VonSascha Karowskischließen
Der Marienhof soll nach der Fertigstellung der 2. Stammstrecke grüner werden. Unter anderem sind 57 Bäume geplant. Und die Stadt prüft nun sogar einen Brunnen.
München – Derzeit ist der Marienhof eine Baugrube für die 2. S-Bahn-Stammstrecke. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Oberfläche wieder begrünt werden, nach den bisherigen Plänen aus dem Jahr 2006 aber mit Bäumen nur am Rand und ohne Wasser.
Neugestaltung des Marienhofes in München: CSU hatte gefordert, die alten Pläne zu überarbeiten
Die CSU/FW-Fraktion hatte gefordert, die 20 Jahre alten Pläne zu überarbeiten, um angesichts des fortschreitenden Klimawandels einen Brunnen und noch mehr Bäume zu integrieren. Für dieses Anliegen hat das Baureferat nun eine positive Antwort gegeben: Ein Brunnen wird geprüft. Die CSU/FW-Fraktion wird sich weiter dafür einsetzen, dass der Brunnen wirklich kommt und noch mehr Bäume in der Platzmitte fordern. Laut Baureferat sind 57 Bäume rund um den Platz geplant, die 50 Prozent der Fläche verschatten können.
„Der Marienhof wird ein grüner, schattiger Platz im Herzen Münchens, an dem man sich auch an heißen Tagen aufhalten kann“, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl. „Wir freuen uns, dass unser Vorschlag eines Brunnens nun zur Verbesserung der Pläne führt.“ Wasser sei dort unbedingt notwendig, damit man sich auch abkühlen könne.
Weitere Idee für ein Mini-Wäldchen auf dem Marienplatz: Nur vier Bäume am Kaufhaus möglich
Geprüft hatte das Baureferat auch die Idee, ein Mini-Wäldchen auf dem Marienplatz zu pflanzen. Ergebnis: geht nicht – auch wegen des Untergrunds. Die Kosten wären zudem immens. Die Rede ist von einem mittleren bis hohen fünfstelligen Betrag pro Baumstandort und Baumpflanzung an derart komplizierten Standorten. Zudem befürchtet die Stadt Probleme mit dem Denkmalschutz. Einzig an der Südseite vom Kaufhaus Beck könnten laut Stadtverwaltung vier Bäume gepflanzt werden.
