Nominierung der Gemeinderatsliste

Kommunalwahl 2020: Grüne in Heilbrunn wollen mehr Transparenz

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Die Kandidaten der Heilbrunner Grünen zur Gemeinderatswahl (hi.,v. li.): Rainer Nietfeld (Ersatz), Kilian Spindler, Hans Emerkofer, Norbert Deppisch, Christine Mertens, Kilian Waldherr, Bernd Rosenberger, Matthias Prams und Lothar Hiese sowie (vo., v. li.) Andreas Morr, Hans-Wilhelm Gerbig, Manuela Kragler, Bärbl Touschek und Johannes Kolb.
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„Mangelnde Transparenz in der Kommunalpolitik“: Das war der Hauptvorwurf zahlreicher Kandidaten des Bad Heilbrunner Ortsverbands der Grünen zur Gemeinderatswahl.

Bad Heilbrunn „Mangelnde Transparenz in der Kommunalpolitik“: Das war am Montagabend der Hauptvorwurf zahlreicher Kandidaten des Bad Heilbrunner Ortsverbands der Grünen zur Gemeinderatswahl im Frühjahr 2020. Dies habe viel dazu bewogen, für das örtliche Gremium zu kandidieren. Ross und Reiter beim Namen nannte Norbert Deppisch, der Sprecher des Ortsverbands: „Ich finde es wichtig, dass es im Gemeinderat auch andere Meinungen als nur die der CSU gibt.“

Da derzeit „viele Entscheidungen getroffen werden, deren Auswirkungen vor allem unsere Kinder zu spüren bekommen werden“, begründete Kilian Spindler seine Kandidatur. Dabei zielte er auf die weitere Entwicklung der Heilbrunner Dorfmitte ab. Hierfür forderte er eine Anlaufstelle für Jugendliche und Maßnahmen für das Wohnen im Alter.

Kandidaten der Grünen für den Gemeinderat Bad Heilbrunn fordern mehr Transparenz

Gerade die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Einheimische stand neben der Transparenz im Mittelpunkt der Wünsche der Kandidaten. Zwar konnten die Heilbrunner Grünen 16 Kandidaten für ihre Liste aufbieten, doch schon die Wahlen zur Aufstellungsliste machten deutlich, dass die Hälfte der Kandidaten nicht ernsthaft damit rechnet, in den Gemeinderat gewählt zu werden. Während die Kandidaten für die ersten acht Listenplätze einzeln gewählt wurden, wurde der zweite Teil im Block in einem Wahlgang bestimmt.

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 „Ich kandidiere in erster Linie deshalb, damit die Grünen bei der Wahl keine Stimmen verlieren“, machte Christine Mertens deutlich. Aber auch einige der Kandidaten auf den ersten acht Plätzen gaben zu, dass sie bislang mit Kommunalpolitik wenig am Hut hatten. „Aber ich kann mich gut mit den grünen Grundideen identifizieren“, bekannte Bärbl Touschek. Und Manuela Kragler betonte: „Ich halte das kommunale Ehrenamt für notwendig und wichtig, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Deshalb sehe ich hier eine Möglichkeit, politisch etwas mitzugestalten.“

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Übrigens, gleich zu Beginn der Versammlung hatten die Mitglieder „mangels Masse“ die übliche Grünen-Vorschrift alternierend Frauen und Männer aufzustellen außer Kraft gesetzt. Letztlich erklärte noch Deppisch, dass das Grüne-Wahlprogramm in Bad Heilbrunn „nach dem Feinschliff“ in einer gesonderten Veranstaltung noch vorgestellt werden soll. 

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