Vereinbarung geschlossen

„Leerstand ist kein Zustand“: Gemeinde Benediktbeuern mietet  „Post“-Saal

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Ist seit Monaten zu: Das Gasthaus Post in Benediktbeuern

Ein Dorf ohne großen Veranstaltungssaal hat ein Problem. Die Gemeinde Benediktbeuern hat dieses jetzt zumindest vorübergehend gelöst.

Benediktbeuern Seit Monaten ist das Gasthaus Zur Post in Benediktbeuern geschlossen. Auch der große Saal der Traditionswirtschaft kann nicht für Veranstaltungen genutzt werden. Denn nach wie vor hat das Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee keinen neuen Wirt für seinen Gasthof verpflichtet. 

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte der amtierende Bürgermeister Hanns-Frank Seller nun darüber, dass Gemeinde und Brauhaus eine Nutzungsvereinbarung für den „Post“-Saal ausgearbeitet haben. „Der Leerstand ist ja kein Zustand“, sagte Seller. Immerhin sei die „Post“ ein „kultureller Mittelpunkt für die Vereine und auch die Gemeinde“. Vor allem deren Saal werde viel für Veranstaltungen genutzt; unter anderem für die Bürgerversammlung, Heimatabende oder für Faschingsbälle. Wie Seller ausführte, lege die ausgearbeitete Vereinbarung für die Nutzung von Saal, Nebenräumen und Toiletten ein monatliches Entgelt von 750 Euro fest. Hinzu kämen die üblichen Nebenkosten; etwa für Strom und Wasser.

Kommt ein neuer Pächter, „ziehen wir uns zurück“

Auf Nachfrage von Margarete Steffens erläuterte Seller, dass die Nutzung der Küche zwar im Vertrag enthalten sei. Sie könne aber von Caterern im Rahmen eines „Gentlemen’s Agreement“ genutzt werden. Der Nutzungszeitraum werde bis 30. Juni 2020 festgelegt. Dieser verlängere sich ohne Kündigung aber jeweils um ein Jahr.

„Sobald aber ein Pächter käme, ziehen wir uns sofort zurück“, erläuterte Gemeinde-Mitarbeiterin Inge Ambrugger. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll über eine Unterverpachtung an die Vereine gesprochen werden. Einstimmig sprachen sich die Räte für diese Nutzungsvereinbarung aus.  fn

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