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Man sieht es von außen: Die Boulderhalle auf der Tölzer Flinthöhe ist fast fertig. Noch sind ein paar Restarbeiten zu erledigen. Der Eröffnungstermin hingegen ist ungewiss.
Bad Tölz – Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, das ist deutlich zu sehen. Die neue Boulderhalle auf der Flinthöhe ist von außen fertig gestellt. Die Matten wurden eingebaut, sagt Peter Naumann vom AV-Trägerverein auf Nachfrage. „Die Arbeiten werden so lange fortgeführt, wie es ansteckungsbedingt geht.“ In den letzten Wochen sei es beständig weitergegangen. Er sieht es so: „So lange gearbeitet werden kann, unterstützen wir die lokale Wirtschaft.“ Sollte es aber eine Weisung geben, die Arbeiten zu unterbrechen, kann er es auch nachvollziehen.
Noch fehlt der Kinderbereich. Gebaut werden soll er von der „Kristallturm AG“ aus Lenggries. Benötigt werden aber Spezialisten aus Österreich – was die Sache aufgrund der derzeitigen Beschränkungen etwas erschwert. „Aber die Firma überprüft gerade, was möglich ist“, sagt Naumann.
Die Mängelbeseitigung wurde zur allgemeinen Zufriedenheit abgeschlossen. Boulderrouten sind auch schon eingeschraubt. Dafür gab es Hilfe von einem externen Anbieter. Der Raum, der in der benachbarten Kletterhalle bisher als Boulderbereich diente, wurde ausgeräumt und abgebaut. Nach Ostern soll er zum Trainingsraum umfunktioniert werden.
Bis auf die unerwartete Verzögerung beim Kinderbereich liege alles im Zeitplan, sagt Naumann. „Wir alle wollen die Halle so bald wie möglich testen.“ Der für den 25. April vorgesehene Eröffnungstermin wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt – ebenso die Stadtmeisterschaft am 9. Mai. Denn auch die Kletterhalle, an die die Boulderhalle angebaut wurde, ist derzeit wie alle anderen Freizeiteinrichtungen geschlossen.
Naumann würde sich mittelfristig wünschen, dass die Kletter- und Boulderhalle den Betrieb aufnehmen dürfen. Gerade in der momentanen Zeit sei Abwechslung nicht das Schlechteste. „Wir würden die Hallen gerne bereitstellen.“ Aufgrund der Hallengröße und der optimalen Belüftung könnte es möglich sein, in Kleingruppen den Zugang wieder zu gewähren. „Wir können uns mit der momentanen Situation natürlich abfinden. Aber als Perspektive sollte es angedacht werden.“
Über die neue Boulderhalle schwärmt er in höchsten Tönen. „Das Ding ist megageil.“ Es fühle sich für ihn wie eine Heimat an, dort hineinzugehen. Das ganze Gelände sei super geworden, auch wie Dinge in Holz umgesetzt wurden. „Man fühlt sich drin wohl.“ Wenn man die Halle betrete, wolle man sofort loslegen. „Das wird für viele eine schöne Möglichkeit, mit diesem Sport anzufangen.“ Das bisherige Feedback sei nur positiv.
Die Kletterhalle sei schon etwas Besonderes, die Boulderhalle noch eine Steigerung, sagt Peter Naumann. „Ich bin mir ganz sicher: Die Boulderhalle wird in Tölz einschlagen wie eine Bombe.“
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