VonSascha Karowskischließen
Zwischen Werinherstraße und Schwanseestraße wird die Tram 18 früher wieder fahren. Grund: Es hat sich keine Baufirma gefunden, die dort die Gleise erneuern will.
München – Die Sperrung der Trambahn-Linie 18 zwischen St.-Martins-Platz und Schwanseestraße wird früher aufgehoben als erwartet. Ursprünglich hätten die Arbeiten von 15. Juli bis irgendwann im Dezember dauern sollen, also fünf Monate. Nun ist bereits nach zwei Schluss. Die Baustelle in München wird am 23. September vorzeitig beendet. Darüber hatte zunächst das Portal www.tramreport.de berichtet. Grund für das vorzeitige Umbau-Ende sind aber nicht überfleißige Bauarbeiter, sondern fehlende: Für den zweiten Abschnitt hatte sich schlicht keine Firma beworben.
Sanierung der Tramlinie 18 in München: 1400 Meter Gleise und zwei Weichen sollten erneuert werden
Geplant hatten Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), rund 1400 Meter Trambahngleise und zwei Weichen auf der gesamten Strecke zu erneuern. Die Trasse ist immerhin 25 Jahre alt. Für die Arbeiten wurde sie komplett gesperrt. Seit 15. Juli ersetzen Busse die Tram.
Und auf einem Abschnitt wurde auch gearbeitet. Die Gleise in der Eintrachtstraße zwischen St.-Martins-Platz und Werinherstraße werden bis zum 23. September fertig saniert. Allerdings hatte die MVG die Arbeiten auf zwei Bauphasen aufteilen und zwei Ausschreibungen tätigen müssen, Fachleute sprechen dabei gemeinhin von „Losen“.
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Sanierung der Tramlinie 18: Münchner Verkehrsgesellschaft findet keine Baufirma für den zweiten Abschnitt
MVG-Sprecher Maximilian Kaltner sagte unserer Redaktion: „Wir hatten die Maßnahme zuerst als ein Los ausgeschrieben, aber kein Angebot bekommen, weil die Maßnahme für die Interessenten zu groß war.“ Das Problem: Auch für die zweite Bauphase im Abschnitt Werinherstraße – Schwanseestraße hat sich am Ende dann auch keine Baufirma beworben. Die Strecke ist zwar Teil der Sperrung, gearbeitet wurde aber dort seit dem 15. Juli nicht.
MVG-Sprecher Kaltner verspricht: „Die Bauarbeiten der zweiten Phase werden zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt und so terminiert, dass sie mit weiteren Maßnahmen gebündelt werden können.“ Wenn sich dann jemand bei der Ausschreibung bewirbt...
