Für die Zukunft ihrer Kinder

Klimaschutz: Eltern in Bad Tölz machen sich jetzt stark! „Parents for Future“ protestieren

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Bei der jüngsten Tölzer Klimaschutz-Demo marschierte auch ein Gruppe von Eltern mit.

Das ist neu: „Parents for Future“ - Eltern für die Zukunft - machen sich jetzt für die Zukunft ihrer Kinder stark. Auch in Bad Tölz.

Bad Tölz – Bei der jüngsten Klimaschutz-Demonstration in Bad Tölz waren sie vergangenen Freitag schon deutlich sichtbar: Vor Ort gibt es jetzt nicht mehr nur eine „Fridays for Future“ (FFF)-Gruppe, sondern auch einen Zusammenschluss namens „Parents for Future“. Die Eltern wollen ihren Kindern beim Einsatz für mehr Klimaschutz den Rücken stärken.

Die Organisatoren der Tölzer Ortsgruppe, Peter Altendorf, Daniela Rack, Lena Kinshofer und Sabine Zand, stellten ihre Initiative jetzt im Gespräch mit dem Tölzer Kurier vor. Eines ist ihnen wichtig: Sie wollen sich nach eigenen Angaben nicht in die Angelegenheiten der Schüler einmischen, sondern sie bestmöglich unterstützen. Bei der Europawahl am Sonntag etwa wollten sie deren Anliegen an der Wahlurne vertreten, da die meisten jugendlichen Demonstranten ja noch nicht wahlberechtigt sind.

Eltern für die Zukunft in Bad Tölz - Stellen sich hinter die „Friday for Future“-Demonstranten

„Wir stehen voll und ganz hinter den streikenden Schülern“, sagt Peter Altendorf, der bereits auf der ersten Tölzer FFF-Demo am 15. März mit einem kleinen Schild mit der Aufschrift „Parents for Future“ mit dabei war. Dadurch wurde Daniela Rack auf ihn aufmerksam. Gemeinsam informierten sie immer mehr Erwachsene über die Hintergründe zum umstrittenen Thema Schulstreik. Sie suchten vor allem das Gespräch mit Eltern, die sich unsicher waren, ob sie ihren Kindern das Schuleschwänzen im Namen des Klimaschutzes erlauben sollten.

„Unser Ziel ist, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten für das Klimaproblem zu sensibilisieren“, sagt Altendorf. Sabine Zand versucht als Lehrerin, bei ihren Kollegen um Verständnis für die Schulstreiks zu werben. Die Resonanz sei meist positiv, meint sie. Allerdings seien den Lehrern durch das Ministerium die Hände gebunden.

Das Ziel: Menschen für die Klimakrise sensibilisieren

„Unser Ziel ist, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten für das Klimaproblem zu sensibilisieren“, sagt Altendorf. Und Sabine Zand ergänzt, dass sich die Gruppe als Ansprechpartner für die älteren Generationen versteht, die von den lautstarken Demos vielleicht zunächst einmal abgeschreckt seien.

Nachdem der Gruppe von vielen Seiten Interesse entgegengebracht wurde, soll es nun am Freitag, 31. Mai, um 12.30 ein offenes Treffen im „Kesselhaus“ geben. Auch über Facebook (parents4future.badtoelz) und Whatsapp kann man Kontakt aufnehmen. Allein die Verbindung mit der „Fridays for Future“ Ortsgruppe sei noch eher lose.

„Es besteht eine gewisse Scheu gegenüber den Erwachsenen“, so Daniela Rack. „Wir wollen ihnen aber nicht reinreden“, betont Lena Kinshofer. Aber an der Kommunikation werde gearbeitet. Schließlich verfolgen alle das gleiche Ziel: den Klimaschutz.  

tpf

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Und: Viele junge Leute gehen derzeit auf die Straße, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Auch am Gymnasium Hohenburg machen sich die Schülerinnen Gedanken über umweltbewusstes Verhalten. Eine Elftklässlerin war jetzt bei der Jugendklimakonferenz.

Auch in Dietramszell gehts um die Erderwärmung: Um den Klimawandel drehte sich kürzlich ein Tag an der Montessori-Schule. Die jungen Frauen und Männer wissen durchaus, was sie dagegen unternehmen können.

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