollen gebaut werden. Ein viergeschossiges Haus mit einer straßenseitigen Wandhöhe von knapp neun Metern und einer talseitigen Wandhöhe von 10,45 Metern. Die Grundfläche beträgt 31,11 mal 17 Meter, dazu kommt ein Quergiebel (Haus A). 36 Appartements und drei Wohnungen sind hier vorgesehen. Durch einen Zwischenbau verbunden soll Haus B entstehen – mit drei Vollgeschossen, einer Grundfläche von 18 mal 11 Metern und zwölf Appartements. Haus C mit 23 mal 11,24 Metern Grundfläche bekommt drei Geschosse und hat Platz für zehn Wohnungen. Die Appartements sollen Größen von etwa 30 Quadratmeter haben, etwas größer sollen die Wohnungen ausfallen. Unter den Häusern A und B ist eine Tiefgarage mit 33 Stellplätzen vorgesehen, insgesamt 74 Stellplätze, so erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Koch, könnten ober- und unterirdisch auf dem Areal nachgewiesen werden, dazu sind 33 Fahrradständer geplant.
Lesen Sie hier: Kurt Geiß verlängert im Gasthof Zur Post in Bad Wiessee
Noch vor der Sitzung trafen sich die Mitglieder vor Ort, wo das Brauhaus ein Schaugerüst errichtet hatte, um die Gebäudehöhen darzustellen Haus A wird demnach 1,50 Meter über den jetzigen Bestand hinausragen.
Die Brauhaus-Geschäftsleitung mit Christian Wagner und Arnold Niedermaier sowie Planer Karl Hitzelberger nahmen im Sitzungssaal erfreut zur Kenntnis, dass der der Bauausschuss von dem Vorhaben mehrheitlich angetan war.
Personalwohnungen: “Genau das, was wir brauchen“
„Wir können froh sein, dass Wohnungen und Appartements entstehen“, fand Florian Widmann (CSU). „Das ist genau das, was wir brauchen.“ Auch Andrea Köstler (FWG) war begeistert: „Uns kann nichts Besseres passieren.“ Dass Haus A höher ausfällt als der jetzige Bestand, war für die Mehrheit hinnehmbar: „In dieser Ecke von Tegernsee kann ich das befürworten“, sagte Peter Hollerauer (FWG). Für ihn würden die Vorteile überwiegen.
Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) erkundigte sich nach der Bindung für die Nutzung als Personalwohnungen. Laut Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) müsse dies noch in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart werden. Für ihn handle es sich bei dem Vorhaben um die „richtige Bebauung am richtigen Ort. „Wir brauchen Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen, es hat sich gezeigt, dass wir einen 80-prozentigen Fehlbedarf in dieser Richtung haben.“ Zudem, so Hagn, sei das Gelände an dieser Stelle ohnehin schon versiegelt. Er bat um Zustimmung – und bekam sie auch.
Nur Thomas Mandl (SPD) stimmte dagegen. Er sah zwar durchaus Vorteile, die Höhe der Gebäude erschien ihm aber zu massiv. „Ein Stockwerk tiefer würde ich begrüßen“, so Mandl.
Auch interessant: Brauhaus Tegernsee holzt illegal 74 Bäume in Biotop am See-Ufer ab
gr
Gute Nachrichten für Neureuth-Wirt Thomas Gigl und alle Wanderer: Nachdem der Gasthof zunächst wegen eines drohenden Erdrutsches geschlossen wurde, gibt es nun Neuigkeiten.
