Wasser wird abgesenkt

Suchaktion in der Eisbach-Welle: Neugierige Blicke nach tödlichen Unfall unerwünscht

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Ein Sichtschutz und Absperrzäune an der Prinzregentenstraße: Die Polizei riegelt die Eisbachwelle für ihre Suchaktion ab.

München – Was liegt am Grund des Eisbachs und hat womöglich zum tödlichen Unfall einer Surferin geführt? Eine Antwort auf diese Frage erhoffen sich die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft von einer groß angelegten Aktion, die am Dienstag (29. April) im Englischen Garten in München stattfindet. Nach dem Tod der Münchnerin (33), deren Sicherheitsleine sich am Eisbach-Grund verhakt hatte, wird am Vormittag der Pegel des Gewässers abgesenkt. Dazu drosselt das Umweltreferat der Stadt den Zulauf aus der Isar zum Fabrikbach im Lehel.

Trauer: An der Unglücksstelle wurden Blumen abgelegt.

Spurensuche im Eisbach: Wasserstand soll bis Mittwochmittag abgesunken sein

Wie die Polizei mitteilt, wird an der Prinzregentenstraße parallel der Zugang zur Unglücksstelle an der Surfwelle abgesperrt und ein Sichtschutz aufgebaut. Gegen Mittag dürfte der Wasserstand dann so weit abgesunken sein, dass man in den Eisbach gehen kann. Wie berichtet, hatte seine starke Strömung bei dem Unglück vor zwei Wochen auch verhindert, dass andere Surfer der 33-Jährigen zur Hilfe eilen konnten. Erst Tauchexperten der Feuerwehr war es nach 30 Minuten möglich, sie aus dem reißenden Gewässer zu befreien. Sie erlag eine Woche später ihren Verletzungen.

Jeder hat eigene Wahrzeichen: München teilt sich in 25 Stadtbezirke, die sehr unterschiedlich sind

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Im Herzen von München liegt der Marienplatz, wo Besucher auch das Rathaus finden. Für viele womöglich überraschend: der Stadtbezirk Altstadt-Lehel ist flächenmäßig der kleinste Münchens.  © IMAGO/Michael Nguyen
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Kein Wahrzeichen, auf das die Bewohner immer stolz sind: der Hauptbahnhof ist Teil des Stadtbezirks Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
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Kunstinteressierte kommen im Museum Brandhorst auf ihre Kosten. Es liegt in der Maxvorstadt, die zwischen Odeonsplatz und Stachus unmittelbar an die Altstadt angrenzt und im Osten durch den Englischen Garten begrenzt wird. © IMAGO/imageBROKER/Werner Dieterich
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Der neu gestaltete Elisabethmarkt in Schwabing-West. Mit 151 Einwohnern je Hektar (Angabe der Landeshauptstadt) weist er die höchste Einwohnerdichte aller Bezirke auf.  © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman
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1000 Kilometer nach Bordeaux: das sogenannte „Franzosenviertel“ befindet sich im Stadtbezirk Au-Haidhausen. Die beiden Vorstädte sind im Jahr 1854 eingemeindet worden. © IMAGO/STL Studio Liebhart
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Erholungssuchende aus Sendling kommen gerne an den Flaucher, um sich zu erfrischen. Zentrum des Wirtschaftslebens im Stadtbezirk 6 ist die Großmarkthalle. © IMAGO/Ulrich Wagner
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Eine kurze Auszeit an einem sonnigen Wintertag: Auf diesem Foto genießt sie ein Münchner im Westpark, Teil des Stadtbezirks Sendling-Westpark. © IMAGO/S.Gottschalk
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Der Quartiersplatz auf der Schwanthalerhöhe. „Der Stadtbezirk weist sowohl die zweithöchste Einwohnerdichte als auch den zweithöchsten Ausländeranteil unter allen Münchner Bezirken auf“, heißt es vonseiten der Stadt.  © IMAGO/STL
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Was fürs Auge: Schloss Nymphenburg, die mit Abstand bekannteste Sehenswürdigkeit im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg. © IMAGO
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1924 bis 1929 nach den Plänen von Bernhard Borst erbaut: die Borstei in Moosach.  © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman
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Das Olympische Dorf bei Nacht; es gehört zum Stadtbezirk 11 (Milbertshofen- Am Hart).  © IMAGO/POSS ROLF
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Abendlicher Autoverkehr auf der Leopoldstraße. Sie ist die wohl renommierste im Bezirk Schwabing-Freimann. © IMAGO
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Wacht über Bogenhausen: der beeindruckende Friedensengel. Zum Bezirk gehören auch Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf.  © xChristoph_Lischetzkix via imago
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Berg am Laim gehört zu den kleineren Stadtbezirken Münchens. Hier im Bild ist das unweit des Ostbahnhofes gelegene Werksviertel zu sehen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
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Ein Sommertag am Buga-See. Hier baden Bewohner des Bezirks Trudering-Riem. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Der Pfanzeltplatz (Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach) hat sich seinen dörflichen Charakter bis heute bewahrt. © Imago
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Auf der Tegernseer Landstraße bewegen sich vornehmlich Menschen, die im Bezirk Obergiesing-Fasangarten leben. © Jens Hartmann
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Wie es beim TSV 1860, der seine Heimspiele im städtischen Stadion an der Grünwalder Straße austrägt, läuft, treibt viele Menschen in Untergiesing-Harlaching um. © imago sportfotodienst
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Ein Surfer vergnügt sich an der Floßlände; in einem Stadtbezirk mit nicht unkompliziertem Namen: Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln. © STL via www.imago-images.de
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Abendstimmung am Klinikum Großhadern. Der 20. Stadtbezirk Hadern bildet den südwestlichen Stadtrand Münchens.  © IMAGO/STL Studio Liebhart
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Ja, auch Pasing hat seinen Marienplatz. Gemeinsam mit Obermenzing bildet das Viertel seit 1992 einen Bezirk. © Imago
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Blick auf den Langwieder See, Teil des westlich gelegenen Stadtbezirks Aubing-Lochhausen-Langwied. © IMAGO/Sachelle Babbar
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Ländliche Atmosphäre an einem winterlichen Tag in Allach-Untermenzing. © xmeinzahnx via imago-images.de
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Sehr divers: der Bezirk Feldmoching-Hasenbergl; hier im Blick ist der Blick auf die Feldmochinger Kirche zu sehen. © Copyright: xDreamstimexMolly100x
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Gerade wird viel gebaut in Laim; die Fürstenrieder Straße gilt als Lebensader des Viertels.  © Marcus Schlaf

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Auch fahrlässige Tötung kommt für die Ermittler in Betracht

Wie berichtet, könnte sich die Sicherheitsleine der Surferin an einem der so genannten Störsteine am Grund verhakt haben. Die Stadt, die für die Eisbachwelle verantwortlich ist, warnt vor dieser Gefahr auf einem großen Hinweisschild. Denkbar ist aber auch, dass ein weggeworfener Gegenstand wie ein E-Scooter dort am Grund liegt. Die Ermittlungen in dem tragischen Todesfall leitet die Staatsanwaltschaft München I. Sie überprüft, ob es „ob es Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten gibt“. Dabei kommt auch fahrlässige Tötung in Betracht.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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