VonChristiane Mühlbauerschließen
Für den Gasthof Post in Benediktbeuern wurde bislang noch kein neuer Pächter gefunden. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Der Fasching kann stattfinden, für Bewirtung wird gesorgt.
Benediktbeuern – Seit dem Tag nach Leonhardi bleibt im Gasthof Post in Benediktbeuern die Küche kalt. Das Pächter-Ehepaar hat zwei Jahre nach Betriebsübernahme aufgegeben.
Laut Bürgermeister Hans Kiefersauer wurden in den vergangenen Wochen vom Verpächter, dem Brauhaus Tegernsee, immer wieder Interessenten durchs Gebäude geführt. Nach wie vor gebe es Überlegungen, ob ein Gastronom aus dem Dorf die Traditionswirtschaft in der Ortsmitte übernehmen könne. Über Details möchte Kiefersauer aber nicht sprechen: „Das ist eine Entscheidung, die muss man sich reiflich überlegen.“ Er hofft aber, dass sich nach dem Fasching eine Lösung abzeichnet.
Denn auch für die Gemeinde sei der Weiterbetrieb des Gasthofs mit Fremdenzimmern sehr wichtig, betont der Bürgermeister. „Es ist die Wirtschaft im Dorf“, sagt Kiefersauer. Ein Leerstand würde auf Touristen und Durchreisende keinen guten Eindruck machen. Und nicht zuletzt werde man im Zuge der Dorferneuerung damit beginnen, den Dorfplatz umzugestalten. „Dabei wird auch besprochen, ob die Wirtschaft eventuell den Biergarten vergrößern könnte.“
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Der Saal des Gasthofs ist für die zahlreichen Vereine im Dorf sehr wichtig. So werden zum Beispiel die Antlaßschützen an diesem Samstag ihre beliebte Christbaumfeier dort abhalten. Peter Sinseder von den „Jägerstuben“ übernimmt die Bewirtung, das Maschkera-Komitee kümmert sich um die Getränke.
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Auch um den Fasching muss man sich keine Sorgen machen. Die Maschkera haben einen Nutzungsvertrag unterschrieben und arbeiten mit Peter Sinseder zusammen, berichtet Maschkera-Vorstand Bernd Schöpf. Der Wirt kümmert sich beim Gardetreffen (25. Januar) und am Faschingsdienstag (5. März) um die Bewirtung, ansonsten übernehmen die Maschkeraden Ausschank und den Wurstsemmelverkauf. Bei den Bällen der Vereine bewirtschaften diese selbst die Bar.
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„Der Aufwand ist natürlich nicht unerheblich“, sagt Schöpf. Wichtig sei erfahrenes Personal „und dass niemand krank wird“. Eine ähnliche Situation, also das Gasthaus ohne Wirt, habe es Mitte der 1980er-Jahre schon mal gegeben, erinnert sich Schöpf. „Hauptsache ist aber, dass der Fasching stattfinden kann“, sagt der Vorstand. Man freue sich auch, dass die Gemeinde dem Verein das Vertrauen dafür ausspreche.
Christbaumfeier
Die Christbaumfeier der Antlaßschützenkompanie Benediktbeuern-Ried beginnt an diesem Samstag um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Die Benediktbeurer Musikkapelle spielt auf, die Bauernbühne präsentiert einen lustigen Einakter. Neben der Versteigerung verschiedener begehrter Objekte und des Christbaums wird auch erneut eine große Tombola durchgeführt.

